Schmerzfrei durch Gymnastik – wie Du mit zeitsparenden Übungen mehr Abwechslung und Gesundheit in Deinen Tag bringen kannst

Beitragsbild für Ergotopia-Artikel über Gymnastik

Wenn Du an den Begriff Gymnastik denkst, erinnerst Du Dich vielleicht zurück an alte Zeiten aus dem Sportunterricht. Mit überaus positiven Emotionen ist dieser nostalgische Schwenk in die Vergangenheit meistens nicht befleckt. Grund dafür sind oft die alt eingesessenen Bewegungsmuster sowie eintönige Übungen, die eher demotivierend als erheiternd sind.

Es muss doch heutzutage auch abwechslungsreiche Übungen geben, die nicht nur zu einem schmerzfreien und gesunden Alltag beitragen können, sondern obendrein noch Spaß machen. Falls Du ähnliche Gedanken bereits hattest, kann ich Dich beruhigen. Die gibt es. In diesem Artikel werden sie Dir vorgestellt.

Außerdem erfährst Du weitere spannende Einblicke, wie z.B.:

  • verblüffende Fakten und Zahlen zur Gymnastik
  • warum Sportler und Büroarbeiter gleichermaßen von der Gymnastik profitieren
  • wann und wie Du Gymnastik im Alltag anwenden solltest
  • 7 abwechslungsreiche Übungen, die wenig Zeit rauben und Dir mehr Rundum-Gesundheit ermöglichen können

Es muss es nicht immer der anstrengende Ausdauerlauf im kühlen Freien sein, der Dich fitter und beweglicher macht. Auch die passenden Gymnastikübungen für die eigenen vier Wände können Deinen Stoffwechsel anregen und Dir schmerzfreie Muskeln und Gelenke bescheren.

Wie genau Du das praktisch für Dich umsetzen kannst, erfährst Du jetzt 😉

Überraschende Fakten und Zahlen zur Gymnastik

Grob umrissen kann Gymnastik als Sportart definiert werden, bei der körperliche Übungen zu meist medizinischen Zwecken durchgeführt werden. Andere betrachten Gymnastik als Trainingsprogramm mit einem System, das auf die Pflege, Stärkung und Ausübung der Körperkräfte abzielt.

Auch fernöstliche „Sportarten“ wie Yoga oder Tai Chi Chuan können zu Gymnastik gezählt werden, unabhängig vom kulturellen Brauch oder der Herkunft. Deshalb wird allgemein auch der Begriff „Bewegungskultur“ im Zusammenhang mit Gymnastik verwendet. [1]

Im Gegensatz zum Jogging, was etwa in den 1960er Jahren vom neuseeländischen Trainer Arthur Lydiard erfunden worden sein soll, wurde die Gymnastik laut literarischen Angaben bereits im antiken Griechenland praktiziert. [2]

Gymnastik und ihre Anfänge in Griechenland

Gymnastik soll demnach als „nacktes Üben“ beschrieben worden sein und galt als Voraussetzung, um die Schulungen „göttliche und menschliche Güter“ überhaupt antreten zu dürfen.

Zu den göttlichen Gütern zählten die Lehren Weisheit, Besonnenheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit, während die menschlichen Güter sich mit Gesundheit, Schönheit, Kraft und Reichtum beschäftigten. [3]

Wie wichtig ist unserer Gesellschaft die Gymnastik wirklich?

Auch wenn das moderne Schulsystem weit von der “Fächereinteilung” im antiken Griechenland entfernt ist, würden die meisten Lehrer unserer Zeit dem Sprichwort “In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist” wohl dennoch zustimmen. Kein Wunder also, dass die Gymnastik auch heute noch Gebrauch in unserer Gesellschaft findet.

Erschreckenderweise zeigen Studienergebnisse allerdings, dass ca. 60% der Deutschen bei einer Befragung angaben, nie oder nur selten Gymnastik in Ihrer Freizeit zu praktizieren. [4]

Gleichzeitig hat eine durch den Bundesverband der Yogalehrenden (BDY) in Auftrag gegebene Studie feststellen können, dass Deutschland über 2,7 Millionen Yoga-Praktizierende zählt. Im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl praktiziert also jeder 30te regelmäßig Yoga in Deutschland. [5]

Frau, die am Meer Gymnastik macht

Da Yoga auch zu einer Teilrubrik von Gymnastik gezählt werden kann, lässt sich vermuten, dass Modewörter entweder sehr gut in unserer Gesellschaft „ziehen“ oder die Fragen zu den Studienergebnissen unvorteilhaft gestellt wurden.

Was auch immer letztlich der Fall ist – es scheint eine berechtigte Masse an Menschen zu geben, die regelmäßig ihre bevorzugte Form der Gymnastik durchführt, um mehr körperliches und geistiges Wohlbefinden zu erfahren.

Warum Gymnastik für Sportler und Büroarbeiter gleichermaßen wichtig sein kann

Betrachtet man sich die positiven Auswirkungen von regelmäßigen Gymnastikübungen, ist das auch leicht nachvollziehbar. Zu den Vorteilen der Gymnastik zählen unter anderem:

  • Anregung des Kreislaufs
  • Fördern der Durchblutung
  • präzise Wirkung bei bestimmten Körperregionen
  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Ausgleich angeborener oder erlernter Funktionsschwächen im Stütz- und Bewegungsapparat
  • Vorbeugung für Sportverletzungen
  • Unterstützung der Regenerationsfähigkeit
  • Förderung des psycho-physischen Wohlbefindens (Entspannung)
  • geschmeidigere und kräftigere Gelenke
  • [14] [15]

Gerade in der reizüberfluteten und doch bewegungsärmeren Gesellschaft von heute scheinen Trainingskonzepte wie Gymnastik und Yoga immer wichtiger zu werden. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Gymnastikübungen wenig zeitaufwändig sind und praktisch zu jeder Tageszeit durchgeführt werden können.

Selbst im Büro lassen sich in Kurzpausen effektive 5 bis 10-Minuten-Einheiten bewerkstelligen, die Dir einen zusätzlichen Energieschub während der Arbeitszeit verpassen können.

Warum Gymnastik eine willkommene Abwechslung ist

Durch statisches Sitzen und allgemeinen Bewegungsmangel verspannen unsere Muskeln, was zu verklebten Faszien (feines Bindegewebe im Körper) und muskulären Dysbalancen führen kann. Durch Gymnastik können verklebte Faszien wieder gelöst und die körperliche Beweglichkeit zurückerlangt werden.

Neben der Zeitersparnis brauchst du bei der Gymnastik außerdem meist keine anderen Trainingsmittel als Dein eigenes Körpergewicht. Schließlich bieten die verschiedensten Gymnastikübungen eine willkommene Abwechslung zu herkömmlichen Sportarten.

Gerade für Menschen, die sich beim eintönigen Ausdauerlauf schnell langweilen, empfiehlt sich Gymnastik als erprobte Alternative.

Athletische Frau macht Gymnastik Übungen

Darüber hinaus konzentriert sich die Gymnastik nicht nur auf Muskelkraft und Kondition. Auch ein Mehr an Koordination, ein verbessertes Gleichgewicht und eine gesündere Körperhaltung werden dadurch bewirkt.

Bestenfalls kombinierst Du Cardio- und Gewichttraining natürlich mit Gymnastik. Auf diese Weise ergänzt Du den Audauer- und Kraftsport gewinnbringend und kannst unangenehmen Verletzungen entgegenwirken. [6]

Fehlt Dir der Antrieb? Unser Artikel über „Sport Motivation“ verrät Dir, wie Du Dich in 5 Schritten zu mehr Bewegung motivieren kannst!

Da die Bewegungsabläufe der Gymnastik auf eine Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit, der körperlichen Flexibilität und dem Rundum-Wohlbefinden abzielen, spricht man fachlich auch des Öfteren von der der sogenannten Heilgymnastik.

Dabei unterscheidet man zwischen passiven, assistiven, aktiven und resistiven (auf Druck reagierende) Bewegungsübungen. [7] Dann gibt es noch auf spezielle Muskelgruppen ausgerichtete Gymnastik, wie z.B. die Rückengymnastik oder Wirbelsäulengymnastik.

Patienten der Physiotherapie werden oft mit passiven und assistiven Gymnastikübungen vertraut gemacht, da diese meist mithilfe von Geräten (auch im Fitnessstudio) oder durch manuelle Unterstützung (Assistenz) vom Physiotherapeuten durchgeführt werden. [8][9]

Da im Berufsalltag nicht rund um die Uhr ein Physiotherapeut an Deiner Seite stehen kann und Du Dir die Kosten für diesen durch ein Fünkchen Selbstdisziplin mitunter sparen kannst, konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf aktive Bewegungsübungen, die Du in Deine alltägliche Routine einbetten kannst.

Wann solltest Du Dir am besten Zeit für Gymnastik nehmen?

Auch wenn das plump und abgestumpft klingen mag: Wann immer es möglich ist! Es gibt allerdings zwei Denkanstöße, nach denen Du Dich orientieren kannst.

  1. Du orientierst Dich an Deinen persönlichen Zielen
  2. Du fokussierst Dich auf die Schmerzintensität

Was ist damit gemeint? Es ist ein Unterschied, ob Du Dich praktisch mit Gymnastik auseinandersetzen willst, um Deine sportlichen Leistungen zu verbessern oder ob Du nur ein bisschen beweglicher und agiler im sonst so bewegungsarmen Alltag sein möchtest.

Bist Du bereits ambitionierter Sportler und bewegst Dich ausreichend, können Gymnastikübungen als Aufwärmprogramm dienen. Dadurch können sie Dich belastbarer und leistungsstärker während des Trainings machen.

Willst Du allerdings Deine Verletzungsanfälligkeit minimieren, ist es eher ratsam, Deine Muskulatur durch langes Dehnen nach dem Training zu stimulieren.

Wie Du mit Gymnastik Deine Morgensteifigkeit loswerden kannst

Vielleicht willst Du aber einfach „nur“ ein bisschen fitter in den Berufsalltag starten und etwas gegen Deine Morgensteifigkeit tun. In diesem Fall solltest Du früh morgens Gymnastik machen – am besten noch vor dem Duschen oder dem Frühstück.

Das hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn Du nachts gesund schlafen konntest, besitzt Du nach dem Erwachen im Regelfall einen verhältnismäßig niedrigen Glykogenspeicher.

Wenn Du nun mit Gymnastikübungen Deinen Stoffwechsel anregst, greift Dein Körper verstärkt auf Deine Fette als Energielieferant zurück, weil die letzte Nahrungsaufnahme vor dem Schlafengehen erfolgt ist. [10] [11]

Dadurch kurbelst Du Deinen Kreislauf an, erzielst eine bessere Fettverbrennung und kannst vitalisiert in den Tag starten. Eine passende Übung zur Morgengymnastik findest Du weiter unten.

Höre auf das „Signal“ Deiner Schmerzen

Abseits dessen kannst Du Dich an Deiner Schmerzintensität orientieren. Wann schmerzen welche Muskeln und Gelenke am meisten während Deiner typischen Tagesroutine? Wenn Du beim Arbeiten z.B. nach längerem Sitzen intensive Rücken- und Nackenschmerzen bekommst, wäre ein 10-Minuten-Gymnastik-Programm in der Mittagspause ratsam.

Es empfiehlt sich also, Dir über Deine gesundheitlichen Ziele klar zu werden und zu „erspüren“, wann Deine Schmerzen am intensivsten sind. Mit den folgenden 7 Übungen kannst Du Dir Deine persönlichen Favoriten rausziehen, die Du dann nach Deinem Belieben in den Alltag einbetten kannst. Viel Spaß dabei!

7 abwechslungsreiche und kurzweilige Gymnastik Übungen für Deinen gesunden Alltag

1

Der Halbmond – Gymnastik für den Nacken

Fangen wir dort an, wo wir normalerweise die meiste Energie verbrauchen – im Kopf. Ein verspannter Nacken ist gerade für Büroarbeiter oder Menschen mit verstärkter Sitztätigkeit keine Seltenheit. Durch die kontinuierlich aufgerichtete Halswirbelsäule kann es mitunter zu einem HWS Syndrom kommen.

Umso wertvoller ist es, die folgende Übung gegen Nackenverspannungen öfter in Deinen Tagesablauf zu integrieren. Dafür brauchst Du nur wenige Minuten aufopfern, sodass Du die Übung auch „zwischendrin“ mal in Minipausen durchführen kannst.

Der Name der Nackenübung verrät bereits, nach welchem Bewegungsmuster sie verläuft. Lege Deinen Kopf zunächst nach unten, sodass Dein Kinn beinahe die Brust berührt. Von dieser Position ausgehend bewegst Du den Kopf nun Richtung Schulter, bis diese in etwa auf der Höhe Deines linken Ohrs ist. Verharre kurz für circa 5-6 Sekunden in dieser Position.

Danach bewegst Du Deinen Kopf wieder zurück in die Ausgangssituation und machst mit der rechten Seite weiter, bis das rechte Ohr wieder auf Höhe der rechten Schulter ist.

Die kurzen Pausen zwischen dem Richtungswechsel sorgen für eine gezielte Dehnung im hinteren Nacken. Achte also auch darauf, den Kopf nicht zu kreisen, sondern nur bis Höhe der Schultern zu drehen.

Daher auch der Name „Halbmond“. Außerdem solltest Du unbedingt auf einen langsamen, bewussten Bewegungsablauf achten, damit Du Dir nicht unnötig empfindliche Halswirbel verrenkst.

2

Seitliche Streckung für mehr Beweglichkeit

In diesem Video siehst Du eine Übung, die prima als morgendliche Gymnastik durchgeführt werden kann und gleich mehrere Muskelgruppen anregt. Neben einem Mehr an Flexibilität trainierst Du mit dieser Übung auch gleichzeitig Dein Gleichgewicht.

Achte zunächst auf einen breiten, sicheren Stand. Dafür solltest Du Deine Beine mindestens 1,5 Schulterbreiten voneinander entfernt aufstellen. Fahre nun mit der rechten Hand das rechte Bein runter, bis Du in etwa auf der Höhe der Knie angekommen bist. Gleichzeitig streckst Du Deinen linken Arm nach oben, sodass er mit dem rechten Arm eine gedachte Linie bildet.

Führst Du die Übung richtig aus, dürfest Du sowohl in der seitlichen Rumpfmuskulatur, als auch in der Innenseite Deines Oberschenkels eine Dehnung spüren, da beide Muskelgruppen mit dieser Übung stimuliert werden. Auch Deine Schultern werden durch das Hochstrecken der Arme beansprucht.

Gerade morgens empfiehlt sich diese Übung also, um durch gezielte Dehnung Deine Durchblutung zu fördern und sowohl Beine als auch Rumpf- und Schultermuskulatur zu aktivieren.

3

Die 5-Minuten-Morgen-Gymnastik

Wie versprochen gibt es hier nun sehr einfache und doch sehr wirksame Gymnastikübungen, die Du perfekt in Deine Morgenroutine integrieren kannst. Am besten führst Du diese Morgengymnastik direkt nach dem Aufstehen durch. Nimm Dir lediglich 5 Minuten Zeit dafür.

Du wirst spüren, welchen Unterschied es sowohl für Deine Energie als auch für Deinen Laune macht, wenn Du Dir ersten 5 Minuten des Tages Zeit nimmst, Deinen Körper gezielt zu aktivieren. Und jetzt mal ehrlich, 5 Minuten hast auch Du.

Darüber hinaus haben Wissenschaftler festgestellt, dass regelmäßige Bewegung – selbst in kleinen Rationen – verstärkte Mengen vom Protein „BDNF“ bildet, was Deine Gehirnfunktionen verbessern, das Wachstum neuer Neuronen begünstigen und Endorphine ausschütten soll. [12] [13]

Widmest Du Dich also 5 Mal die Woche jeden Morgen dem 5-Minuten-Gymnastik-Programm, macht es Dich längerfristig beweglicher, gesünder und vor allem auch leistungsstärker und produktiver. Wenn Du jetzt immer noch nicht Deinen Stoffwechsel anregen möchtest, weiß ich auch nicht weiter 😉

4

Gymnastik für den unteren Rücken

Die Lendenwirbelsäule gehört zu dem am meisten beanspruchten Teil der Wirbelsäule und kann schlimmstenfalls einen Bandscheibenvorfall bewirken. Regelmäßig Schmerzen im unteren Rücken zu haben, gehört allerdings genauso zur Tagesordnung vieler Menschen.

Mit dieser Übung kannst Du Deinen unteren Rücken wunderbar trainieren. Gleichzeitig sorgst Du damit für straffere Oberschenkel und einen starken Po. Beginne die Übung im Vierfüßlerstand. Nimm Dir dabei beide Beine einzeln vor. Strecke das jeweilige Bein nach hinten aus und ziehe es anschließend wieder zurück bis zur Brust.

Wiederhole diese abwechselnden Bewegungen circa 10 Mal und wechsle dann zum anderen Bein. Stelle bei dieser Gymnastik-Übung sicher, eine geeignete Matte oder wenigstens einen dünnen Teppich als Untergrund zu haben. Außerdem empfiehlt sich, das ruhende Bein bei jedem neuen Wechsel zusätzlich durch ein kleines Handtuch zu polstern, welches Du unters Knie legst.

Denke auch hier wieder daran, nicht überstürzt vorzugehen und führe die Übung langsam aus.

5

Gymnastik für die Hüfte

Auch die Hüfte sollte bei den Gymnastikübungen nicht zu kurz kommen. Wenn Du über 7 Stunden pro Tag mit Sitzen verbringst, ist vor allem auch die Muskulatur rund um Dein Gesäß besonders anfällig für Verspannungen. Deshalb sollte es Dir ein Anliegen sein, es mit gezielten Dehnübungen wieder flexibler zu machen.

Wie Du im Videoausschnitt zu sehen bekommst, werden auch hier wieder beide Beine abwechselnd zur Dehnung angesetzt. Während Du mit dem Rücken auf dem Boden liegst, ziehst Du Dein linkes Bein angewinkelt zur Brust und umfasst es dabei stützend mit Deinen Händen.

Das andere Bein bleibt möglichst durchgestreckt. Auf diese Weise öffnest Du Deinen Hüftbeuger und kannst außerdem den Psoas Muskel stärken, was Dich weniger anfällig für Rückenschmerzen macht und Dein Rundumwohlsein verbessert.

Halte die Dehnung für etwa 20-30 Sekunden und gehe dann zum anderen Bein über. Achte darauf, dass das ruhende Bein wieder ausgestreckt auf dem Boden bleibt. Wiederhole den Vorgang mit beiden Beinen 3 Mal. Wenn Du danach aufstehst, wirst Du Dir bereits viel „geschmeidiger“ und geerdeter in der Beckenregion vorkommen.

6

Gymnastik mit der Faszienrolle

Wie weiter oben bereits ausgeführt wurde, gibt es neben der aktiven, assistiven und passiven Gymnastik auch noch die resistive Gymnastik, bei der die Bewegungsabläufe durch Gegendruck bewirkt werden. Durch gezielten moderaten Widerstand können dadurch Verspannungen und verklebte Faszien schnell gelöst werden.

Die Faszienrolle ermöglicht es außerdem, diesen Gegendruck an jeder beliebigen Stelle durchzuführen. Dadurch kannst Du Schmerzen zielgenau in ihrer schmerzhaftesten Region ausmachen und durch stimulierende Rollbewegungen loswerden.

Faszientraining Gymnastik

Ein weiterer Vorteil der Faszienrolle ist ihre gerillte Oberflächenstruktur, mit der Du noch tiefer ins Muskelgewebe hervordringen kannst als bei gleichflächigen Hartschaumrollen. Du kannst die leicht zu transportierende Rolle mit auf die Arbeit oder ins Fitnessstudio bringen.

Besonders bewährt hat sich die Faszienrolle als Verletzungsvorbeuger für Sportler und als Linderer für individuelle Schmerzstellen, die durch Fehlbelastungen im Alltag zustande kommen.

7

Gymnastik für die Beine

Da wir mit Gymnastikübungen für den Kopf angefangen haben, erachte ich es als sinnvoll, wenn die Beine den Abschluss bilden. Außerdem sollen sie Dich möglichst ein Leben lang tragen. Letzteres spricht natürlich eher dafür, Gymnastik für die Beine zu machen.

Die im Video gezeigte Übung eignet sich besonders dann, wenn Du Deine Beine oft beim Ausdauersport benutzt oder aber wenn Du sie praktisch gar nicht beanspruchst, da Deine Arbeit fast ausschließlich im Sitzen erledigt wird.

Darüber hinaus trainierst Du damit Dein Gleichgewicht und die Koordination, weil Du während der Übung immer mit einem Bein in der Luft auf dem Boden stehst. Steh zunächst schulterbreit mit beiden Beinen auf dem Boden. Fang dann zum Beispiel mit dem linken Bein an und hebe es abwechselnd hoch und zur Seite.

Achte darauf, dass Du zwischen dem Heben nach oben und dem Heben zur Seite eine klitzekleine Pause zwischen dem Wechsel machst. Dadurch gehst Du gezielter in die jeweilige Beanspruchung der Muskelgruppe ein und verhinderst außerdem Verrenkungen, die durch zu hektische Wechsel zustande kommen könnten.

Hebe Dein Bein etwa 10 Mal nach vorne und zur Seite, bevor Du Dich dem anderen Bein widmest. Neben Deiner Flexibilität in den Oberschenkeln stärkst Du damit auch Deine seitlichen Po-Muskeln, wie Du bei der Ausführung der Übung merken wirst.

Jetzt liegt’s an Dir. Such Dir die für Dich am besten passendsten Gymnastikübungen raus und fang an, aktiv zu werden. Dein Körper wird es Dir danken 😉

Fazit: Mit 7 zeitsparenden Übungen kannst Du Deinen Körper mithilfe von Gymnastik gesund, leistungsstark und beweglich machen

Welche Form der Gymnastik gefällt Dir am besten? Yoga, Pilates, oder doch einfach nur schlichte Dehnübungen? Für weitere Tipps bin ich gerne offen. Schreib Sie mir am besten direkt unten in die Kommentare!

In diesem Sinne: Bleib glücklich, gesund und produktiv!

Bis neulich ☼

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gymnastik
[2] http://www.independent.co.uk/news/obituaries/arthur-lydiard-688214.html
[3] www.sport-mainz.de/downloads/sportgeschichteskript.doc
[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181323/umfrage/haeufigkeit-gymnastik-in-der-freizeit/
[5] https://www.fitogram.de/pro/articles/yoga-markt-2016-yoga-in-deutschland
[6] http://www.netzathleten.de/gesundheit/lexikon/39-gymnastik
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Heilgymnastik
[8] http://www.pflegeportal-chemnitz.de/Fortis/bewpro.pdf
[9] http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-662-26157-6_3#page-1
[10] http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/23994041
[11] http://ww2.pharmazeutische-zeitung.de/?id=29803
[12] https://breakingmuscle.com/learn/bdnf-basics-7-ways-to-train-your-brain
[13] https://blog.bufferapp.com/why-exercising-makes-us-happier
[14] http://schlank-magazin.de/gymnastik-so-bleiben-sie-fit/
[15] http://www.sportunterricht.de/lksport/fugym.html

Bildcredits © Depositphotos: Maridav, EpicStockMedia, Jeanette.Dietl, undrey, nesharm,

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von Marco Weber

Marco ist Personal- und Business-Coach, Blogger und Musiker. Seine kreative Leidenschaft, sich durch Worte auszudrücken und aus Nichts Etwas zu schaffen verknüpft er mit der Hingabe und Willenskraft, seine Mitmenschen mit mehr Bewusstheit und inspirierenden Perspektiven durch ein gesünderes, produktiveres und glücklicheres Leben zu begleiten.

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2 Kommentare zu “Schmerzfrei durch Gymnastik – wie Du mit zeitsparenden Übungen mehr Abwechslung und Gesundheit in Deinen Tag bringen kannst

  1. Janina W. sagt:

    Hallo Herr Weber und liebe Redaktion,

    ich bin von dieser Übersicht wahrlich angetan! Sowohl auf inhaltlicher als auch auf formeller Ebene. Eine tolle Struktur gepaart mit überzeugenden Argumenten und Anleitungen für den Sport. Großes Kino! Wer kennt es denn bitte nicht? Man kommt abends von der Arbeit heim, macht sich schnell was zu essen und “vergeudet” den restlichen Abend auf der Couch… mit dem Wissen, dass man eigentlich noch Sport machen wollte. Man erinnert sich zwar noch, wie gut man sich nach einer sportlichen Einheit fühlt, aber… man kann sich einfach nicht aufraffen und motivieren. Echt schlimm!

    Wenn es doch nicht den inneren Schweinehund geben würde. Sport macht nicht nur den Körper fit, sondern macht auch den Geist frei. Und das Körper und Geist in einer engen Beziehung miteinander leben und sich gegenseitig beeinflussen, müsste für die meisten auch nichts neues sein… aber ich werde es wieder anpacken. Der Artikel schenkt mir eine Menge Mut & Motivation. Regelmäßig Sport! Ich bewundere in diesem Zusammenhang auch diejenigen, die Sport hauptberuflich machen. Spitzensportler, die von früh bis abends trainieren und sich auf den nächsten Wettkampf vorbereiten. Und alles für den Sport machen.

    Ab heute (und nicht erst ab morgen) wird Sport wieder eine wichtige Rolle in meinem Leben tragen. Vielen Dank, dass ich durch diesen Artikel Mut finden konnte.

    MfG.

    • Marco Weber sagt:

      Hallo Janina,

      vielen Dank für Dein positives Feedback. Es freut uns sehr, wenn wir Dir mit dem Artikel neuen Mut und Motivation geben konnten, den Kampf gegen den inneren Schweinehund zu gewinnen 😉
      Alles Gute für Dich und Deine sportliche Zukunft!

      Gesunde Grüße vom Ergotopia-Team

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