5 häufige Folgen von Stress und wie Du ihnen mit diesen hilfreichen Tipps begegnen kannst

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„Wenn Du die Berührung mit der inneren Stille verlierst, verlierst Du den Kontakt mit Dir selbst. Wenn Du den Kontakt mit Dir selbst verlierst, verlierst Du Dich in der Welt.“– Eckhard Tolle

Hast Du mal eine dieser Wochen erlebt, in denen es einfach nur drunter und drüber geht? Auf der Arbeit häufen sich die Überstunden und im Privatleben scheint auch alles aus dem Ruder zu laufen. Plötzlich steht die Welt Kopf und Stress wird zum ständigen Wegbegleiter.

Ich bin mit diesem Problem jedenfalls bestens vertraut. Sobald meine Work-Life-Balance aufgrund unerwarteter Ereignisse im Berufs- oder Privatleben aus den Fugen gerät, schleicht sich plötzlich massiver Stress ein, der sich auf mein gesamtes körperliches und geistiges Wohlbefinden auswirkt.

Immer mehr Menschen in Deutschland klagen darüber, dass der im Berufs- und Privatleben entstehende Stress erhebliche Auswirkung auf die Lebensqualität hat. Stress ist bei vielen Betroffenen sogar zum Dauerzustand geworden. Eine von der Techniker Krankenkasse durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich insgesamt etwa 57% aller Deutschen häufig gestresst fühlen.[1]

Laut der Umfrage steht demnach jeder zweite Deutsche unter Stress. Damit wären unglaubliche 45 Millionen Deutsche von ständig wiederkehrendem Stress betroffen. Das ist ein extrem hoher Wert, den man unter keinen Umständen unterschätzen darf.

Beachtet werden müssen in diesem Zusammenhang insbesondere die Folgen für das körperliche und geistige Wohlbefinden; daher möchte ich in diesem Artikel auf die 6 häufigsten Folgen von Stress eingehen und Dir zeigen, wie Du sie vermeiden kannst.

Lass es uns angehen! 🙂

5 Folgen von Stress, die Du unbedingt kennen und vermeiden solltest, um Dein Wohlbefinden dauerhaft zu sichern

1

Abnahme der Konzentrationsfähigkeit

Termine rücken näher. Der Chef wirft schon einen unruhigen Blick in Dein Büro. Plötzlich scheinen sich die Zeiger der Uhr viel schneller zu drehen; Schweißperlen bilden sich auf Deiner Stirn, Dein Herz beginnt zu rasen. Im Kopf herrscht Nebel. Nun fällt es Dir natürlich schwer, klare Gedanken zu fassen.

Dieses Problem kenne ich sehr gut. Stress trägt in vielen Fällen nämlich dazu bei, dass die Konzentrationsfähigkeit und Gehirnleistung abnimmt und die Produktivität nur noch auf Sparflamme läuft. Dieser Zustand führt häufig zu einem Teufelskreis, aus dem man sich nur mit Mühe befreien kann.

Gerade aus diesem Grund ist es ungemein wichtig, den richtigen Umgang mit Stress zu finden, da ansonsten die Leistungskraft auf Dauer erheblich leidet.

2

Dauerhafte Einschlafprobleme

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Nach einem anstrengenden Tag hast Du nur noch einen Gedanken: Du willst schnurstracks in Dein Bett und den Tag endlich hinter Dir lassen.

Leider fällt es Dir nicht leicht, den Kopf auszuschalten und so liegst Du lange wach, bevor Du endlich in einen unruhigen Schlaf fällst. Am nächsten Morgen fühlst Du Dich energielos und ausgelaugt. Es kommt Dir so vor, als wärst Du gerade von einer durchzechten Nacht nach Hause gekommen. Von Erholung keine Spur.

Woran liegt das? Wenn es uns nicht gelingt, Stress aus unserem Leben zu verbannen, verarbeiten wir diesen im Schlaf. Kein Wunder, dass wir dann nicht abschalten können, wenn Stress zu unserem ständigen Wegbegleiter wird.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Du Dir Methoden aneignest, mit denen Du Stress vor dem Einschlafen vermeiden kannst. Denn nur auf diese Weise kannst gesund Schlafen Du mit Energie in den nächsten Tag starten.

3

Chronische Rückenschmerzen

Kennst Du das? Die Welt steht Kopf und plötzlich machen sich zu allem Überfluss noch lästige Rückenschmerzen bemerkbar. Warum gerade jetzt?

Rückenschmerzen in stressigen Zeiten sind keine Seltenheit. Das hat damit zu tun, dass Körper und Geist Teil desselben kybernetischen Systems sind. Somit beeinflussen sich Körper und Geist gleichermaßen, weshalb auf eine beidseitige Balance geachtet werden muss.

Tut man dies nicht, besteht die Gefahr, an chronischen Rückenschmerzen zu erkranken, die den Alltag zusätzlich belasten können. Da es sich um ein und dasselbe System handelt, kann es aber auch sein, dass Deine Rückenschmerzen verantwortlich für Deinen Stress sind.

Daher ist es wichtig bereits im Vorfeld mit dem Arzt zu klären, ob der Stress die Rückenschmerzen bedingt, oder ob es andersherum ist. Sobald Du die Antwort auf diese Frage gefunden hast, kannst Du damit beginnen, das Problem aus der zu Welt schaffen, damit sich Dein Körper und Dein Geist wieder im Einklang befinden.

4

Herzkreislauf Probleme

Ein alter Bekannter erzählte mir einmal, dass Stress einen Menschen ins Grab bringen kann. Warum? Stress trägt dazu bei, dass der Blutdruck steigt und das Herz somit stärker in Anspruch genommen wird. In einigen Extremfällen kann das tatsächlich sogar zu Herzversagen führen.

Weitere durch Stress ausgelöste Krankheiten können Diabetes, Arteriosklerose oder Herzrhythmusstörungen sein.

Falls Du unter Herzkreislauf Problemen leidest, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser wird Dir bestimmt die richtige Diagnose stellen und entsprechende Maßnahmen einleiten, damit Dein Leben wieder in Balance gerät.

5

Psychische Labilität

Wie oben bereits erwähnt, wirkt sich Stress nicht nur auf den Körper, sondern auch auf unsere Psyche aus. Die Folgen können in einigen Fällen gravierend sein.

Überhöhte Sensibilität und emotionale Empfindlichkeit stehen oft in direktem Zusammenhang mit Stress.

Stress führt dazu, dass das Selbstbewusstsein angegriffen wird, was wiederum dazu führen kann, dass man nicht mehr in der Lage ist, anstehende Aufgaben zur vollen Zufriedenheit zu erfüllen. Das kann sich dann nicht nur auf das allgemeine Wohlbefinden, sondern zugleich auf die gesamte Lebensqualität auswirken.

Im schlimmsten Fall kann sogar eine Depression eintreten. Ist das der Fall, sollte unbedingt ein Psychologe oder Psychotherapeut aufgesucht werden. Zögere und schäme Dich nicht, in solch einem Fall einen entsprechenden Facharzt aufzusuchen.

Um eben erwähnte Folgen von Stress zu vermeiden, lies Dir im Folgenden unsere 5 wirkungsvollen Tipps durch, mit denen Du Deinen Stress vollkommen und dauerhaft aus Deinem Alltag verbannen kannst.

5 Tipps, um Stress zu vermeiden

1

Ruhepausen kreativ nutzen

Wie nutzt Du eigentlich Deine Pause auf der Arbeit, wenn sich Stress bemerkbar macht? Grübelst Du vielleicht vor Dich hin und machst die Situation dadurch noch viel schlimmer?

Du solltest Deine Pausen kreativ nutzen, um die Folgen von Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn Du beispielsweise das nächste Mal in der Mittagspause bist, dann verzichte doch einfach darauf im Büro zu bleiben. Unternehme stattdessen einen gemütlichen Spaziergang um den Block und wenn es möglich ist, dann gehe gleich in einen Park.
Setze Dich dort auf eine Bank, schließe Deine Augen, lausche aufmerksam dem Zwitschern der Vögel, atme ruhig ein und wieder aus und konzentriere dich darauf, wie Du Dich entspannst.

Sobald Du Dich wieder an Deinen Schreibtisch setzt, wirst Du feststellen, dass Dein Kopf wieder frei ist und Du Dich mit Deiner gesamten Produktivität der Arbeit widmen kannst.

Alternativ kannst Du Dich auch mit einem Buch auf die Bank setzen und lesen oder auch ein ablenkendes Gespräch mit Kollegen führen. Wichtig ist im Grunde, dass Du nicht in jeder freien Sekunde daran denkst, was den Stress bewirkt da Deine Psyche Zeit braucht, um sich zu erholen.

2

Glücksgefühle durch Sport

Ein weiterer Punkt, der Stress reduzieren kann, den aber leider viele Menschen meiden, ist Sport.

Sport trägt dazu bei, dass der Körper Serotonin ausschüttet. Dabei handelt es sich um ein Glückshormon, das nicht nur gegen Stress hilft, sondern dazu in der Lage ist, eine Depression erfolgreich zu bekämpfen. [2]

Bestimmt hast auch Du schon einmal festgestellt, dass Du Dich gleich besser fühlst, wenn Du Sport gemacht hast. Und das tolle ist, dass Du dieses Gefühl immer wieder hervorrufen kannst. Demnach hast Du Deinen Serotonin-Spiegel jederzeit selbst unter Kontrolle.

Ca. 30 Minuten zwei oder drei Mal die Woche sind dabei völlig ausreichend – sollte Dir das jedoch nicht möglich sein, kannst Du Dir hier kostenlos das Ergotopia-Workout herunterladen. Dieses nimmt lediglich 5 Minuten Deiner Zeit in Anspruch und kann bequem und ohne Geräte sogar im Büro durchgeführt werden:

3

Auf die Ernährung achten

Hast Du manchmal das Gefühl, dass Dein Ernährungsverhalten anders ist, wenn Du unter Stress stehst? Isst Du dann plötzlich mehr? Vielleicht sogar nur Fast-Food und Süßigkeiten, von denen Du eigentlich weißt, dass sie ungesund für Deinen Körper sind?

Auch ich bin in der Vergangenheit dieser schlechten Gewohnheit verfallen und hatte dadurch nach einigen Wochen ein paar Kilos mehr auf den Rippen. Gleichzeitig fühlte ich mich nach wie vor ausgebrannt.

Aus diesem Grund stellte ich meine Ernährung vollkommen um und informierte mich über Nahrungsmittel, die Stress abbauen und zugleich die Gesundheit fördern.

Allem voran sind Nüsse ein wahrer Stresskiller. Insbesondere das in Nüssen enthaltene Vitamin E trägt dazu bei, dass die Zellen im Körper von oxidativem Stress befreit werden. Der Vorteil: Nüsse lassen sich immer zwischendurch knabbern. Wenn Du beispielsweise mit Stress auf der Arbeit konfrontiert wirst, kannst Du immer eine kleine Schüssel mit Nüssen bereithalten, die Dich dann auf Trab bringt.

Ein weiteres Nahrungsmittel, welches gegen Stress hilft, ist Ingwer. Da in Ingwer ein ziemlich hoher Anteil von Vitamin C vorhanden ist, normalisieren sich die psychischen Funktionen und darüber hinaus wird das Nervensystem stabilisiert. Wie wäre es also mit einem leckeren Ingwer-Tee in Deiner nächsten Mittagspause?

Das letzte Nahrungsmittel, dass ich Dir heute vorstellen möchte, mit dem Du Deinen Stresslevel absenken kannst, sind Haferflocken. Besonders geeignet sind Haferflocken als Frühstück, weil sie dem Körper viel Energie geben, um durch den Tag zu kommen. Gerne kannst Du Haferflocken mit Nüssen oder mit vitaminreichem stresslindernden Obst wie Bananen kombinieren.

4

Positive Gedanken

Wenn sich Stress bemerkbar macht, neigen wir Menschen häufig dazu, uns in negativen Gedanken zu verlieren. Auf diese Weise leiten wir einen Teufelskreis ein, aus dem man sich nur schwer befreien kann.

Daher ist es sehr wichtig, bei Stress zu versuchen, stets positiv zu denken. Als kleine Hilfe kannst Du Dir unsere Motivationszitate durchlesen!

Versuch außerdem, Dir selbst gut zuzureden; atme tief durch und sag Dir: “ich schaffe das! Ich bin ganz ruhig, nichts kann mich aus der Ruhe bringen.” Probier es aus!

5

Entspannung durch Meditation

Meditation wird in verschiedenen Formen angewendet, um für mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu sorgen.[3] Es ist also nicht erst notwendig ein chinesisches Kloster zu besuchen, um die hohe Kunst der Meditation zu erlernen.

Ich persönlich nehme mir jeden Morgen nach dem Aufstehen 15 Minuten Zeit, um meine innere Ruhe zu finden. Anschließend kann ich mit voller Energie in den Tag starten und alle Hürden die sich mir aufstellen in Angriff nehmen.

Mit folgendem Video kannst du lernen, wie man richtig meditiert:

Fazit: Die Folgen von Stress lassen sich mit entsprechenden Methoden wirkungsvoll aus dem Alltag und Berufsleben verbannen

„Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.“– Francois de La Rochefoucauld

In diesem Artikel konntest Du erfahren, welche Folgen eintreten können, wenn es einem nicht gelingt, Stress zu reduzieren. Die häufig auftretenden Folgen habe ich Dir an dieser Stelle noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Abnahme der Konzentrationsfähigkeit
  • Dauerhafte Einschlafprobleme
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Herzkreislauf Probleme
  • Psychische Labilität

Mit diesen Tipps kannst du Stress reduzieren:

  • Ruhepausen kreativ nutzen
  • Glücksgefühle durch Sport erzeugen
  • Auf Ernährung achten
  • Positive Gedanken
  • Entspannung durch Meditationen

Ich gehe stark davon aus, dass es Dir gelingen wird die dargestellten Tipps in Deine tägliche Routine zu integrieren, sodass Du in Zukunft die Folgen von Stress nicht mehr fürchten musst.

Weitere Informationen zum Thema Stress findest du übrigens auch hier!

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Bildcredits: © Depositphotos.com: focuspocusltd,HASLOO

[1] https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/590188/Datei/161392/TK_Studienband_zur_Stressumfrage.pdf
[2] Coppen AJ: Biochemical aspects of depression. In: Int Psychiatry Clin. 6, Nr. 2, 1969, S. 53–81
[3] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3518553/

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von Branko Dacevic

Branko studierte Deutsch und Geschichte auf Lehramt an der RWTH in Aachen. Während seinem Studium entwickelte er ein leidenschaftliches Interesse am Schreiben von Texten, die das Leben seiner Mitmenschen bereichern sollen. Als freier Angestellter arbeitet er zur Zeit für verschiedene Unternehmen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheit. Seine große Leidenschaft gilt dem Reisen und kennenlernen neuer Länder und Kulturen. Sein Motto: „Jeder Mensch trägt alle nötigen Ressourcen in sich, um Großes zu schaffen.“

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2 Kommentare zu “5 häufige Folgen von Stress und wie Du ihnen mit diesen hilfreichen Tipps begegnen kannst

  1. Anna sagt:

    Ein toller Artikel, der in aller Kürze wenige elementare Möglichkeiten aufzeigt, Stress zu reduzieren:
    Mit geistigen Ruhepausen, regelmäßigen Glücksmomenten, ausgewogener Ernährung, positivem Denken und regelmäßige Rückkehr zu sich selbst, lernt man zu erkennen, dass man der hektischen Außenwelt eine starke innere Basis entgegensetzten kann. So wird man weniger leicht erschüttert und gerät gar nicht erst so tief in diesen Hektik-Strudel rein, in dem man nur noch am Rennen ist und natürlich dann irgendwann von Schmerzen (psychich oder physisch) geplagt wird, weil Körper und Geist sagen: stopp, wir brauchen eine Pause! Schon seltsam, dass wir mittlerweile mehr wert darauf legen, dass unser Smartphone-Akku möglichst voll aufgeladen ist, wenn wir das Haus verlassen, als unserer eigener ;-).
    Natürlich sind manche der genannten Punkte leichter umzusetzten als andere. Seine Ernährung kann man von heute auf morgen umstellen. Sich eine positive Denkweise zu erarbeiten ist dagegen ein langjähriger Prozess.

  2. Julia Frank sagt:

    Vielen Dank für Deine Rückmeldung!
    Natürlich hast Du recht, dass wir nicht alle Tipps von heute auf morgen umsetzen kann. Einige sind mit harter Arbeit an sich selbst verbunden. Auch die ersten kleinen Schritte können den Weg in die richtige Richtung weisen.

    Liebe Grüße,

    Julia

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