Fußreflexzonenmassage wissenschaftlich untersucht – das bewirkt sie wirklich!

Titelbild für Fußreflexzonen-Massage

Vor einem Monat hatte meine Freundin wieder einmal starke Bauchkrämpfe. Obwohl wir beide eigentlich wissen, durch was diese hervorgerufen werden, haben wir natürlich trotzdem alles vom Arzt durchchecken lassen. Wie zu vermuten war, ist glücklicherweise weder ein Geschwür, noch eine Lebensmittelunverträglichkeit dafür verantwortlich.

Ahnst Du wovon ich spreche? Denn es betrifft nach einer TK-Studie 70% aller erwerbstätigen Deutschen – STRESS. Vor allem Dauerstress ist neben chronischer Bewegungsarmut eine der häufigsten Ursachen für körperliche Erkrankungen wie Magen- oder Rückenschmerzen. [1]

Nun könnte man irgendwelche Antidepressiva oder Entspannungspillen schlucken, wie sie viele Ärzte gerne verschreiben. Man kann sich aber auch in bewusster Entspannung üben und der Ursache einen Riegel vorschieben, um Stress gar nicht mehr in dieser Weise an sich heranzulassen.

Sein Stressmanagement zu verbessern und stressresistent zu werden ist nichts, was von heute auf morgen passiert. Man muss es üben.

Um dem Körper aber überhaupt mal wieder das Gefühl von Tiefenentspannung zu geben und konkrete körperliche Leiden zu beseitigen, eignen sich Dinge wie Yoga, Meditation oder Massagen.

Insbesondere die jahrtausendalte Fußreflexzonen-Massage soll Allheilmittel gegen diverse körperliche Beschwerden wie Rücken- und Gelenkschmerzen, Magen- oder sonstigen Organprobleme sein.

Worauf beruht die Fußreflexzonenmassage und was sagt die Wissenschaft dazu? Wir haben es uns genauer angesehen und es selbst ausprobiert.

Was sind Fußreflexzonen?

Reflexzonen bezeichnen Körperbereiche, welche durch Wechselwirkungen entweder diagnostisch Auskunft über den Gesundheits-/ Krankheitszustand von Organen geben oder therapeutisch für Akupressur, Akupunktur und Reflexzonenmassage nutzbar sind.

Dabei sind die Fußreflexzonen mehr oder weniger genau definierte Flächen an den Füßen des Menschen. Jede Zone steht dabei für ein oder mehrere bestimmte Organe, mit denen sie in Verbindung stehen sollen. Die Füße gelten dabei sozusagen als Atlas für die Körperorgane, dessen Reflexzonen unter anderem mit …

  • Kopf und Gehirn
  • Augen und Ohren
  • Nebenhöhlen
  • Hüftknochen
  • Wirbelsäule
  • Unterer Rücken
  • Bauchspeicheldrüse
  • Magen und Solar Plexus
  • Schilddrüse
  • Leber
  • Herz

… und anderen Körperteilen verbunden sein sollen.

Eine einheitliche Definition der Zonen gibt es allerdings nicht. Teils widersprechen sich die Abbildungen sogar. Generell kann man sich aber an folgender Abbildung gut orientieren:

fussreflexzonen-therapie

Dabei basiert die Reflexzonenbehandlung auf der Annahme, dass der Körper durch Nervenbahnverbindungen über bestimmte Hautflächen (Reflexzonen) mittels Reizen zu anderen Körperregionen und inneren Organen Anspannungs- oder Entspannungs-„Befehle“ weiterleiten kann.

Insbesondere die Fußreflexzonenmassage ist daher eine etablierte Wellness-Massage und findet Anwendung in der Alternativmedizin, weil die Füße die Endpunkte dieser Nervenbahnen „verkörpern“ sollen. So wird die Massage der Fußreflexzonen vorbeugend, therapiebegleitend oder auch nur zur Verbesserung des Wohlbefindens angewendet.

Als grobe Orientierung lässt sich zusammentragen, dass die Reflexzonen beinahe schon chronologisch verlaufen, wobei die Zonen für Kopf, Gehirn und Zähne sich auf den Zehen befinden und die Verknüpfung zum unteren Rücken, dem Gesäß und dem Knie auf der Ferse zu finden sind. Zwischen Fußballen und Ferse befinden sich dann die Körperregionen zwischen Brust, Magen und Unterleib.

Interessanterweise sind Gallenblase und Blinddarm sowie Milz und Herz auf jeweils unterschiedlichen Füßen verteilt. Das ist größtenteils insofern begründet, als dass Herz und Milz sich in der linken Hälfte des Köpers befinden und somit auch hinsichtlich der Fußreflexzonen auf dem linken Fuß ihre Verknüpfung haben. So verhält es sich entgegengesetzt auch mit Gallenblase und Blinddarm in Bezug auf den rechten Fuß.

Weitere Reflexzonen sollen am Rücken, an der Hand, an der Nase, am Ohr und am Schädel sein. [2] [3]

Woher kommt die Fußreflexzonenmassage und wofür ist sie gut?

Die Fußreflexzonenmassage hat, wie viele Vertreter der alternativen Medizin, ihren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin. Denn auch sie lehrt Massagetechniken auf der Grundlage eines Energiesystems und eines natürlichen Energieflusses im Körper.

Entstanden ist die Massage der Fußreflexzonen bei Indianern in Mittel- und Nordamerika. Anfang des 20. Jahrhunderts lernte der amerikanische HNO Arzt William Fitzgerald diese Massagetechnik kennen und entwickelte sie weiter.

In Europa verbreitete sich diese Massagekunst erst in den 1930er Jahren durch die Masseurin Eunice Ingham, deren Schülerin Hanne Marquardt die wohl bedeutendste deutsche Vertreterin auf diesem Gebiet ist.

Sie lehrte viele Therapeuten die Fußreflexzonenmassage, bei der über bestimmte Griffe am Fuß deren Durchblutung gefördert und Reize an die entsprechenden Körperregionen weitergeleitet werden.

Auch heute wird die Behandlung für Fußreflexzonen noch eingesetzt, um Kopfschmerzen, chronische Krankheiten, Stress sowie Verdauungs- oder Kreislaufproblemen entgegenzuwirken. Dabei wird gezielt Druck auf die Zonen des Fußes ausgeübt, der je nach Beschwerde etwa eine halbe Minute lang auf der dazugehörigen Stelle verrichtet wird.

Bei dieser manuellen Behandlungstechnik sollen bei richtiger Durchführung folgende Wirkungen eintreten können:

  • den Lymphabfluss der Gliedmaßen fördern
  • die körperliche Verfassung stärken
  • das Abwehrsystem verbessern
  • Muskelverspannungen lösen
  • Schmerzen lindern
  • Funktionsstörungen von Organen beheben
  • einen besseren Schlaf ermöglichen

Aufgrund der vielseitigen Wirkung und der Nervenbahnvernetzung der Füße mit dem ganzen Körper, soll die Fußreflexzonenmassage beispielsweise bei diesen Erkrankungen erfolgreich therapeutisch anwendbar sein:

  • Migräne
  • Asthma
  • Schlaflosigkeit
  • Hormonstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Parkinson
  • Lymphödem
  • Erschöpfung
  • multiple Sklerose
  • Arthritis
  • Beschwerden in den Wechseljahren [4]

Da die Massage der Fußreflexzonen teilweise sehr intensiv sein kann (hohe Druckausübung), sollte man bei den folgenden Umständen und Beschwerdebildern lieber von einer Behandlung absehen, um Risiken zu vermeiden:

  • Gelenk- oder Knochenprobleme an den Füßen
  • Fußpilz
  • offene Verletzung am Fuß
  • diabetischer Fuß
  • Risikoschwangerschaft
  • Psychose
  • Morbus Sudeck im Stadium I oder sonstigen ernsthaften Fußverletzungen bzw. -Erkrankungen
  • akute Infektionserkrankung mit hohem Fieber [5]

Darum macht die Fußreflexzonen-Massage außerdem Sinn

„ Die Füße sind die Wurzeln, die uns tragen,
oftmals in Schuhen, die uns drücken und plagen.
Stimmt die Statik der Füße nicht,
sind Folgeerscheinungen, dass es im Knie, der Hüfte oder im Rücken
schmerzt und sticht.
Völlig treu, ganz ohne Geld,
tragen sie uns bis zu drei Mal um die Welt.
Nun sagt dieses Gedicht,
denkt an Eure Füße und vergesst sie nicht!“
– Autor unbekannt

Wenn wir laufen, tun wir das meistens in ungünstigen Schuhen. Und um die Füße kümmert Man(n) sich am wenigsten. Auch wenn viele Frauen hingegen ihre Füße sehr pflegen, haben sie dennoch häufiger Fußprobleme als Männer. So haben 85% aller Frauen Fußprobleme, meist hervorgerufen durch den Mode diktierten „High-Heels-Wahn“.

Dabei sind unsere Füße der meiste beanspruchte Teil unseres Körpers und tragen täglich bis zu 2500 Tonnen Gewicht. Nicht ohne Grund besteht unser Fuß aus knapp einem Viertel all unserer Knochen, genauer gesagt 26 an der Zahl. Seine 33 Gelenke arbeiten dabei mit jeweils 60 Muskeln sowie 100 Bändern und 200 Sehnen bei jedem Schritt zusammen.

Wusstest Du:
Beim Tragen von High-Heels setzt eine 60 kg schwere Frau ihre Ferse einem 28mal so hohen Druck wie ein 2,6 t schwerer Elefant jedem seiner Füße aus. [6]

Nun hat sich der Mensch aber nicht über Jahrmillionen entwickelt um auf Beton oder in nicht-ergonomischem Schuhwerk zu laufen. Die Folge ist, dass sich die Füße ungesund verformen, die stabilisierenden Muskeln sich zurückentwickeln und wir Schmerzen in den Füßen haben.

Womöglich entstehen hierdurch auch viele andere Probleme wie eine schlechte Körperhaltung oder Rückenschmerzen. Trotzdem gibt es noch viele Menschen, die sich zu wenig bewegen und die von der WHO empfohlen täglichen 10.000 Schritte nicht schaffen.

fussreflexzonen-mit-richtigem-schuhwerk-gegen-fussprobleme

Füße sind das Spiegelbild Deiner Gesundheit. Kümmere Dich mehr um sie und beachte folgende Tipps.

Was den Füßen gut tut Was den Füßen schadet
  • Regelmäßig das Schuhwerk wechseln
  • Viel Barfuß laufen, am besten auf Sand
  • Füße regelmäßig hochlegen
  • Durchblutung anregen durch Massagen oder Akupressur
  • Gehen auf hartem Untergrund
  • unergonomische oder zu hohe Schuhe
  • ungleichmäßige Belastung der Füße
  • Langes Stehen und generell wenig Bewegung

Aus dieser Sicht betrachtet scheint eine Fußreflexzonenmassage also definitiv sinnvoll zu sein. Denn entspannte und starke Füße sind die Basis für einen gesunden Körper, unabhängig davon, ob die Massage der Fußreflexzonen tatsächlich langfristige Wirkungen hat oder nicht. Doch wie sieht das Ganze wissenschaftlich betrachtet aus?

Das sagt die Wissenschaft zur Fußreflexzonen-Massage

Nacken verspannt, Nerv eingeklemmt oder Magen-Darm-Probleme? Hier soll die Fußreflexzonen-Massage dabei helfen Schmerzen zu lindern, die Durchblutung anzuregen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Obwohl tatsächlich eine wohltuende und durchblutungsfördernde Wirkung von der Fußreflexzonenmassage ausgeht und sogar viele Menschen auf die Behandlung schwören, gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen oder anatomischen Belege für die Fußreflexzonen, so Andreas Michalsen, Professor für Naturheilkunde an der Berliner Charité.

Die beruhigende und verspannungslösende Wirkung ist hierbei auf die Vielzahl an Nervenrezeptoren an den Füßen zurückzuführen. Die angstlösende, beruhigende und ermüdende Wirkung konnten auch Studien belegen.

Auch wenn die Wissenschaft die Existenz der Reflexzonen an den Füßen nicht bestätigen kann, sind durch die Vielzahl an Fußnerven und natürlich auch aufgrund möglicher Placebo-Effekte, bei mehreren Studien über die Fußreflexzonenmassage folgende Wirkungen aufgetreten:

  • bessere Durchblutung der Nieren und des Darms
  • Verbesserung der Beweglichkeit des Kniegelenks bei Kniearthrose
  • Schmerzreduktion im Allgemeinen
  • Stressreduzierung durch Tiefenentspannung

Christine Uhlemann (ehemalige Leiterin des Jenaer Kompetenzzentrums, Leiterin einer Studie über die Fußreflexzonenmassage) glaubt, dass die Wirkungen durch die Massage und Akupressur der Füße weniger auf Nervenverbindungen zu den Organen zurückzuführen ist, sondern eher aus Verbindungen über Faszien bestehen. [7]

Auch wenn die Fußreflexzonenmassage daher möglicherweise besser als Fußfaszienmassage bezeichnet werden sollte, haben wir sie aufgrund der positiven Erfahrungswerte getestet.

Eigene Erfahrung mit der Fußreflexzonenmassage

fussreflexzonenmassage

Da es meiner Freundin eher um die spürbare Wirkung als um wissenschaftliche Validierung ging, hatten wir beschlossen es einmal zu probieren. Und so lag sie schon am nächsten Tag auf der Pritsche einer Therapeutin für Fußreflexzonenmassage.

Zu Beginn wurden die Füße untersucht. Dabei hat sie durch feinfühliges Tasten die Füße auf Druckstellen, Schwellungen und Abweichungen der Fußform untersucht. Auch Schweißbildung und Hauttemperatur haben Auskunft über den Gesundheitszustand gegeben.

Anschließend begann sie mit der konkreten Massage der Fußreflexzonen. Durch Streichen und bestimmte Griffe hat sie die ihrer Meinung nach notwendigen Stellen bearbeitet. Faszinierend dabei war, dass sie exakt die Stellen für Magen und Darm (laut Fußreflexzonen-Karte) intensiver behandelt hat, ohne dass wir sie darauf hingewiesen hatten. Diese Stellen schmerzten bei Druckausübung auch recht stark.

Die verschiedenen Griffe sollen dabei je nach Anwendungsgrund anregend oder beruhigend auf die entsprechenden Organe wirken.
Die Fußreflexzonenmassage dauerte 25 Minuten und hat in unserem Fall 30€ für diese eine Sitzung gekostet. Und tatsächlich war meine Freundin danach sehr entspannt, hat sich belebt und frisch gefühlt.

Dass ihre Magenprobleme davon nicht sofort und dauerhaft verschwinden würden, war uns klar. Denn die Ursache ist ja auch Stress. Dennoch meinte sie selbst, dass sie seit langem nicht mehr so entspannt (körperlich wie psychisch) war.

Nun können sich die wenigsten wöchentliche Fußreflexzonenmassagen leisten. Daher haben wir recherchiert, welche kostengünstigeren Alternativen es gibt.

3 Möglichkeiten der Fußreflexzonenmassage ohne teure Behandlung

1

Akupressurmatte für Rücken und Fußreflexzonenmassage

Die einfachste Variante seine Füße selbst zu massieren und die Durchblutung zu fördern, ist über eine Akupressurmatte. Dabei förderst du die Durchblutung Deiner Füße, löst Verspannungen und Schmerzen und trainierst gleichzeitig noch Deine Fußmuskeln.

Die Ergotopia Akupressurmatte – Dein persönlicher Masseur
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Die neue Ergotopia Fußreflexzonenmatte beugt Verspannungen effektiv vor und kann bei Rückenschmerzen gezielt helfen!

Die Massagematte eignet sich aber auch hervorragend um darauf zu liegen und nach einem stressigen Arbeitstag den Rücken zu entspannen. Ich bekomme sogar etwas Gänsehaut, wie bei einer richtigen Massage, wenn ich mich auf die Akupressurmatte lege. 🙂

2

Fußreflexzonen selbst oder vom Partner massieren lassen

Am besten ist es natürlich, wenn man einen Partner oder guten Freund zur Seite hat, der einem die Füße massiert. Die muss man aber erst mal haben – und selbst wenn: die Mehrheit würde wahrscheinlich lieber abgelaufene Hühnersuppe mit Dir schlürfen, als Deine Füße zu massieren. Ausnahmen gibt es natürlich immer 😉

Wenn Du das Glück einer solchen Ausnahme hast, dann frag sie oder ihn doch, ob er dir nach folgender Video-Anleitung mit einer Fußreflexzonen-Massage bei Deinen Rückenschmerzen helfen kann:

Meistens wird es aber so sein, dass Du Dir die Füße wohl selbst massieren musst. Da eine detaillierte Beschreibung für jede einzelne Zone hier den Rahmen sprengen würde, konzentrieren wir uns auf ein paar wesentliche Bereiche, die für Dein Wohlbefinden besonders wichtig sind.

Überschlage zunächst den zu massierenden Fuß über das gegenüberliegende Bein und setze ihn mit der Wadenaußenseite über dem Knöchel auf dem anderen Oberschenkel auf, sodass die Fußsohlen mit der „Landkarte“ aller Fußreflexzonen leichter für Deine Hände zu erreichen sind. Der linke Fuß wird also über den rechten Oberschenkel gelegt und anschließend mit den Händen fixiert. Nach der Massage wechselst Du einfach die Seiten.

Fußreflexzonen Selbstmassage

Um mit der Massage zu beginnen, hältst Du den Fuß mit beiden Händen fest, sodass Deine Fingerspitzen den Fußrücken umgreifen und Deine Daumen an der Reflexzone platziert werden, welche massiert werden soll. Jetzt übst Du zunächst leichten Druck mit dem Daumen aus und streifst sie anschließend auseinander – in etwa wie zwei Flussarme, die gespiegelt voneinander in entgegengesetzte Gewässer fließen.

Den Druck darfst Du hierbei ruhig stufenweise erhöhen. Alternativ kannst Du währenddessen auch kreisende Daumenbewegungen in die Massage mit einbauen. Das ist letztendlich Dir überlassen – je nachdem, was am besten für Dich selbst funktioniert.

Tipp: Massiere die Unter- und Außenseite Deiner Zehen, um die Linderung von Kopfschmerzen zu unterstützen und Verspannungen in Kiefer und Nasennebenhöhlen zu reduzieren. Rückenschmerzen, die sich von Wirbelsäule bis zum Steißbein erstrecken, kannst Du durch die Massage der Ferseninnensohlen verringern. Bei Darm- und Verdauungsproblemen massierst Du die Zone zwischen Fußsohle und Ferse. Dadurch wird außerdem die Verbindung zu Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle ausgelöst.

3

Fußreflexzonenmassage durch mehr Barfuß gehen

Es ist natürlich vorteilhaft, über die Fußreflexzonen Bescheid zu wissen und sie – je nach Beschwerde – entsprechend massieren zu können. Mindestens genauso wichtig dürfte aber sein, bereits im Vorfeld etwas für die Gesundheit der Füße zu tun und präventiv dafür zu sorgen, sie gut zu durchbluten und ihnen reichlich „Luft zum Atmen“ zu gewähren.

Um Dir zu verdeutlichen, warum Dir Barfuß laufen einen epochalen Gesundheitsschub verleihen kann, hier ein kurzer Abstecher ins Jahr 1960 nach Rom.

Kurz vor der olympischen Marathonentscheidung stellte sich heraus, dass die Schuhe des Äthiopiers Abebe Bikila komplett durchgelaufen waren. Leider ließ sich allerdings in der ganzen Stadt kein vernünftiger Ersatz finden.

Wie in seiner Heimat üblich, entschied sich Bikila, barfuß zu laufen. Das Resultat war, dass er in Weltrekordzeit Gold gewann.

Auch viele Studien kommen zu dem Ergebnis, dass man barfuß um einiges schneller ist. Da wundert man sich doch, warum Leitathleten dennoch mit Laufschuhen trainieren und nicht barfuß?!

Das liegt daran, dass die meisten professionellen Laufschuhe sehr leicht, auf die Füße abgestimmt und ohne Fersenerhöhung sind. Die meisten Alltagsschuhe hingegen sind das komplette Gegenteil und der Grund für die modernen Fußdeformationen wie Knick-, Senk- oder Spreizfüße, weil viele kleine und große Fußmuskeln fast gar nicht mehr trainiert werden. [8]

Kommen wir nun direkt zu ein paar wertvollen Tipps, wie Du Deine Fußreflexzonen schonen kannst und gesunde Füße bekommst, die Dich möglichst ein Leben lang tragen werden.

  1. Laufe regelmäßig barfuß
    Fange jetzt direkt an und trainiere Deine Fußmuskeln mit regelmäßigem Barfußgehen. Übertreibe es zu Beginn aber nicht, da auch Überlastung zu Schmerzen und Fehlhaltungen führen kann.

  2. Achte auf das richtige Schuhwerk
    Um Deine Füße einem gesunden Fußklima auszusetzen, sollten Deine Schuhe aus möglichst natürlichem Material mit mikrofeinen Luftlöchern bestehen, die weniger Fußschweiß generieren.
    Außerdem solltest Du genug Bewegungsfreiraum haben, besonders an den Zehen. Um die venöse Durchblutung Deiner Füße zu fördern, solltest Du zudem darauf achten, ob das Schuhwerk die Abrollfunktion von Ferse zu Fußballen unterstützt.
  3. Mach die Zehengreifer-Übung
    Bei der Zehengreifer-Übung (manchmal auch Zehenkrallen genannt) greifst Du mit den Zehen nach kleinen Gegenständen und begünstigst dadurch die Beweglichkeit Deiner Zehen, stärkst die Muskulatur um Deine Fußmittelknochen herum und förderst die Durchblutung.
    Dabei kannst Du zum Beispiel nach Würfeln oder Murmeln greifen, die Du nacheinander mit den Zehen aufhebst, für kurze Zeit in der Luft zusammenpresst und dann wieder ablässt.
  4. Übe die die Fußsohlenrolle
    Eine weitere Möglichkeit, Deine Fußreflexzonen auf entspannte Art und Weise zu stimulieren, ist das Abrollen Deiner Fußsohlen auf kleinen Bällen oder speziell dafür hergestellten Massagerollen. Besonders gut geht die Fußsohlenrolle mit einm Igelball.

Fazit: Die Fußreflexzonenmassage stimuliert Körper und Geist und sorgt für Entspannung, ohne zu 100% wissenschaftlich fundiert zu sein.

Fußreflexzonen beschreiben die verschiedenen Körperteile im menschlichen Organismus und können durch gezieltes Massieren verschiedener Druckpunkte zu mehr Entspannung beitragen und die Durchblutung fördern. Um die Gesundheit Deiner Füße vorbeugend zu unterstützen, solltest Du dabei auf das richtige Schuhwerk achten oder regelmäßig Übungen wie den Zehengreifer ausführen.

Andererseits kannst Du auch Fußmassagerollen oder Igelbälle zur Stimulation Deiner Fußsohlen benutzen – oder Du machst es Dir noch einfacher und stellst Dich auf eine Akupressurmatte, um wohltuende Entspannung genießen zu können.

Natürlich schadet es auch nicht, Deine Schuhe öfter mal auszuziehen und barfuß zu laufen. Ansonsten wünsche ich Dir, dass Du Deinen eigenen Weg gehen wirst – und das möglichst mit gesunden Füßen, die Dich dabei unterstützen.

Welche Übungen machst Du am liebsten, um Deine Füße fit und vital zu halten? Ich bin gespannt auf Deine Antwort in den Kommentaren! 😉

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[1] https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/726330/Datei/2937/TK-Studienband-zur-Stressumfrage.pdf
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Reflexzonenmassage
[3] Chang, David (2009): Das große Buch der Massagetechniken, 1. Aufl., München, Bassermann, S. 67.
[4] http://www.onmeda.de/behandlung/fussreflexzonenmassage-geschichte-6230-2.html
[5] http://www.onmeda.de/behandlung/fussreflexzonenmassage-risiken-6230-6.html
[6] http://www.dr-mueck.de/Wissenschaftsinfos/Fuss-Fakten.htm
[7] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/fussreflexzonenmassage-die-wohltuende-wirkung-der-drucktherapie-a-927248.html

[8] https://www.welt.de/gesundheit/article126778690/Barfusslaufen-ist-Doping-fuer-die-Fuesse.html

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von Marco Weber

Marco ist Personal- und Business-Coach, Blogger und Musiker. Seine kreative Leidenschaft, sich durch Worte auszudrücken und aus Nichts Etwas zu schaffen verknüpft er mit der Hingabe und Willenskraft, seine Mitmenschen mit mehr Bewusstheit und inspirierenden Perspektiven durch ein gesünderes, produktiveres und glücklicheres Leben zu begleiten.

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