Winterschlaf adé – Wie Du der Frühjahrsmüdigkeit entkommen kannst

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Die Temperaturen steigen, die Sonnenstunden nehmen zu und das große Gähnen kommt. Frühjahrsmüdigkeit – mehr als die Hälfte der Menschen leidet unter dem „Hang-over“ mit Ende des Winters, Umfragen zufolge sogar bis zu 70% der Deutschen. [1]

So vermiesen Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit fast ganz Deutschland den Frühlingsbeginn.

Was der Winterschlaf der Tiere mit uns Menschen zu tun hat und wie Du der Frühjahrsmüdigkeit entkommen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

So erkennst Du die Frühjahrsmüdigkeit bei Dir

Der Winter ist vorbei, die ersten kräftigen Sonnenstrahlen bringen die Pflanzen zum Sprießen und wecken Dich bereits 7 Uhr morgens. Du aber hast mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu kämpfen und könntest ständig schlafen?

Dann hast Du ziemlich wahrscheinlich mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen. Sie beginnt meistens im März und klingt nach wenigen Wochen wieder aus.

Wenn Du also außerhalb dieser Zeit mit Müdigkeit zu kämpfen hast, liegt das höchstwahrscheinlich nicht an der Frühjahrsmüdigkeit. Lies Dir dazu diesen Artikel durch:
„Wenn Du ständig müde bist, dann sind diese 7 Wachmacher-Tipps gegen Müdigkeit Gold wert“

Symptome der Frühjahrsmüdigkeit:

  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Energie- und Motivationsmangel [2]

Was sind die Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit?

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Wie auch im Tierreich, verfallen wir Menschen im Winter in eine Art „Mini-Winterschlaf“. Mit den kürzer werdenden Tagen schwinden auch die Sonnenstunden.

Du kennst das sicherlich: Du fährst zur Arbeit, wenn es dunkel ist und kommst nach Hause und es ist bereits wieder Dunkel. Warum das schlecht ist?

Der Körper verfügt über zwei regulierende Hormone, die uns entweder sagen, dass Tag oder eben Schlafenszeit ist. Das „Wachmacher-Hormon“ Serotonin wird dabei über das Licht gesteuert.

Nun bekommt man im Winter sowieso weniger Sonnenlicht und sitzt dann meistens noch den ganzen Tag im Büro. Künstliches Licht aber hat nicht die gleiche belebende Wirkung auf uns wie Sonnenlicht an der frischen Luft.

Die Folge ist, dass das Schlafhormon Melatonin im Körper überwiegt. Wir verfallen zwar nicht in einen echten Winterschlaf, aber sind daher im Winter müder.

Du fragst Dich jetzt, warum man dann zu Frühlingsbeginn mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen hat?

Das hängt zum einen mit den Überresten der „Winterdepression“ und zum anderen mit den aufgebrauchten Speichern des „Wachmacher-Hormons“ Serotonin zusammen.

Viele Menschen sind im Frühjahr noch unmotiviert und müde, legen sich deshalb häufiger hin und ruhen sich aus. Das Problem aber ist, dass Serotonin überwiegend mit Bewegung und Sonnenlicht gebildet wird. Wer also seiner Erschöpfung nachgeht und sich ausruht, der wird auch nur schwierig seine Frühjahrsmüdigkeit wieder los.

Ursachen von Frühjahrsmüdigkeit:

  • Umstellung des Hormonhaushalts
    Die verbrauchten Serotonin-Speicher und der Melatonin-Überschuss sorgen für die Aktivierung des „Schlafschalters“. Die Umstellung im Frühjahr belastet den Körper stark und macht ihn müde.
  • Eingeschlafener Stoffwechsel
    Der Deutsche neigt im Winter zu fetthaltiger und kohlenhydratreicher Nahrung, die schwer im Magen liegt. Das Blut wandert vom Kopf in den Magen und man ist häufiger erschöpft. Bewegt wird sich außerdem auch seltener (mit Tee am warmen Kamin ist es ja auch viel gemütlicher). Wer diese Gewohnheiten nun mit in den Frühling nimmt, ist freilich schnell kaputt. Außerdem muss der Stoffwechsel sich erst an die neuen Temperaturen gewöhnen.
  • Temperatur- und Lichtwechsel
    Wenn das Thermometer nach oben klettert, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Diese Umstellung kann ebenfalls ermüden. [3]
Selbst ein bedeckter Himmel sorgt für mehr Serotoninbildung als künstliches Bürolicht. Nutze daher die Mittagspause, um frische Luft und ein paar Sonnenstrahlen zu tanken.

3 wirksame Expertentipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Wir Menschen sind in der Lage unseren Hormonhaushalt und den Stoffwechsel entsprechend den äußeren Bedingungen anzupassen. So schützt sich unser Körper im Winter, indem er seine Temperatur geringfügig senkt, den Blutdruck erhöht und mehr vom Schlafhormon Melatonin ausschüttet.

Dieser Veränderungsprozess dauert allerdings einige Wochen und ist ein kräftezehrender Akt. Zusätzlich hemmt die UV-Strahlung im Frühjahr die Melatonin-Ausschüttung nur allmählich und auch der Serotoninspiegel steigt träge. Das Ergebnis ist ein langsam in Fahrt kommender Kreislauf, Müdigkeit und Erschöpfung trotz Sonnenschein.

Das oberste Ziel, um der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen zu können, ist folglich das gezielte Ankurbeln des Glückshormons Serotonin.

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Bringe Bewegung in Deinen Alltag

Wer an der Frühjahrsmüdigkeit leidet, neigt dazu mehr zu schlafen, als eigentlich notwendig ist. Bewegung und Sport hingegen erhöhen das Serotonin-Niveau.

Hier gilt also das Motto:
Nach dem essen soll man […] 1000 Schritte tun.

Bewegung und insbesondere mäßiger Sport erhöhen den Tryptophan-Gehalt im Körper. Die Serotonin-Vorstufe hat außerdem die Eigenschaft, einige Stunden nach körperlicher Betätigung weiterhin zu bestehen.

Resultat: Dein Wohlbefinden verbessert sich und Deine Müdigkeit verschwindet durch Bewegung! [4]

Wusstest Du?
Zwei Drittel der Deutschen bewegen sich täglich weniger als eine Stunde. [5] Und 52% unserer Mitbürger treiben kaum oder nie Sport. [6] Die Folge: 5,3 Millionen Menschen sterben weltweit jährlich an den gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel. Rauchen verursacht dagegen etwa 5 Millionen Tote pro Jahr.

Hier einige Tipps wie Du Deinen (Büro-)Alltag bewegter gestalten kannst:

  1. Morgenroutine
    Starte Deinen Tag mit einer aktiven Morgenroutine wie beispielsweise Yoga, Pilates, Joggen oder fahre gleich mit dem Fahrrad zur Arbeit.
  2. Sportpartner
    Dir fehlt nach langen Arbeitstagen gelegentlich die Sport-Motivation? Feste Trainingszeiten mit einem Freund oder dem Partner lassen Deinen Schweinehund winseln!
  3. Ergonomie und Bewegung am Arbeitsplatz
    Büroarbeiter sitzen schnell bis zu 12 Stunden am Tag. Nimm daher ab sofort immer die Treppen, hol Dir keine Kanne Kaffee, sondern gehe für jede Tasse erneut. Auch eine ergonomische Grundausstattung Deines Arbeitsplatzes mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch und einem ergonomischen Bürostuhl bringt Bewegung in Deinen bisher sesshaften Arbeitstag

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Sorge für genügend Licht

Tageslicht kurbelt die Serotonin-Produktion an. Zwar tut das auch künstliches Licht wie LED, Neon oder UV Licht, allerdings nur in sehr abgeschwächter Form.

Wer aber beim ersten Sonnenstrahl gleich die Sonnenbrille auspackt, verhindert den größten Effekt. Ist die Sonne zu grell, ist meine Empfehlung ein Sonnenbad mit geschlossenen Augen. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass sich Deine Augen vom Bildschirmstress erholen können.

Das gleiche gilt im Übrigen auch für Sonnencreme. Sie verhindert die Serotoninproduktion teilweise komplett. Warte daher ein paar Minuten im Urlaub bevor Du Dich eincremst.

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Reduziere Stress und entspann Dich

Wie in fast allen Situationen des Lebens ist Stress auch bei der Frühjahrsmüdigkeit sehr hinderlich. Denn Stress erschöpft das Serotonin Niveau. Dauerstress kann sogar dazu führen, dass die Produktion des Glückshormons behindert wird.

Meide daher Stresssituationen soweit wie möglich und finde für Dich passende und gesunde Möglichkeiten mit Stress umzugehen und ihn gezielt abzubauen.

Entscheide Dich bewusst für das halbvolle Glas, statt in allem nur halbleere Gläser zu sehen.

Stress ist nicht das, was uns widerfährt, sondern unsere Reaktion darauf. Und unsere Reaktion ist unsere Wahl.

Effektive Methoden, wie Du Stress abbauen kannst:

Auch Massagen senken erwiesenermaßen das Stresshormon Cortisol und lässt die Glückshormone Serotonin und Dopamin gleichzeitig steigen. [7]

Nur die wenigsten allerdings können sich regelmäßige Massagen leisten. Kein gleichwertiger Ersatz aber dennoch sehr wohltuend sind Akupressurmatten.

Auch das Erinnern an schöne Augenblicke verpasst Dir einen Serotoninschub. [8] Was war Dein schönster Augenblick, an den Du Dich gern erinnerst, wenn Du Entspannung brauchst?

Um das Serotonin zu erhöhen, bedarf es keiner Wunderpille. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und eine optimistische Grundhaltung können bereits wahre Wunder bewirken.

Wer jedoch über einen längeren Zeitraum erschöpft und niedergeschlagen ist, der sollte in jedem Falle einen Arzt aufsuchen. Denn viele ernste Krankheiten haben ganz ähnliche Symptome wie die Frühjahrsmüdigkeit.

Fazit: Die beste Therapie gegen Frühjahrsmüdigkeit ist regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.

Wie bekämpfst Du Deine Frühjahrsmüdigkeit? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen und weitere Tipps in den Kommentaren.

Bildcredits:© Depositphotos.com: nesharm

[1] http://elisabeth-apotheke-dresden.eu/fruehjahrsmuedigkeit.html
[2] http://www.aerztekammer-bw.de/20buerger/30patientenratgeber/a_f/fruehjahrsmuedigkeit.html
[3] http://www.zeit.de/gesundheit/gesundheitsfragen-2007/fruehjahrsmuedigkeit
[4] http://www.rhein-jura-klinik.de
[5] Krankenkasse, Techniker. “Beweg Dich, Deutschland.” TK-Studie zum Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland (2013)
[6] Frey, Hannah. Gesund im Büro: Projekt: Gesund leben. Kreuz Verlag, 2015
[7] http://de.wikihow.com/Serotonin-erh%C3%B6hen
[8] http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/tid-14020/fruehjahrsmuedigkeit-schlapp-trotz-sonnenschein_aid_391833.html

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von Krystian Manthey

Krystian ist ambitionierter Sportler sowie Hobbykoch und stets dabei, seinen Alltag produktiver und gesünder zu gestalten. Er hilft Euch mit innovativen Übungskombis, Alltagstipps und Lebensweisheiten, mehr aus eurem Alltag herauszuholen sowie gesünder und glücklicher zu leben. Krystians Motto: […] Glücklich [ist,] wer Gesundheit, Zufriedenheit und Bildung in sich vereinigt.“ (Thales)

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