Die wahre Ursache des LWS-Syndroms und wie auch Du wieder schmerzfrei wirst

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Plagen Dich Schmerzen im unteren Rücken?

Das kenn ich nur zu gut. Bis vor circa einem Jahr wusste ich nicht mehr, wie ich noch auf meinem Bürostuhl sitzen sollte. Auch der nervenaufreibende Ärztemarathon und unzählige Versuche mit Physiotherapie, Rückenschule, Schmerzmitteln und Krafttraining brachten keine wirkliche Besserung.

Die Schmerzen machten mich unkonzentriert, unproduktiv, müde und schlecht gelaunt. Meine diversen Ärzte diagnostizierten mir ein LWS-Syndrom. Dabei bedeutet Syndrom, dass mehrere Krankheitszeichen vorliegen, aber keine eindeutige Erkrankung die Ursache ist.

Wusstest Du:
80% aller Rückenschmerzen sind unspezifisch/ungeklärt. [1] Ist es bei Dir auch so? Dann kann Dir dieser Artikel dabei helfen, die wahre Ursache Deines LWS-Syndroms zu finden und mit wirksamen Soforttipps bei akuten Schmerzen helfen und effektiven Übungen um nachhaltig schmerzfrei zu werden.

Mögliche Ursachen des LWS-Syndroms

„Was genutzt wird, entwickelt sich, was ungenutzt bleibt, verkümmert!” – Hippokrates, berühmtester Arzt des Altertums

Auch wenn Hippokrates lediglich den Ursprung der Medizin darstellt und mit unserer modernen Diagnostik nicht mehr viel gemein hat, ist diese Erkenntnis damals wie heute essentiell für das Verständnis von Krankheiten.

Natürlich gibt es verschiedene Erkrankungen wie Rheuma, Osteoporose, Infektionen oder Verletzungen, die zu Schmerzen im Lendenwirbelsäulen-Bereich führen und ein LWS-Syndrom verursachen können. Doch das eigentliche Problem, das mit unserer modernen Gesellschaft erst entstanden ist und was bei 8 von 10 Menschen zu ungeklärten Rückenleiden führt ist, ein anderes.

Wichtig: Lass unbedingt ärztlich abklären, ob Du eine dieser Erkrankungen hast und wenn ja, ob Du die in diesem Artikel empfohlenen Übungen trotzdem bedenkenlos durchführen kannst.

Die häufigste Ursache des LWS-Syndroms ist nicht etwa, dass ein Nerv abgeklemmt ist oder Du einen Bandscheibenvorfall hast. Das sind nur die Symptome! Die wahre Ursache ist der Bewegungsmangel und zu langes Sitzen, der zu Verkürzungen, verkümmerten Haltemuskeln und Dysbalancen führt und somit die Gelenke, Bänder und Bandscheiben überstrapaziert, fehlbelastet und verschleißt.

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Ursachen und begünstigende Faktoren des LWS-Syndroms:

  • Ungünstige Körperhaltungen
  • Extrem- und Fehlbelastungen durch schweres Heben oder übermäßigen Sport
  • Übergewicht
  • Psychische Belastungen
  • Bewegungsmangel und zu viel Sitzen

Insbesondere das lange und statische Sitzen ist eine der Hauptursachen für das Lendenwirbelsäulen-Syndrom.

Denn durch die angewinkelten Beine verkürzt sich der Hüftbeuger. Dieser wiederum zieht dann das Becken nach vorne, was häufig zum Hohlkreuz beim Stehen führt. Um dem entgegenzuwirken, spannt sich die Lendenwirbelsäule dauerhaft an.

Der Hüftbeuger zieht also nach vorn unten und die Lendenwirbelsäule nach hinten unten. Das Ergebnis ist ein starker nach unten gerichteter Druck der Wirbelkörper. Und genau das führt dann zu Symptomen wie dem Bandscheibenvorfall, weil die Bandscheiben regelrecht zusammengepresst werden. Klar, dass das Schmerzen verursacht!

Der Durchschnittsdeutsche sitzt 8 Stunden am Tag, Büroarbeiter sogar 9,6. Gehörst Du auch dazu? Dann solltest Du Dir die einfach umsetzbaren und effektiven Tipps weiter unten sehr zu Herzen nehmen. [2]

Typische Symptome beim LWS-Syndrom

Die Folge von zu langem Sitzen und Bewegungsmangel ist ein ziehender, brennender und drückender Schmerz, der bis in die Füße ausstrahlt sowie Kribbeln und Taubheitsgefühle auslösen kann. Unterschiedlichste Folgesymptome können entstehen:

  • Muskuläre Dysbalancen
  • Verklebte Faszien
  • Bandscheibenvorwölbungen und –vorfälle
  • Wirbelkörperenge und Wirbelgleiten
  • Muskelverspannungen [3]

Wer nicht die Ursache seines Lendenwirbelsäulen-Syndroms behandelt, läuft Gefahr, dass sich die Schmerzen chronifizieren und sich ein Schmerzgedächtnis bildet.

Was alle diese Symptome – häufig fälschlicherweise als Ursache bezeichnet – gemein haben, ist ihre wahre Ursache: das übermäßige Sitzen. Daher erfährst Du jetzt die besten Tipps, um Dein LWS-Syndrom erfolgreich und nachhaltig zu bekämpfen und Deinen Schmerzen adios zu sagen.

4 ursachen-bekämpfende & schmerzlindernde Tipps beim LWS-Syndrom, die Du selbst durchführen kannst

1

Akute Schmerzen behandeln

Wenn Du akute und bewegungseinschränkende Schmerzen hast, ist vor der Ursachenbekämpfung wichtig, die Schmerzen zu lindern. Denn Übungen unter Schmerzen verschlimmern das Leiden eher.

Das hilft gegen akute Schmerzen beim LWS-Syndrom:

  1. Stufenlagerung
    Schnapp Dir einen Ball, mehrere Kissen oder einen Stuhl und lege Dich flach auf den Boden, mit den Beinen im rechten Winkel. So, als würdest Du auf einem Stuhl sitzen, nur, dass Du eben auf dem Boden liegst und Deine Beine hochgelagert sind. Das entlastet Deine Lendenwirbelsäule.
  2. Wärmebehandlung
    Ob warmes Bad, Wärmflasche, Wärmepflaster, Kirschkernkissen oder Sonstiges ist dabei egal. Wärme sorgt dafür, dass Deine verkrampften Muskeln der LWS entspannen. Eine Massage hingegen ist meist eher kontraproduktiv und verschlimmert die Schmerzen.
  3. Wirbelkörperziehen
    Bei dieser Übung benötigst Du Hilfe. Du legst Dich flach auf den Rücken und Dein Partner nimmt Deine Beine und zieht sie leicht von Dir weg, sodass Dein Rücken und Deine Wirbelkörper gestreckt werden. Schmerzen solltest Du hierbei nicht haben! [4]

2

Engpassdehnung

Engpassdehnungen sind aktive und passive Dehnreize, Kräftigungs- und Ansteuerungsimpulse, die mit minimalem Zeiteinsatz größtmögliche Effekte erzielen sollen und dabei ganz konkret die Ursache bekämpfen.

  1. Gesäß und Hüftbeuger dehnen
    Setz Dich auf eine Matte und lege ein Bein im rechten Winkel vor Dich. Das andere legst Du in voller Länge hinter Dich, sodass die Fußoberseite auf dem Boden liegt. Nun beuge Dich nach vorn (sofern es geht) und spüre die Dehnung. Wechsle die Beine nach etwa 30 Sekunden.
  2. die Kobra
    Diese Übung aus dem Yoga dehnt ebenfalls den Hüftbeuger und den Bauch. Gehe hierzu auf alle Viere und schiebe langsam und vorsichtig Dein Gesäß nach vorn unten. Die Arme bleiben dabei gestreckt. Geringe Schmerzen sind hierbei kein Zeichen, es zu lassen, sondern, dass man die Übung regelmäßig machen sollte. Halte die Position für 2 Minuten.
  3. Quadrizeps dehnen
    Lege Dich hierzu auf den Bauch, winkle ein Bein an und zieh es mithilfe Deiner Hände (und ggf. einem Handtuch) so nah wie möglich Richtung Gesäß. Halte diese Position eine Minute und wechsle das Bein.

3

Akupressur

Mit der Akupressur werden gezielt Muskelspannungen gelöst, indem Triggerpunkte und das Fasziengewebe aktiv stimuliert werden. Meist können damit bereits nach wenigen Minuten die Schmerzen stark gelindert werden.

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4

Mehr Bewegung in den (Berufs-)Alltag integrieren

Die WHO empfiehlt täglich 10.000 Schritte zu gehen, um seine Gesundheit zu erhalten. Um das zu erreichen, sind die folgenden Tipps Gold wert:

  • Starte mit Bewegung in den Tag. Dazu eignen sich Yoga, Joggen, Radfahren zur Arbeit und so weiter. Am Anfang wird es Dir sicherlich schwer fallen, aber hast Du diese Morgenroutine erst einmal fest integriert, wird es Dir einen unglaubliches Mehr an Gesundheit, Produktivität und Energie bringen.
  • Richte Deinen Arbeitsplatz ergonomisch ein. Ein ergonomischer Bürostuhl beugt Verspannungen vor und ermöglicht dynamisches (bewegtes) Sitzen, was insbesondere für die Mobilisation der Lendenwirbelsäule wichtig ist.
     

    Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht Dir auch im Stehen zu arbeiten. Studien konnten zeigen, dass das Arbeiten im Stehen zahlreichen Erkrankungen vorbeugen und die Produktivität erhöhen kann. Dabei empfehlen Mediziner 40 Minuten dynamisch zu sitzen, 15 Minuten im Stehen zu arbeiten und 5 Minuten pro Stunde aktiv umher zu gehen.

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  • Integriere wo es nur geht Bewegung. Klingt nach Zwang und Stress? Das muss nicht sein. Diese Infografik zeigt Dir 33 gesunde Bewegungsgewohnheiten, mit denen Du locker 10.000 Schritte pro Tag schaffst.

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Fazit: Eine Heilung des LWS-Syndroms ist in den meisten Fällen ohne medizinische Eingriffe möglich

Berichte mir gern von Deinen Erfahrungen mit diesen Tipps in den Kommentaren. Vielleicht hast Du auch noch weitere Tipps? 🙂

© Depositphotos.com/Syda_Productions

[1] https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/rueckenschmerzen.pdf?__blob=publicationFile
[2] Krankenkasse, Techniker. “Beweg Dich, Deutschland.” TK-Studie zum Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland (2013)
[3] https://www.dr-gumpert.de/html/lws-syndrom.html#c146698
[4] https://www.dr-gumpert.de/html/lws_syndrom_therapie.html

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von Krystian Manthey

Krystian ist ambitionierter Sportler sowie Hobbykoch und stets dabei, seinen Alltag produktiver und gesünder zu gestalten. Er hilft Euch mit innovativen Übungskombis, Alltagstipps und Lebensweisheiten, mehr aus eurem Alltag herauszuholen sowie gesünder und glücklicher zu leben. Krystians Motto: […] Glücklich [ist,] wer Gesundheit, Zufriedenheit und Bildung in sich vereinigt.“ (Thales)

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