Durchblutung fördern: 8 untypische Ratschläge, wie Du Deinen Kreislauf in Schwung bringst und Dich so fühlst, als könntest Du Bäume ausreißen

Die Durchblutung fördern durch 8 praktische Ratschläge

Wusstest Du, dass der menschliche Körper rund 25 Billionen rote Blutkörperchen besitzen soll? Der deutsche Biologe Harry Garms geht davon aus, dass diese Vielzahl an roten Blutkörperchen aneinander gekettet eine Schnur bildeten, die in etwa die Länge des Äquators sowie ein Viertel darüber hinaus übertreffen würde.

Ganz schön faszinierend, welch geballte Fließkraft in Dir steckt, oder?

Doch wenn Dein Arbeitsplatz wenig Bewegung zulässt, der Stress-o-Meter zu Hause auch nicht gerade niedrig ist und Dein voller Terminkalender sich zusätzlich wie eine erdrückende Nebelschwade über Deinem Gemüt breit macht, kann es einem schon mal schwer fallen, den Geduldsfaden gespannt zu lassen und die Ruhe zu bewahren.

Phasenweise geht das ja in Ordnung, aber eine kontinuierliche Überlastung auf der Arbeit, bewegungsarme Gewohnheiten in der Freizeit und ein ständig gestresster Körper haben früher oder später verengte Blutgefäße zur Folge, was auf längere Sicht zu …

  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
  • Herz-und Kreislauferkrankungen
  • einem geschwächten Immunsystem
  • Schlaganfällen
  • kardiovaskulären Problemen

… und einigen anderen unerwünschten Auswirkungen führen kann.

Bei kranken Blutzellen kann man öfter kernhaltige Zellen beobachten, die im Labor durch Ausstrichpräparate und dem „veränderten Blutbild“ ersichtlich gemacht werden können. Dadurch kann ein Arzt meist konkret feststellen, um welche Krankheit es sich handelt und wie weit sie fortgeschritten ist, so Garms [1].

Genau deshalb solltest Du immer darauf achten, möglichst kernlose, frei umherschwirrende Blutkörperchen im Körper zu haben. Die Frage ist jetzt nur: Wie fördern wir diesen Zustand?

Bild 1 für Blogartikel über Durchblutung fördern

Eine Vielzahl von Menschen spricht häufig von Durchblutung fördern oder “Kreislauf in Schwung” bringen – doch was genau ist damit eigentlich gemeint?

Ärzte und Biologen sprechen dabei öfter vom so genannten Blutkreislauf, der permanent in Deinem Körper stattfindet. Es wird davon ausgegangen, dass Dein Kreislauf aus einem doppelten, vollständigen und geschlossenen System besteht, wobei es einen kleinen „Lungenkreislauf“ geben soll, der zwischen Herz und Lunge besteht und das mit Kohlendioxid beladene Blut in die Lunge befördert, um dort Sauerstoff aufzunehmen.

Als zweites soll es den großen bzw. „Körperkreislauf“ geben, der das sauerstoffreiche Blut vom Herz aus in die verschiedenen Körperorgane und Körpergewebe verteilt, um deren Abfallstoffe aus dem Stoffwechsel aufzunehmen und abzutransportieren.

Weil sich venöses und arterielles Blut niemals vermischen, sprechen Wissenschaftler von einem vollständigen Kreislauf. Geschlossen soll er sein, weil er nicht mit der Außenwelt verbunden ist (im Gegensatz zu Insekten zum Beispiel). Die meisten Ärzte schreiben Deinem Blutkreislauf zwei primäre wichtige Aufgaben zu: Den Stoffwechselbedarf Deiner Organe decken und Deine Körpertemperatur regulieren. Diesen Vorgang der Selbstregulation nennt man auch Homöostase. [3]

Um Deine Durchblutung zu fördern, ist es ratsam, die Gesundheit Deines Herzens im Blickfeld zu haben

Da Deine Organe vom Herzen aus mit Blut versorgt werden, ist Deine Herzgesundheit auch essenziell für einen gut funktionierenden Blutkreislauf. Umgekehrt sollten auch Deine Zellwände eine gesunde Gefäßweite besitzen, damit Dein Blut in ungestörtem Fluss wieder zurück zum Herz fließen kann.

„Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“
– Johann Wolfang von Goethe, Dichter

Dein Herz besteht aus einer linken und rechten Herzkammer, die beide das Blut in die Arterien pumpen. Die stärkste Blutader ist dabei die Hauptschlagader oder auch Aorta.

Humanbiologen gehen davon aus, dass im so genannten „Aortabogen“ unsere Blutkörperchen entweder nach oben in den Kopf und in die Arme abgeleitet werden – oder aber der absteigenden Aorta folgen und in die untere Körperhälfte schwimmen.

In den Kopf führt übrigens Deine Halsschlagader, die auch Carotis genannt wird, behauptet der Biologie-Didaktiker Harry Garms. Wenn Du Deine Zeige-und Mittelfinger also nach einem schweißtreibenden Ausdauerlauf auf den Kehlkopf legst, kannst du den Carotispuls Deiner Halsschlagader spüren. [2]

Wie schnell Dein Herz schlägt und Deinen Körper mit reichlich Blut sowie Sauerstoff versorgt, hängt natürlich davon ab, was Dein Körper täglich so alles leistet und in welcher Verfassung Du gerade bist. Im Wesentlichen wirkt sich reichlich Bewegung, eine gesunde Ernährung und genügend Erholung bzw. Entspannung positiv auf Dein Herz-Kreislauf-System aus. Ärzte empfehlen demnach auch, sich diesen drei Dingen verstärkt zu widmen, wenn man seine Durchblutung fördern möchte.

Wie schaffen wir es also konkret, die Durchblutung zu fördern, ohne dabei unser Kreislaufsystem zu überlasten und auf schonende Weise zu mehr Wohlbefinden zu gelangen?

8 Ratschläge, wie Du durch Ernährung, Entspannung und Bewegung Deine Durchblutung fördern kannst

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Deine Durchblutung fördern durch eine gesunde Ernährung

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um Deine Blutgefäße möglichst weit zu bewahren und die Fließgeschwindigkeit des Blutes durch die Arterien natürlich zu belassen, wie Ernährungswissenschaftler und Sportmediziner festellen konnten. Wie Du sicher bereits weißt, ist Rauchen nicht gerade förderlich für die Weite Deiner Gefäße.

Aber auch weißer, raffinierter Zucker soll in großen Mengen schädlich für Dein Herz-Kreislauf-System sein, da die Zuckerkristalle sich in Deinen Blutgefäßen ablagern und möglicherweise zu Arterienverkalkungen, Bluthochdruck, Darm- oder Herzinfarkten oder der berühmt berüchtigten Zuckerkrankheit Diabetes führen können.

Aber genug der Schreckensverbreitung. Um die Gesundheit Deiner Blutgefäße zu fördern oder schlimmeren Krankheiten vorzubeugen, empiehlt die Darmexpertin Michaela Axt-Gadermann eine erfrischende Kombination aus Ballaststoffen, ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, verschiedenen Vitaminen und Antioxidantien [19].

Natürlich sind wir keine Maschinen, die sich roboterhaft auf Knopfdruck gesund ernähren können, aber kleine und stetige Veränderungen über einen längeren Zeitraum können viel bewirken.

„You cannot change your destination overnight, but you can change your direction.”– Jim Rohn, US amerikanischer Unternehmer, Autor und Motivationstrainer

Deswegen findest Du hier eine Liste von Ratschlägen, die untypisch ist und trotzdem leicht in den Alltag zu integrieren – trotz Stress verursachender Aufgaben, die Du zu erledigen hast.

Ratschlag #1: Deine Durchblutung fördern durch das japanische 2:1-Ideal

Wie bereits erwähnt, sollen Omega-3-Fettsäuren zu einer gesünderen Durchblutung beitragen. Sie zählen zu den ungesättigten Fettsäuren, wie auch Omega-6-Fettsäuren, von denen Du sicher auch schon gehört hast oder sie beiläufig auf der Zutatenliste bestimmter Lebensmittel erspäht hast.

Das Problem mit Omega-6-Fettsäuren ist laut Prof. Axt-Gadermann die gegensätzliche Wirkung zu Omega-3-Fettsäuren, wobei Omega-3 Entzündungen hemmen und Omega-6 diese fördern soll. Das hat auch Auswirkungen auf Dein Blut.

Während Omega-3-Fettsäuren Dein Blut dünnflüssiger machen sollen, sorgen Omega-6-Fettsäuren für mehr Gerinnung. Demnach wäre es ratsam, wenn Du das Verhältnis zwischen beiden Fettsäuren in eine ausgewogene Balance bringst.

In unserer schnelllebigen Gesellschaft wird dieses Gleichgewicht aber nicht gerade begünstigt, da die Essenszubereitung oft schnell gehen muss und nach wie vor viel Fleisch, Wurst oder Fertigprodukte konsumiert werden, die reich an Omega-6-Fettsäuren sind.

Daher ist es hilfreich, sich zur Förderung eines ausgewogenen Fettsäurenverhältnisses an dem japanischen 2:1-Ideal zu orientieren, wonach doppelt so viel Omega-3-Fettsäuren wie Omega-6-Fettsäuren in unseren Speiseplan aufgenommen werden sollten.

In der westlichen Hochkultur soll das Fettsäurenverhältnis bei einem Unterschied von 1:15 (!) liegen. Unser Ziel sollte es sein, das zu vermindern.

Wichtig ist also vor allem, dass Du Deine Zunahme von Omega-3-Fettsäuren vermehrst, wenn Du Deine Durchblutung fördern möchtest. Laut Martina Axt-Gadermann kannst Du dies zum Beispiel bereits bewerkstelligen, indem Du zum Kochen das richtige Öl benutzt.

Bemerkenswert ist dabei, dass viele pflanzliche Öle wie Sonnenblumenöl, Distelöl oder Traubenkernöl 100 Mal mehr Blut verdickende Omega-6-Fettsäuren als Blut verdünnende Omega-3-Fettsäuren beinhalten sollen. Diese Zahl muss man sich erst mal – genau wie das richtige Öl – auf der Zunge zergehen lassen.

Wenn Du hier auf Raps-, Hanf- oder Leinöl als Alternative zurückgreifst, würdest Du bereits ein deutlich ausgewogeneres Verhältnis zwischen beiden Fettsäuren in deiner Pfanne haben. Es lohnt sich also, beim nächsten Mal den üblichen Griff ins Supermarktregal mit einem Fünkchen mehr Bewusstheit durchzuführen.

Darüber hinaus sollst Du Dein Fettsäurenverhältnis durch den Verzehr von Hering, Thunfisch, Lachs oder Makrele aufpimpen können. Wenn Fisch nicht so Dein Ding ist, kannst Du als Alternative auch auf Nüsse oder Fischölkapseln zurückgreifen.

Die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren hat noch einen weiteren Vorteil: Sie soll Deine Stimmung heben und sich günstig auf Dein Verhalten auswirken, wie Untersuchungen der University of Pittsburgh School of Medicine ergaben [11].

Ratschlag #2: Deine Durchblutung fördern durch mehr Eisen

Eisen gehört zu den Spurenelementen des menschlichen Körpers und kommt in nur sehr geringen Mengen vor, kann aber trotzdem essentiell wichtig sein, da es den Sauerstofftransport im Körper begünstigen soll. Außerdem nehmen Ärtzte an, dass Eisen Deine Durchblutung fördern kann, Deine Abwehrkräfte stärkt, Dich leistungsstärker macht und Deine Konzentration fördert.

Du kannst Dein morgendliches Frühstück eisenhaltiger machen, indem Du es zum Beispiel durch Weizenkleie aufpeppst. Im Vergleich zu anderen Getreideprodukten behaupten Ernährungsexperten, dass Weizenkleie das meiste Eisen mit durchschnittlich 16 Milligramm beinhalten. Aber auch Leinsamen seien eisenhaltig und beinhalten etwa 8 Milligramm Eisen. Obendrein seien diese ballaststoffreich und zusätzlich verdauungsfördernd.

Durchblutung fördern durch Weizenkleie

Es wird davon ausgegangen, dass pflanzliches Eisen durch unsere Nahrung in „dreiwertiger Form“ aufgenommen und dann vom Organismus zu zweiwertigem Eisen resorbiert wird, damit es im Körper seine Wirkung entfachen kann [17].

Tipp: Vitamin C soll die „Eisenresorption“ von 3-wertigem zu 2-wertigem Eisen fördern und eignet sich daher besonders gut in Zusammenarbeit. Als Frühstück kannst Du also z.B. Haferflocken mit Himbeeren, Heidelbeeren oder Apfelstücken und Weizenkleie oder Leinsamen miteinander kombinieren. Auf diese Weise würde die erste Mahlzeit des Tages direkt Deine Durchblutung fördern und Du kannst vitalisiert in den Tag starten 😉 [18]

Deine Durchblutung fördern durch Flavonoide

In der Pflanzenheilkunde – auch bekannt unter “Phytotherapie” – gehören Flavonoide zu den sekundären Pflanzenstoffen und machen die Mehrheit aller Blütenfarbstoffe aus. Charakteristisch seien vor allem ihre antioxidativen Eigenschaften und die durchblutungsfördernde Wirkung auf den menschlichen Körper.

Sie sollen für eine verbesserte Fließgeschwindigkeit Deines Blutes sorgen und können über wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe im Körper aufgenommen werden. So kannst Du zum Beispiel Ginkgo-Tee trinken, der laut Phytotherapeuten Quercetin als Flavonoid beinhaltet. Das British Journal of Nutrition konnte indes feststellen, dass Quercetin sich präventiv auf kardiovaskuläre Krankheiten auswirkt. [4][9]

Ratschlag #3: Ginkgo-Blätter für eine verbesserte Gehirnleistung

Die Inhaltsstoffe von Ginkgo-Blättern sollen hemmend in die Blutgerinnung eingreifen und die Fließgeschwindigkeit des Blutes fördern, indem sie freie Radikale im Körper binden. Und damit nicht genug. Durch Laborversuche konnte festgestellt werden, dass auch Botenstoffe für die Gehirnaktivität begünstigt werden, die das Gedächtnis und die Lernfunktion betreffen. Mehrere Experten sind außerdem der Meinung, dass die Zufuhr von Ginkgo der geistigen Krankheit “Alzheimer” vorbeugen kann. Dies ist leider jedoch nicht vollends bewiesen worden. [8]

Durchblutung fördern durch Ginko-Blätter

Wenn Du also das nächste Mal dabei bist, Dich unangenehmen Aufgaben zu widmen, bei denen Du reichlich Gehirnarbeit leisten musst, wäre eine Ginkgo-Kräuterteemischung genau das Richtige, um Deiner Konzentration Abhilfe zu leisten 😉

Ratschlag #4: Lärchenextrakt zur Senkung von Bluthochdruck

Eine verwandte Untergruppe des chemischen Wirkstoffs Quercetin ist laut Phytotherapeuten Dihydroquercetin, was auch Taxifolin genannt werden soll. Es sorgt angeblich dafür, Bakterien im Wachstum zu hemmen, chemisch instabile Verbindungen zu stabilisieren und den Blutdruck zu senken.

Gewonnen wird Taxifolin aus den Stammenden von Lärchenbäumen und kann in Kräutergeschäften oder im Onlinehandel auch in Form von Lärchenextrakt erworben werden, wie behauptet wird. Die heilende Wirkung käme also nicht von ungefähr, da der Gewinnungsprozess ziemlich aufwendig ist.

Um Lärchenextrakt zu gewinnen, werden laut Pharmakologen zunächst die unteren Stammenden der Lärchen entrindet und in kleine Stücke zerhackt.

Durch Extraktionsverfahren im Labor enthalte die Reinheit dann ungefähr 85%, was durch eine mehrstufige Flüssigkeitschromatographie schließlich zu einem Reinheitsgrad von nahezu 100% führen würde.

Wenn Du unter Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen leidest, kannst Du Lärchenextrakt etwa in Form von Cellulose-Kapseln kaufen, von denen Apotheker empfehlen, 1-4 Kapseln täglich über einen längeren Zeitraum einzunehmen, um die Wirkung spürbar zu machen.

Trotzdem solltest Du darauf achten, das Ganze vorher mit einem Arzt oder Apotheker Deines Vertrauens abzusprechen, denn die Einnahme von Lärchenextrakt sollte nicht willkürlich passieren und unter Berücksichtigung Deiner spezifischen Symptome realisiert werden!

Deine Durchblutung fördern durch den Konsum von Lärchenextrakt

Ratschlag #5: Arnikablüten für ein gesundes Herz

Die Arnikablüte steht unter Naturschutz und wurde im Jahre 2001 als Arzneipflanze des Jahres gewählt, wie die Pharmazeutische Zeitung berichtete. Die Wirkstoffe der Pflanze können sowohl innerlich für Herz und Kreislauf, aber auch äußerlich für Blutergüsse, Prellungen, Quetschungen, Muskelzerrungen oder Venenentzündungen zum Einsatz kommen.

In der Volksmedizin soll die Arnika vor allem gegen Herzmuskelentzündungen, Arterienverkalkungen, Herzschwäche und sogar bei Haarausfall angewandt worden sein. Phytotherapeuten geben außerden an, dass ihr Flavonoidanteil in Verbindung mit dem Inhaltsstoff Helenalin besonders entzündungshemmend wirkt und deshalb auch für Entzündungen jeglicher Art durch eine äußere Anwendung genutzt werden kann.

Kein Wunder also, dass die Arnika mal zur Arzneipflanze des Jahres gekürt wurde. Darüber hinaus sieht sie auch noch bemerkenswert schön aus. Sie soll außerdem bei äußerlichen Verletzungen wie Gicht und Rheuma helfen [20].

Vielleicht erweiterst Du ja jetzt Dein Repertoire an Hausmitteln durch Arnikablüten-Tee, den Du Dir nach einem langen, stressigen Arbeitstag zum Entspannen gönnst 😉

Durchblutung fördern durch die Arnikablüte

2

Deine Durchblutung fördern durch die richtige Entspannung

Manchmal lohnt es sich auch, die Durchblutung bei all dem „Kreislauf-in-Schwung-bringen“ mal zu schonen und sich genügend Zeit für eine Erholungspause zu nehmen, um der ganzen Anspannung und Hektik im Alltag einen beruhigenden Zufluchtsort zu gewähren.

Natürlich könnte man jetzt einfach den ganzen Feierabend damit verbringen, sich auf die Couch zu fläzen und die audio-visuellen Reize des Flimmerkastens konsumieren.

So richtig durchblutungsfördernd ist das aber nicht zwangsläufig. Und wenn die TV-Landschaft von Zerstörung, Action und Spannung übersät ist, fühlst Du Dich auch nicht wirklich entspannt.

Zum Glück gibt es da aber noch gesunde Alternativen.

Ratschlag #6: Orangenblütenöl zur Beruhigung und eine positive Stimmung

Um eine etwas exotischere Methode zum Stressmanagement an den Tag zu legen, empfiehlt sich ätherisches Orangenblütenöl als Raumduft oder Badelotion zu benutzen. Es kann Dir dabei helfen, Deine Herzkontraktionen zu verringern und den Blutdruck zu senken.

Orangenblütenöl zählt außerdem zu den beliebtesten ätherischen Ölen in der Aromatherapie, wonach es stimulierend auf die Zirbeldrüse und Hypophyse wirken und durch das Hormon Enkephalin stimmungserhellend für die Psyche sein soll. Demnach wird Organgenblütenöl auch zur allgemeinen Beruhigung, Minderung von Ängsten, Stimmungsschwankungen und Depressionen sowie bei Schlafstörungen und Nervosität von Aromatherapeuten empfohlen.

Als Unterstützung für ein entspanntes, heißes Bad soll Organgenblütenöl außerdem entkrampfend für beanspruchte Muskeln wirken und das Bindegewebe straffen das, wodurch sogar Cellulite vorgebeut werden kann.

Deine Durchblutung fördern durch Orangenblütenöl

Wenn Du das nächste Mal eine anstrengende Arbeitswoche vor Dir hast, plane Dir doch bewusst einen Abend ein, an dem Du offline gehst und ein Organgenblüten-Bad nimmst. Danach sieht Welt – genau wie Deine Durchblutung – vielleicht schon viel besser aus 😉

Tipp: Wenn Du nach weiteren besonderen Arten der kreislaufstimulierenden Entspannung suchst, kannst Du auf eine ergonomische Akupressurmatte zurückgreifen, durch die Du im Liegen Deine Ruhe genießen und die Durchblutung fördern kannst.

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Deine Durchblutung fördern durch revitalisierende Bewegung

Jetzt hast Du bereits einige untypische Ratschläge für eine bessere Durchblutung bekommen, die sich auf die Bereiche Ernährung und Entspannung fokussieren. Kommen wir nun zum offensichtlichsten Bestandteil – der Bewegung.

Wie Du sicher weißt, werden regelmäßiges Cardio-Training oder ausgedehnte Spaziergänge allgemein von Ärzten empfohlen, wenn es darum geht, die Durchblutung zu fördern.

Nicht jeder Mensch aber hat dieselben Voraussetzungen, um sich in immer wiederkehrenden Abständen aufs Laufband oder den Stepper zu schwingen. Gerade dann nicht, wenn man sowieso schon mit Durchblutungsproblemen vorbelastet ist.

Außerdem kann eine gewisse Abwechslung ja nie schaden, oder? Deswegen findest Du hier noch ein paar Ratschläge, die Deinen vollen Terminkalender und wenig Grundvoraussetzung oder Erfahrung im Ausdauertraining gleichermaßen berücksichtigen.

Ratschlag #7: Wassertreten für starke Abwehrkräfte

Nachdem wir die Aromatherapie bereits erwähnt haben, kommen wir nun zu einem nicht weniger spannenden Aspekt: der Hydrotherapie. Wie der Name schon andeutet, geht es hier um durchblutungsfördernde Maßnahmen, die in Verbindung mit Wasser stattfinden.

Sebastian Kneipp, der bayerischer Priester und Hydrotherapeut war, hatte nicht nur eine äußerst seltene berufliche Kombination, sondern soll die Hydrotherapie auch erst so richtig populär gemacht haben.

Darüber hinaus ist er Namensgeber der Kneipp-Medizin, zu dessen Bestandteilen auch die Wasserkur mit Wassertreten gehört. Auch heute gibt es noch Kureinrichtungen und Entspannungsbäder, die therapeutische Verfahren nach der Kneipp-Medizin berücksichtigen. Darunter fallen auch speziell eingerichtete Wasserbecken, mit denen man zum Beispiel das Wassertreten fabrizieren kann.

Du brauchst dafür allerdings nicht extra eine dieser Einrichtungen aufsuchen und kannst auch zuhause proaktiv werden. Grundlegend gibt es beim Wassertreten die Variante, ein Becken mit kniehohem, kaltem Wasser zu durchstapfen und dadurch Deine Durchblutung zu fördern.

Dazu kannst Du leitungskaltes Wasser in die Badewanne einlassen, die Du in etwa bis zur Hälfte füllst. Einen besseren Effekt erzielst Du, wenn Deine Füße sich vor dem Betreten des Wassers verhältnismäßig warm anfühlen.

Jetzt geht es darum, auf der Stelle zu treten. Dabei befindet sich ein Bein im Wasser, während das andere aus dem Wasser ragt und die Fußspitzen des herausgezogenen Fußes leicht nach unten gebeugt sind. Deshalb nennen manche Hydrotherapeuten diese Übung auch Storchengang. 😉

Wechsle das Bein jeweils im 30-Sekunden-Takt, sodass das Bein im Wasser nach einer halben Minute herausgezogen wird, wenn Du ein erhöhtes Kältegefühl im Unterschenkel gefühlt hast. Ziel vom Wassertreten ist es, beide Füße abwechselnd ins kalte Wasser zu tunken und es dann durch die Raumtemperatur wieder aufzuwärmen.

Wiederhole den Vorgang ein paar Minuten und steige dann komplett aus dem Wasser, um Dich abzutrocknen. Dabei wird empfohlen, Deine nassen Füße mit dem Handtuch lediglich abzustreifen und nicht komplett trocken zu schrubben, damit die durchblutungsfördernde Wirkung sich noch besser entfalten kann.

Wassertreten soll auch gegen Krampfadern und Migräne eingesetzt werden und allgemein zur Abhärtung dienen. So ähnlich wie beim wechselwarmen Duschen, nur dass Du Dich eben auf Deine Füße und unteren Beine fokussierst. Durch die storchenartige Haltung trainierst Du dadurch zusätzlich Dein Gleichgewicht und die Koordination.

Alternativ kannst Du das Wassertreten auch im Freien anwenden, z.B. durch Tautreten auf Wiesen, beim Barfußgehen im Schnee und anderen kühleren Oberflächen oder in Fluss- und Seeufern. Kurzum: Du hast das ganze Jahr über bei Wind und Wetter die Möglichkeit, mit dieser Übung Deine Durchblutung zu fördern.

Es gibt Hydrotherapeuten, die behaupten, dass Wassertreten am Abend durchgeführt zum besseren Einschlafen beiträgt, denn durch den Kältereiz des kühlen Wassers sollen Deine oberflächlichen Blutgefäße kontrahiert werden, die gemeinsam mit der Muskelbewegung Deinen venöser Blutstrom fördern sollen.

Da diese Muskelbewegungen im Unterschenkelbereich realisiert werden, soll es auch zur Vorbeugung gegen Krampfadern angewandt werden.

Zusammengefasst kannst Du durch regelmäßiges Wassertreten folgende Vorteile erwarten …

  • Stärkung Deiner Abwehrkräfte
  • Anregung Deines Kreislaufs
  • Förderung Deiner arteriellen und venösen Durchblutung
  • Stimulation Deiner Muskelbewegungen
  • Minderung von Kopfschmerzen und Migräne
  • Vorbeugung gegen Krampfadern

Wann wirst Du Wassertreten zum ersten Mal ausprobieren und in Deinen Alltag integrieren? Schreib es mir am besten doch direkt unten in die Kommentare!

Ratschlag #8: Die 8 Formen der Chan-Bewegungsmeditation

Die Chan-Meditation ähnelt dem Tai Chi und den 5 Tibetern, wobei durch bewusste Bewegungsabläufe die Muskeln stimuliert und die Gelenke gestärkt werden. Sie soll von Shaolin-Mönchen geprägt worden sein und zeichnet sich durch ihre Einfachheit und das Dehnen mehrerer Muskelgruppen aus.

Die komplette Videoanleitung für alle 8 Formen der Chan-Meditation kannst Du Dir einfach erklärt auf Youtube ansehen. Für alle Formen brauchst Du – je nach Hingabe und Ausführung – zwischen 15 und 30 Minuten. Ich persönlich benutze sie zum Beispiel in der 15-Minuten-Variante und baue sie als Morgenroutine nach dem Aufstehen in den Tag ein, da sie nicht so intensiv wie eine Runde Joggen ist und trotzdem die Durchblutung fördert.

Natürlich kannst Du sie aber auch nach Feierabend als kleine Ruheoase in den Tagesablauf integrieren. Besonders wenn Deine Arbeit durch langes Sitzen gekennzeichnet ist, eignen sich die 8 Formen der Chan-Meditation, weil Du Kopf, Nacken, Rücken, Taille, Arme, Knie und Beine gleichermaßen dehnst.

Ich stelle Dir hier die 6te Form vor, die Oberkörper-Drehung genannt wird (im Englischen „upper body rotation“) und mehrere Muskelbereiche gleichzeitig berücksichtigt.

Gehen wir am besten Schritt für Schritt vor. Hier ist die Anleitung für die Oberkörper-Drehung als 6te Form der Chan-Bewegungsmeditation …

  1. Atme tief ein und entspanne Deinen Körper. Die Beine stehen schulterbreit auseinander.
  2. Heb leicht beide Arme hoch, bis sie schulterbreit fast ausgestreckt sind, sodass die Fingerspitzen zum Himmel und die Handflächen nach innen zeigen. Ungefähr so, als würdest Du einen größeren Ball in der Hand halten.
  3. Bewege Deinen Oberkörper langsam und drehe ihn gemeinsam mit Deinen Armen in einem Halbkreis von links nach rechts.
  4. Achte auf die rotierende Bewegung Deiner Taille und spüre sie bewusst.
  5. Spüre, wie die Bewegung Deiner Taille die Bewegung Deiner Arme lenkt.
  6. Sei Dir der Bewegung Deines Körpers bewusst, auch der Dehnung Deiner Kniesehnen und Waden.
  7. Spüre, wie Du nach und nach mehr entspannt und das Gefühl der Entspannung Deinen Körper durchfließt.
  8. Drehe Deinen Oberkörper jetzt in die entgegengesetzte Richtung und wiederhole die Schritte 4 bis 7.
  9. Wiederhole die Oberkörperdrehung zwischen 10 und 20 Mal in jede Richtung. Um die sechste Form abzuschließen, führst Du Deine Handflächen zusammen und stehst mit beiden Beinen schulterbreit in der Ausgangsposition.

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung berichten, dass Du Dich bei regelmäßigem Anwenden der 8-Formen-Chan-Bewegungsmeditation spürbar fitter und voller Tatendrang fühlst und außerdem stressresistenter in angespannten Situationen bist.

Ausprobieren wird also wärmstens empfohlen 😉

Aber Achtung: Wie Wissenschaftler des University College London in Zusammenarbeit mit dem European Journal of Social Psychology herausfinden konnten, dauert es mindestens 66 Tage, bis eine Gewohnheit stark genug ist, um sich bei Dir gefestigt zu haben.

Dann wird es Dir vermutlich sogar schwieriger fallen, der Gewohnheit nicht mehr nachzugehen. Dranbleiben lohnt sich!

Fazit: Du kannst auf untypische, einfache Art und Weise durch die richtige Ernährung, Entspannung und Bewegung Deine Durchblutung fördern.

Manchmal lässt der stressige Arbeitsalltag es nicht zu, die klassischen Tipps für eine gesunde Durchblutung umzusetzen – sei es durch Joggen, Radfahren oder anderes Cardio- und Fitness-Training. Wenn das der Fall ist, bedarf es revitalisierenden Alternativen, die einfach umzusetzen sind und wenig Zeit verschlingen.

So kannst Du zum Beispiel Deine Morgenroutine aufpeppen und direkt nach dem Aufstehen die 8 Formen der Chan-Bewegungsmeditation für 15 Minuten durchführen, um Deinen Kreislauf in Schwung zu bringen und Dich fit für den Tag zu machen, ohne Dich zu verausgaben.

Nach einer wechselwarmen Dusche kannst Du Dich anschließend dem Power-Frühstück aus Haferflocken, Früchten oder Beeren sowie eisenhaltiger Weizenkleie und ballaststoffreichen Leinsamen widmen, um die Fließgeschwindigkeit Deines Blutes zu erhöhen und Deine Verdauung gesund zu halten.

Zum Runterkommen nach der Arbeit kannst Du dann Arnikablütentee trinken und den Raumduft mit Orangenblütenöl frisieren. Um Dir am Ende des harten Arbeitstages einen ruhigen, erholsamen Schlaf zu gönnen, kannst Du Dir eine Runde Wassertreten in der Badewanne spendieren, um Deine frisch durchbluteten Beine schließlich in die Nachtruhe zu verabschieden.

Ich hoffe, Du konntest den einen oder anderen Ratschlag im wahrsten Sinne des Wortes „zu Herzen“ nehmen und wirst in Zukunft Deinen Tagesablauf damit schmücken, um Deine Durchblutung zu fördern und mit einem gesünderen Herz-Kreislauf-System zu leben. 😉

Bis neulich

Marco.

[1] Karin Kraft, Rainer Stange: Lehrbuch Naturheilverfahren. Georg Thieme Verlag, 2009.
[2] Harry Garms: Menschenkunde und Vererbungslehre, Georg Westermann Verlag, 9. Auflage, Band 3, 1967 – S. 109 – 122 (Das Gefäßsystem)
[3] Der menschliche Körper: Medizinisches Wissen verständlich erklärt – Unser Innenleben mit mehr als 290 Abbildungen; Bechtermünz Verlag, 1997
[4] M. Andersen, U.R. Markham: Flavonoids – Chemistry, Biochemistry and Applications
[5] http://www.orangenoel.info/#wirkung
[6] http://www.das-tee-magazin.de/arnika-tee-hilft-bei-entzuendungen/
[7] http://www.docjones.de/wirkstoffe/echte-arnika/arnikablueten-extrakt-1
[8] https://www.youtube.com/watch?v=lT2ybwklZNI  Vortrag von Dr. Mario Wurglics über die Auswirkungen von Gingko bei Alzheimer
[9] https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/quercetin-reduces-systolic-blood-pressure-and-plasma-oxidised-low-density-lipoprotein-concentrations-in-overweight-subjects-with-a-high-cardiovascular-disease-risk-phenotype-a-double-blinded-placebo-controlled-cross-over-study/8DB47B7FB4C09E5D3995A2F3F577D473
[10] http://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/ginkgo
[11] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Goedsche%20K[Author]&cauthor=true&cauthor_uid=17596696
[12] http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1466853X03001226
[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Wassertreten
[14] http://www.dharmadrumretreat.org/teachings.php?id=eightform
[15] http://repositorio.ispa.pt/bitstream/10400.12/3364/1/IJSP_998-1009.pdf -> London College University, European Journal of Social Psychology – Phillippa Lall: How are Habits Formed – Modelling habit formation in the real world
[16] http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/weizenkleie.html
[17] http://www.eisenmangel.de/was-ist-eisenmangel/eisenmangel-ursachen/geringe-eisenaufnahme
[18] http://www.gesundheit.de/ernaehrung/rund-ums-lebensmittel/viel-eisen
[19] Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann – Schlank mit Darm: Mit der richtigen Darmflora zum Wunschgewicht, Südwest Verlag, 8. Ausgabe 2014
[20] http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=davos11_04_2003

Bildcredits © Depositphotos: lzf, eAlisa, lunamarina, decade3d rexi, Captainimages, scis65, illustrat

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von Marco Weber

Marco ist Personal- und Business-Coach, Blogger und Musiker. Seine kreative Leidenschaft, sich durch Worte auszudrücken und aus Nichts Etwas zu schaffen verknüpft er mit der Hingabe und Willenskraft, seine Mitmenschen mit mehr Bewusstheit und inspirierenden Perspektiven durch ein gesünderes, produktiveres und glücklicheres Leben zu begleiten.

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