Das vielleicht beste Mittel zur Prävention lästiger Krampfadern und wie Du es gezielt einsetzt

Krampfadern Prävention

Unschön hervorgewölbt und dunkelblau schlängelt sie sich wie ein Regenwurm das Bein entlang, gelegentlich auch bis hin zum Becken. Die Rede ist von Krampfadern, zu denen übrigens auch Besenreißer gehören.

Vor allem Frauen empfinden die krankhaft veränderten Venen in den beinfreien Sommermonaten als störendes Schönheitsmakel.

Doch Krampfadern sind viel mehr als nur ein ästhetisches Problem: treten sie vermehrt und besonders stark auf, können sie den Blutrückfluss aus den Beinen zurück zum Herzen schwächen und im schlimmsten Falle zu einer thrombosebedingten Lungenembolie, einem Herzinfarkt oder einen Schlaganfall führen.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie Krampfadern entstehen und welche Faktoren sie stark begünstigen
  • Wie Krampfadern behandelt werden können
  • 3 praxiserprobte Tipps und Übungen zur effektiven Prävention von Durchblutungsstörungen in den Beinen.

Was sind Krampfadern und welche Symptome begleiten sie

Krampfadern (Varikosis, Varizen) sind dauerhaft, knotig erweiterte Blutbahnen. Speziell betrifft es die Venen, also jene Blutgefäße, die das „verbrauchte Blut“ zurück zum Herzen befördern.

Sie treten meistens als unschön herausquellende Adern an den Beinen auf, gelegentlich auch am Becken. Das liegt insbesondere daran, dass das Blut hier gegen die Schwerkraft „kämpfen“ muss, um ins Herz zurückfließen zu können.

Wusstest Du:
300.000 Krampfader Eingriffe gibt es jährlich in Deutschland. Damit gehören Venenproblemen zu den häufigsten Operationsgründen hierzulande. [1]

Ebenfalls zu den Krampfadern gehören die viel bekannten Besenreiser, winzige erweiterte Hautvenen, welche im Vergleich für die Gesundheit jedoch weniger bedenklich sind.

Häufig begleitende Symptome bei Krampfadern sind schwere, müde und schmerzende Beine. Dabei nehmen die Beschwerden meistens im Laufe des Tages zu, legen sich jedoch nach dem Hochlagern der Beine schnell. Auch Wadenkrämpfe können eine Folge der gleichen Ursache sein.

Ursachen von Krampfadern und Besenreisern

Die häufigste Ursache für Krampfadern und Besenreiser ist der Bewegungsmangel in unserer modernen Gesellschaft. Alle Menschen mit Sitz- oder Stehberufen ohne viel Bewegung sind daher prinzipiell gefährdet.

Das Problem an der Bewegungslosigkeit ist, dass der Blutrückfluss auf die Zuarbeit unserer Muskeln angewiesen ist. Denn durch jedes An- und Entspannen wirkt unsere Muskulatur als Pumpe und drückt das Blut zurück zum Herzen.

Nun aber sitzt der Durchschnittsdeutsche 9,6 Stunden täglich und bewegt sich kaum mehr als zwei Kilometer.

Die Folge ist ein Blutstau in unseren Beinen, denn hier muss das Blut entgegen der Schwerkraft fließen. Sitzt Du hingegen den ganzen Tag im Bürostuhl mit keinen oder wenig Bewegungspausen, fließt das Blut erheblich langsamer zum Herzen zurück.

Ursachen Symptome Krampfadern

Durch den so entstandenen Blutstau dehnen sich die Venen. Die Venenklappen, die das Zurückfließen in die Beine verhindern sollen, wachsen jedoch nicht mit. Die Folge ist eine Einbahnstraße für das Blut zurück in die Waden und Füße, wodurch sich wiederum die Venen noch stärker dehnen – ein Teufelskreislauf mit fatalen Folgen.

Die Durchblutung sinkt und aus den Venen austretendes Wasser geht ins Gewebe über. Schwellungen und schmerzende Beine folgen. Und auch die Nährstoffversorgung der Zellen verschlechtert sich. Verklebte Faszien und Krämpfe sind damit vorprogrammiert.

Aber nicht alle Krampfadern entstehen als Folge der Bewegungsarmut. Auch wenn Du Dich gesund ernährst, Dich regelmäßig bewegst und generell gesund lebst, können vereinzelten Krampfadern entstehen. Meistens sind diese jedoch sehr oberflächlich und weniger bedenklich.

In jedem Falle aber solltest Du Deine Beine bei auftretenden Symptomen und starker Krampfaderbildung von einem Facharzt durchchecken lassen.

Vom kosmetischen Problem zur Krankheit – das können die Folgen unbeachteter Krampfadern sein:

  • Ödeme und Ekzeme
  • Ulcus cruris (offenes Bein)
  • Venenentzündungen
  • Lungenembolie
  • Schlaganfall
  • Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkte

Weitere Faktoren, die Durchblutungsstörungen der Beine und somit Krampfadern verursachen können sind das Tragen hoher Schuhe, Rauchen, Übergewicht und eine nährstoffarme und einseitige Ernährung.

Therapie und Prävention von Krampfadern

„Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße.“
– Rudolf Virchow, Begründer der modernen Pathologie

Ob und mit welcher Methode Deine Krampfadern oder Besenreiser aus medizinischer Sicht tatsächlich behandelt werden müssen, hängt von deren Beeinträchtigung auf die Durchblutung Deiner Beine ab. Konsultiere daher in jedem Falle einen Arzt!

Behandlungsverfahren sind beispielsweise das Ziehen, Erhitzen oder Veröden der krankhaft veränderten Venen. Zusätzlich wird meist mit Kompressionsstrümpfen der Blutstau in den Beinen gestoppt.

Um die Beschwerden in den Griff zu bekommen und weiteren Krampfadern effektiv vorzubeugen sind die folgenden 3 Tipps unerlässlich!

1

Mehr Bewegung im Alltag

Krampfadern durch Bewegungsmangel

Der moderne Mensch, wenn er nicht grundsätzlich etwas an seinem Alltag ändert, sitzt. Er sitzt auf der Fahrt im Auto zur Arbeit, er sitzt im Bürostuhl, im Kino, beim Essen. Er sitzt fast überall.

Neben unschönen Krampfadern und Thrombose erhöht das übermäßige Sitzen außerdem das Diabetesrisiko, begünstigt Rückenschmerzen und macht Dich unproduktiver.

Nicht ohne Grund empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO mindestens 6000 Schritte täglich zu gehen; besser 10.000. Das entspricht circa sieben Kilometer.

Wie sieht es bei Dir aus? Bewegst Du Dich regelmäßig oder ertappst auch Du Dich häufiger beim stundenlangen Sitzen?

Mit den folgenden drei einfachen Gewohnheitsumstellungen, kannst Du Dein Schritte- und Bewegungskonto deutlich erhöhen:

  1. Verzichte auf Fahrstühle, kurze Wege mit dem Auto und Anrufen beim Kollegen, der nur ein paar Meter entfernt sitzt. Nimm stattdessen die Treppen, das Fahrrad und sprich persönlich mit den Menschen.
  2. Profitiere von den enormen gesundheitlichen Vorteilen durch das regelmäßige Arbeiten im Stehen an einem höhenverstellbaren Schreibtisch.
  3. Geh konsequent jeden Tag nach dem Mittagessen spazieren für mindestens 20 Minuten. Diese simple Angewohnheit erhöht zudem Deine Produktivität, verringert Deine Mittagsmüdigkeit und versorgt Dein Gehirn mit frischem Sauerstoff für neue Höchstleistungen.

Für noch mehr Anregungen, schaue Dir unsere Infografik an: [Infografik] 10000 Schritte täglich: 33 gesunde Bewegungsgewohnheiten

Sehr empfehlenswert ist auch regelmäßiger Ausdauersport. So haben Bewegungssportler ein deutlich stabileres Venensystem als Nicht-Sportler.

2

Blutfluss fördernde Ernährung

Krampfadern Prävention Ernährung

Wie Rauchen, kann auch ein Nährstoffmangel die Zusammensetzung Deines Blutes negativ verändern und somit Durchblutungsstörungen und auch Krampfadern verursachen.

Für einen gesunden Blutfluss solltest Du daher darauf achten ausreichend zu trinken und Dich ausgewogen zu ernähren. Falls Du jetzt Angst um Deine Pizza hast, kann ich Dich beruhigen. Gelegentliches Schlemmen ist nicht nur gut für die Psyche, sondern schadet auch nicht.

Achte außerdem auf folgende Tipps:

Behandlung Krampfadern

3

Venengymnastik

Das wohl effektivste, einfachste und zeitsparendste Alltagsritual um Krampfadern vorzubeugen, ist das Füßewippen.

Denn das Wippen regt die Wadenmuskulatur an und unterstützt den Blutrückfluss zum Herzen. Daher empfiehlt auch der Berufsverband Deutscher Internisten diese Übung mehrmals täglich als Gewohnheit zu integrieren.

Eine weitere unauffällige Übung für den Büroalltag im Sitzen ist das Beinheben und –strecken. Hierbei dehnst Du zugleich auch Deine Beinrückseite, was wiederum Rückenschmerzen vorbeugen kann.

Venengymnastik Besenreiser

Fazit: Das vielleicht beste Mittel gegen Krampfadern ist Bewegung!

Der Schlüssel zu erfolgreichen Prävention von Krampfadern, Besenreisern und anderen Durchblutungsstörungen ist eine gesunde Lebensweise, Nichtrauchen, wechselwarme Beinbäder, Venengymnastik und generell mehr und häufigere Bewegung im Alltag.

Zu guter Letzt möchte ich noch einen Krampfader-Mythos aufklären: Dass das Übereinanderschlagen der Beine zu Krampfadern führt, da es den Blutfluss stört, ist laut der Gesellschaft für Phlebologie falsch. Es kann Krampfadern zwar verschlimmern, aber keinesfalls verursachen. [2]

Quellen und wissenschaftliche Studien:
[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/behandlung-von-krampfadern-therapie-oldie-schlaegt-lasertechnik-a-787435.html
[2] https://www.welt.de/welt_print/wissen/article7462967/Die-Krampfader-und-das-Schicksal.html

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