Wissen ist Macht – Francis Bacon

Das trifft insbesondere auf die eigene Gesundheit zu. Denn wer viel weiß, muss weniger glauben. Wer viel weiß, kann bei Behandlungen, Operationen und Medikamenten selbst beurteilen und mitbestimmen.

Genau dabei möchte Ergotopia helfen: Etwas Licht und Klarheit in das Mysterium der Gesundheitsforschung bringen. Insbesondere in der Welt von Dr. Google, wo sich Gesundheitsinformationen ungesteuert und unkontrolliert verbreiten.

Denn Gesundheit ist Dein höchstes Gut! Aber machen wir uns nichts vor: Auch die Gesundheit ist ein Wirtschaftsgut. Nicht jedes Produkt und jede Medizin ist schlecht, aber nur wenige sind wirklich notwendig und gut. So gibt es heute tausende Krankheiten, einen Dschungel an Ernährungsratgebern und Diäten, unzählige Behandlungsmethoden und Heilversprechen. Wem kann man da trauen? Auf was muss man achten? Und was hilft letztlich?

Genau das wollten wir mit unserer Schmerz-Umfrage herausfinden und haben dazu 1072 Menschen online befragt. Hauptquelle dafür waren Ergotopia-Leser und Abonnenten sowie Schmerzgeplagte aus diversen Foren und Facebook-Gruppen.

Die Studie zeigt, dass zunehmend Online-Quellen als Informationsmedium genutzt werden. Der pathologische Ansatz bei der Schmerzbekämpfung führt bei mehr als der Hälfte der Patienten zu keiner Linderung. Ergotopia als verantwortungsbewusstes Gesundheitsportal fordert daher verantwortliche Stellen auf, den ursächlichen Schmerzgründen (u. a. Bewegungsmangel, Stress und Ernährung) mehr Augenmerk in der Behandlung zu schenken. Das fordern auch renommierte Experten wie Rückenspezialist Prof. Dr. Ingo Froböse.

Rückenschmerzen Ursache laut Prof. Ingo Froböse

Überblick und demographische Daten


An unserer Umfrage nahmen insgesamt 1072 Befragte teil. Davon waren 73,3 % weiblich und 26,7 % männlich. Zu ungefähr gleichen Prozentanteilen geben die Teilnehmer der Befragung an, eine abgeschlossene Ausbildung (25,1 %) oder einen Hochschulabschluss (24,7 %) zu besitzen. Weitere 15,2 % besitzen die mittlere Reife, 12,9% ein Abitur und 14,6 % einen Fachhochschulabschluss.

70,3 % – und damit weit über die Hälfte der Befragten – sind 35 Jahre oder älter. Nur 29,7 % der Befragten sind unter 35 Jahren. 52,8 % der Befragten gaben an, in Vollzeit erwerbstätig zu sein. 18,9 % sind in Teilzeit erwerbstätig und 9 % geben an, momentan nicht erwerbstätig zu sein. Interessant im Hinblick auf dieses Ergebnis ist, dass im weiteren Verlauf 71,25 % der Teilzeit- oder Vollzeiterwerbstätigen eine Beschäftigung im Sitzen angeben.


Schmerzbeschreibung


Rücken- und Nackenschmerzen (62,4 % und 59 %) treten am häufigsten bei den Teilnehmern auf, gefolgt von Schulterschmerzen und Kopfschmerzen mit jeweils rund 33 %. Nicht unwesentlich treten auch Schmerzen in den Händen, Armen, Hüfte, Füßen und Augen mit jeweils ca. 15-20 % auf.

Die Nachfrage nach der Intensität der Schmerzen ergab, dass etwa die Hälfte der Befragten ihre Schmerzen mit der Bewertung 6 oder höher angeben.

Wie andere Studien bereits bestätigen, konnte auch unsere Befragung zeigen: Bewegungsarmut und das übermäßige Sitzen sind einer der Hauptgründe für Schmerzen im Bewegungsapparat.


Hämorrhoiden durch Bewegungsmangel

Schmerzbehandlung und Prävention


Interessant ist, dass nur 75,2% der Befragten eine ärztliche Fachperson aufgrund ihrer Schmerzen aufgesucht haben. Hier könnte man vermuten, dass das Vertrauen nicht ausreichend gegeben ist oder die Schmerzen eigenhändig durch erworbenes Wissen bekämpft werden. Denn die Ärzteschaft ist in vielen Bereichen chronisch unterbesetzt und beklagt, dass viele Patienten „mit harmlosen Wehwehchen“ zu ihnen kommen. Auch hier kann mehr gesundheitliches Wissen befähigen, Krankheiten und Schmerzen besser zu differenzieren. Patienten machen jedoch alles richtig, wenn sie im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen.

Da lediglich 47,7 % der Befragten eine Schmerzlinderung durch die ärztliche Behandlung erfahren haben, könnte man auch Resignation als Grund für den fehlenden Arztbesuch annehmen.


Informationsquellen bei Schmerzen


Der Arzt ist erfreulicherweise immer noch primäre Informationsquelle bei den meisten Befragten. Dennoch verlagert sich die Informationssuche zunehmend zu Online-Quellen wie Google (44,4 %) und Youtube (14,3 %).

Diesen Wandel sehen wir einerseits als positiv an, da er die Verbreitung von nützlichem Gesundheitswissen unterstützt und das Potential hat, unbedenkliche Gesundheitsprobleme ohne Arzt zu lösen. Dadurch würde das Gesundheitssystem entlastet werden. Dennoch tummeln sich im Internet auch viele dubiose, inkorrekte oder vage beschriebene Gesundheitsinformationen. Diese können im schlimmsten Fall bestehende Gesundheitsprobleme verschlimmern.

Daher fordern wir Gesetzgeber und Suchmaschinen wie Google auf, klar erkennbare Merkmale für vertrauensvolle, sichere und transparente Gesundheits-Webseiten einzuführen und zu kontrollieren.


Anforderungen an Online-Quellen


Unsere Umfrage zeigt, dass Online-Informationen eine zunehmend entscheidendere Quelle für Schmerzgeplagte ist. Besonders wichtig ist den Betroffenen Transparenz, Aktualität, Leserbewertung und evidenzbasierte Tipps.

Ein interessantes Ergebnis war in diesem Zusammenhang auch, dass sich die meisten Leser im Web Übungen (74,8 %), gefolgt von Hintergrundwissen (70,3 %) zu ihren Schmerzen wünschen. An dritter Stelle wurden hier Maßnahmen zur Prävention (68,1 %) als Wunschinhalt des Beitrags genannt. Das lässt darauf schließen, dass sich ein großer Teil der Schmerzpatienten bewusst ist, dass sie selbst aktiv ihre Gesundheit beeinflussen können und dies nachhaltiger ist als medikamentöse Behandlung, die ohnehin meist nur symptomatisch hilft.

Hier gehts zu den kompletten Umfrage-Ergebnissen


Schmerzen verstehen: Tipps und Inspirationen von Ergotopia


In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.
– Voltaire

Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.
– Sebastian Kneipp