Was mir wirklich gegen meine Migräne geholfen hat

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Du kennst das – plötzlich auftretende Kopfschmerzen; vielleicht ist Dir auch noch übel, Du musst erbrechen oder hast sogar neurologische Ausfälle. Bedanken können wir uns dafür bei unserer Migräne.

Sie kommt immer wieder, bleibt häufig einige Zeit und beehrt uns meist dann, wenn wir sie am wenigsten gebrauchen können. Man ist komplett außer Gefecht gesetzt und wünscht sich nur noch, dass es endlich aufhört.

Wenn Du die Ärztemarathons und diversen Medikamente satt hast, dann lass uns jetzt gemeinsam herausfinden, wie Du die Auslöser Deiner Migräne erkennen und nachhaltig bekämpfen kannst!

Typische Migräne – Symptome

Du willst wissen, ob es sich bei Deinen Symptomen um eine Migräne handelt? Dann können Dir die folgenden Migräne-Phasen dabei helfen, ersetzen jedoch nicht den Besuch bei einem Arzt.

Es gibt verschiedene Formen von Migräne, bei denen die Symptome stark variieren können. Die meisten Migräne-Attacken beginnen aber mit akuten Kopfschmerzen und verlaufen dann in drei bis vier Phasen.

  1. Die Vorbotenphase ist gekennzeichnet durch Symptome wie Heißhunger, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Hyper- oder Unteraktivität, Überempfindlichkeit auf Reize (Licht, Geschmack etc.), Konzentrationsstörungen.
  2. Bei der Auraphase (tritt bei 10-15% auf) folgen vorrübergehende neurologische Störungen wie verschwommenes Sehen oder Augenflimmern, Empfindungsstörungen (meist halbseitig) und selten auch Sprachstörungen. Die Migräne mit Aura verschwindet meist nach einer Stunde.
  3. Darauf folgt die Kopfschmerzphase mit starkem Hämmern und Pochen und sind meist einseitig, auf der Stirn oder im Schläfenbereich angesiedelt. Die Sinnesempfindlichkeit (meist gegen Licht und Geräusche) begleitet die Kopfschmerzphase häufig.
  4. Nach 4-72 Stunden beginnt die Rückbildungsphase der Migräne. Sie äußert sich oft mit starkem Harndrang sowie extremer Erschöpfung und Verspannungen. [1]

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Mögliche Ursachen der Migräne

Wie entsteht Migräne aber und welche Ursachen hat sie?

Hierbei ist es wichtig zwischen Ursachen und Auslöser (Triggerfaktoren) zu unterscheiden. Die Migräne Trigger sind von Person zu Person sehr verschieden und können beispielsweise sein:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Unregelmäßige Lebensweise (Unterzuckerung bei Hunger, Schichtarbeit, etc.)
  • Dehydrierung (zu wenig getrunken)
  • Beginnende Menstruation bei Frauen
  • Reizüberflutung (Menschenmassen, helles Licht, Lärm etc.)
  • Wetterlagen (z.B. Föhn)
  • Koffeinentzug

Die genaue Ursache konnte hingegen bisher leider noch nicht eindeutig erforscht werden. Untersuchungen konnten aber zeigen, dass bei den meisten Menschen (90%) Dinge wie Stress, Ängste, Ärger und Niedergeschlagenheit zu Migräne-Attacken führen. [2]

An dieser Stelle habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich. Die schlechte ist, dass Migräne aktuell nicht heilbar zu sein scheint. Die gute Nachricht aber ist, dass die meisten Deiner Migräne-Auslöser im Kopf entstehen und allein mit Deiner Einstellung zu tun haben.

Aber auch bei Problemen mit Wetterumschwüngen kann die für Dich richtige Entspannungstechnik Wunder wirken – die Betonung liegt auf kann. Denn jeder Migräniker ist individuell zu betrachten. Es gibt keine Pauschallösung. Mit der richtigen Einstellung, Ausdauer und Offenheit gegenüber Neuem, kannst auch Du für Dich wirksame Methoden und Mittel finden.

Therapie – was Du gegen Migräne tun kannst

Nehmen wir zum Beispiel Stress. Stress ist kein Zustand. Er wird nicht ausgelöst durch Überforderung oder große Menschenmassen. Das sind nur die Auslöser. Entstehen tut er im Kopf als Resultat unserer Gedanken und Einstellungen. Und genauso ist es mit Ärger, Angst, Niedergeschlagenheit und anderen Gedanken und Gefühlen. Du und nur Du kannst sie beeinflussen.

Wichtig ist es also, dass Du die Auslöser/ Trigger Deiner Migräne herausfindest. Dann kannst Du daran arbeiten, diese weitestgehend zu minimieren beziehungsweise „immun“ dagegen zu werden.

Du darfst Dir davon allerdings keine Wunderheilung versprechen. Es wird nicht von heute auf Morgen komplett weggehen und selbst, wenn Du die folgenden Tipps beherzigst, wirst Du wahrscheinlich trotzdem gelegentlich Migräne bekommen. Dann aber wahrscheinlich abgeschwächter und seltener.

Da Dir wie erwähnt Migräne-Attacken wahrscheinlich nie ganz erspart bleiben werden, hier einige gängige medikamentöse Behandlungsmethoden bei akuter Migräne (bitte unbedingt mit dem Arzt absprechen!) nach Empfehlungen der Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG):

  • Bei leichten bis mittleren Schmerzen sollte mit rezeptfreien Wirkstoffen wie bspw. 400 mg Ibuprofen oder 1000 mg Paracetamol behandelt werden
  • Anti-Emetika (gegen Übelkeit)
  • (rezeptpflichtig) Triptane bei schwerer Migräne
  • Bei langen Migräneanfällen Ergotamine

Nun aber endlich zu den Tipps, wie Du Deine Migräne-Attacken eindämmen kannst, indem Du die Trigger meidest oder ihre Wirkung auf Dich veränderst beziehungsweise bekämpfst:

  1. Migräne-Auslöser Stress
    Stress ist eine Reaktion Deines Kopfes auf eine Situation – und nicht die Situation selbst ist der Stress. Mach Dir das jedes Mal klar, wenn Du merkst, dass Stress in Dir entsteht und frage Dich:“Was stresst mich gerade? Ist es wirklich so schlimm? (meistens ist es das nicht)“. Dann atme tief durch und versuche Dich bewusst zu entspannen und Deine Gedanken in eine positivere Richtung zu lenken.

     
    Weiterhin ist es wichtig, dass Du regelmäßig Stress abbaust zum Beispiel mit Bewegung, Sport oder Entspannungsübungen:

  2. Migräne-Trigger Schlafmangel
    Forschungen haben gezeigt, dass es wichtig ist, kontinuierliche Schlafzeiten zu haben, um ausreichend und gesund schlafen zu können.
     

    Vor dem Schlafen gehen ist schweres Essen, Sport oder Bildschirm-Licht kontraproduktiv und begünstigt einen unruhigen Schlaf. Probier doch mal ein spannendes Buch. Studien konnten zeigen, dass bereits wenige Minuten Lesen erheblichen Einfluss auf Dein Stresslevel haben.

  3. Migräne-Auslöser Reizüberflutung
    Klar kannst Du versuchen solche Situationen zu meiden, aber das wird wohl nicht immer gehen. Konzentriere Dich daher in Momenten der Reizüberflutungen nur auf Dich und Deinen Atem. Versuche ruhig zu atmen und die einströmende und ausströmende Luft bewusst wahrzunehmen. Schließe Deine Augen und probiere die äußeren Faktoren auszublenden; achte nur auf Dich!
  4. Migräne-Trigger ungesunde Lebensweise
    Man mag es kaum glauben, aber der Körper zeigt Dir mit seinen Reaktionen, wie er Deine Lebensweise findet. Zu diesem Thema möchte ich nicht unnütze Worte verlieren. Du weißt, wie eine gesunde Lebensweise aussieht. Achte insbesondere auf Deine Ernährung. Häufig kann ein Mangel an Magnesium oder Vitamin B2 auch zu Migräne führen.

Ich glaube Du hast das Prinzip verstanden. Nahezu jeden Migräne-Auslöser kannst Du selbst entweder direkt oder indirekt beeinflussen. Entweder, indem Du die Trigger meidest oder Deine Gedanken bewusst wahrnimmst und positiv „manipulierst“.

Eine weitere Möglichkeit, eine beginnende Migräne abzuschwächen oder möglicherweise zu verhindern, ist die Dehnung und Entspannung der Nackenmuskulatur. Warum? Weil diese es nämlich ist, die sich anspannt und zu Kopfschmerzen führt. Vielleicht hilft es Dir auch 🙂

Fazit: Migräne ist nach aktuellem wissenschaftlichen Stand nicht heilbar. ABER man kann sie mit einfachen Tricks abschwächen und in ihrer Häufigkeit des Auftretens senken.

Haben Dir die Tipps geholfen? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen und weitere Tipps in den Kommentaren!

Bildcredits: © Depositphotos.com: Wakebreakmedia, tonodiaz, SIphotography

[1] http://www.gesundheit.de/krankheiten/schmerz/migraene/symptome
[2] Wilhelm, Helmut. “Migräne-Mythen aufgedeckt!” CME 11.3 (2014): 53-61
[3] Meissner, T. “Takt für Takt baut sich der Migräneanfall auf.” Der Schmerz (2016): 1-2.
[4] http://www.dmkg.de/startseite.html

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von Krystian Manthey

Krystian ist ambitionierter Sportler sowie Hobbykoch und stets dabei, seinen Alltag produktiver und gesünder zu gestalten. Er hilft Euch mit innovativen Übungskombis, Alltagstipps und Lebensweisheiten, mehr aus eurem Alltag herauszuholen sowie gesünder und glücklicher zu leben. Krystians Motto: […] Glücklich [ist,] wer Gesundheit, Zufriedenheit und Bildung in sich vereinigt.“ (Thales)

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