Was hilft gegen Kopfschmerzen? Die 11 häufigsten Kopfschmerzarten und wie Du sie gezielt bekämpfst

Kopfschmerzen und natürliche Heilmittel

Jeder kennt sie, versucht sie zu vermeiden und dennoch bleibt man meist nicht von ihnen nicht verschont: Kopfschmerzen können unzählige Ursachen haben und werden daher in der Medizin in über 300 Arten unterschieden.

So haben laut Statista 15% der Deutschen mindestens einmal monatlich Kopfschmerzen, jede hundertste Person sogar täglich. [1]. Dem BARMER Arztreport 2017 zufolge, ist die Kopfschmerz-Diagnose bei 18- bis 27-jährigen von 2005 bis 2015 um ganze 42% gestiegen. [2]

Egal ob Hämmern, Drücken oder Pulsieren – in diesem Artikel findest Du die häufigsten Kopfschmerzarten, deren Ursachen, wie Du sie vermeidest und effektive Sofortmaßnahmen zur Schmerzlinderung.

Kopfschmerzarten im Überblick und was Du selbst gegen sie tun kannst

Brummende Schädel durch einen Kater oder eine Erkältung kennt jeder. Wesentlich häufiger ist aber eine muskuläre Verspannung daran Schuld, dass sich der Kopf anfühlt, als würden kleine Presslufthammer in ihm umherschwirren. So sind 90% aller Kopfschmerzen das Resultat einer Migräne oder des Spannungskopfschmerzes. [3]

1

Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerz tritt in der Regel beidseitig auf und wird als dumpf und drückend empfunden. Zu den Hauptursachen zählen Muskelverspannungen durch Bewegungsmangel, falsche Körperhaltungen, Stress und Schlafmangel.

Im Akutfall kann an die Schläfen und Stirn geriebenes Pfefferminzöl schnelle Schmerzlinderung bringen. Auch Entspannungsübungen wie Yoga, autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung können gezielt Kopfschmerzen reduzieren und Stress abbauen.

Weiterhin kannst Du mit Selbstmassage und gezielten Dehnübungen den Muskeltonus Deines Nackens schnell und einfach senken.

2

Migräne

Bei Migräne treten die Kopfschmerzen meist sehr plötzlich auf und werden von Übelkeit begleitet. Auch neurologische Störungen, wie verschwommenes Sehen oder Empfindungsstörungen sind hierbei keine Seltenheit.

Migräne wird immer durch einen sogenannten Trigger (Auslöser) hervorgerufen. Bei dem einen ist es die Reizüberflutung, bei dem anderen das Wetter. In 90% der Fälle ist jedoch Stress, Angst oder Ärger der Grund. [4]

Auch wenn Migräne bisher nicht heilbar ist, kannst Du die Häufigkeit und Stärke der Migräne-Attacken deutlich lindern. Ein Migräne-Tagebuch kann Dir beispielsweise dabei helfen, Deinen persönlichen Auslöser zu identifizieren.

Weißt Du einmal, was den Migräne-Kopfschmerz bei Dir auslöst, kannst Du ihn gezielt meiden oder mit Entspannungsübungen bekämpfen.

3

Kopfschmerzen durch nicht korrigierte Fehlsichtigkeit

Neben ungünstiger Beleuchtung, Lichtblendung und irritierender Lichtreflexion, kann insbesondere auch ein nicht korrigierter Brechungsfehler der Augen (zum Beispiel Kurz- oder Weitsichtigkeit) zu Kopfschmerzen führen – typischerweise im Augen- und Stirnbereich.

Denn müssen sich die Augen über längere Zeit zu stark anstrengen (beispielsweise bei Bildschirmarbeit), um scharf sehen zu können, verspannen die Augen- und Gesichtsmuskeln schnell.

Wenn Du die für Dich richtige Brille trägst, sollten die Schmerzen innerhalb ein paar Tagen komplett verschwinden.

Gegen müde, brennende und erschöpfte Augen kann ein kurzes Augentraining helfen. Konkrete Tipps findest Du, wenn Du auf die folgende Grafik klickst:

Was hilft gegen Kopfschmerzen

4

Katerkopfschmerz

Den berüchtigten Katerkopfschmerz nach einer durchzechten Nacht kennt wohl fast jeder. Unbekannter hingegen ist der Cocktail-Kopfschmerz, der direkt beim Genuss von Alkohol auftritt.

Der Grund für Kopfschmerzen bei und nach dem Alkoholgenusss ist die Dehydrierung des Körpers. Dadurch wird der Kopf mit weniger Blut und somit auch mit weniger Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Was dagegen hilft? Weniger Alkohol trinken. 😉 Ansonsten solltest Du bereits während des Alkoholkonsums viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tees zu Dir nehmen, um unangenehme Folge-Kopfschmerzen zu vermeiden.

5

Kopfschmerzen bei Medikamentenüberdosis

Generell gilt: Je weniger Medikamente Du zu Dir nimmst, desto weniger Resistenzen baut Dein Körper auf und Du hast mit weniger Nebenwirkungen zu kämpfen.

Insbesondere auf Kopfschmerzpatienten trifft diese Regel zu. Wer aufgrund häufiger oder ständiger Kopfschmerzen oft zu Schmerztabletten greift, sollte zumindest an 20 Tagen pro Monat darauf verzichten können. Anderenfalls sinkt die Schmerzschwelle und chronische Kopfschmerzen entstehen.

Egal ob Thomapyrin, Paracetamol, Aspirin oder Triptane – wer immer wieder zum Schmerzmittel greift, riskiert chronische Kopfschmerzen, die nur mit sehr viel Ausdauer und aktiver Lebensumstellung wieder zu beseitigen sind.

6

Kältebedingte Kopfschmerzen

brainfreeze Kältekopfschmerzen

Ein kalter Smoothie oder ein großer Löffel Vanille-Eis und schon schießt einem der Schmerz wie ein Blitz in den Kopf.

Wie jüngst ein internationales Forscherteam herausfand, liegt das an einem Schutzmechanismus des Körpers, um das Gehirn vor Erfrierungen zu schützen. Bei einem starken Kältereiz am Kopf erweitern sich die Gefäße schlagartig und es kann besonders viel Blut ins Gehirn fließen. Der hohe Druck sorgt dann für die Schmerzen.

Diese Art Kopfschmerz ist daher meist ungefährlich. Sicherlich solltest Du nicht unbedingt 10 Kilogramm Eis verschlingen. Nicht dass sich Dein Kopf doch in die Eiszeit verabschiedet. 😉

7

Sinusitis-Kopfschmerz

Sinusitis- oder auch Erkältungs-Kopfschmerzen treten immer dann auf, wenn die Nasen-Nebenhöhlen entzündet sind.

Typische Symptome sind Schnupfen, drückende Augen und Verspannungen im Kiefer- und Stirnbereich. Der Kopfschmerz selbst ist hier daher meist frontal am Vorderkopf.

Um den Kopfschmerz loszuwerden, solltest Du versuchen, Deine Nasennebenhöhlen wieder freizubekommen. Dabei kann Folgendes helfen:

  • Isotonische Kochsalzlösung als Nasenspülung
  • Inhalation mit ätherischen Ölen (z.B. Eukalyptus) oder Kamillenblüten
  • Viel Trinken (Tee und Wasser)
  • Auf hohe Luftfeuchtigkeit achten

Je nach Stärke der Entzündung können bei bakteriellen Infekten auch Antibiotika notwendig sein.

Vermeiden kannst Du Nasennebenhöhlen-Entzündungen, indem Du nicht rauchst, regelmäßig lüftest und nicht mit Deinen Händen ins Gesicht fasst.

8

Wetterfühligkeit

Kopfschmerzen Wetterfühligkeit

Schwankendes Wetter oder starke Hitze führt bei fast der Hälfte der Deutschen unter anderem zu Kopfschmerzen. Grund dafür sind Anpassungsmechanismen im Körper, die je nach Person unterschiedlich schnell verlaufen.

Gut trainierte und aktive Menschen mit einem intakten Stoffwechsel leiden so deutlich seltener an Wetterfühligkeit. Häufiger betroffen sind beispielsweise Bildschirmarbeiter, denen der körperliche Ausgleich fehlt oder generell Menschen mit Bewegungsmangel.

Wie Du trotz Büroarbeit fit bleiben kannst?

Indem Du das exzessive Sitzen gelegentlich unterbrichst und in Bewegung kommst. Eine ergonomische Büroausstattung ist die Grundvoraussetzung für gesunde Bewegungsabläufe. Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kannst Du beispielsweise zwischen Sitz- und Stehpositionen wechseln.

Darüber hinaus solltest Du darauf achten, regelmäßige Bewegungspausen einzulegen. Nachfolgend kannst Du Dir unser kostenloses 5-Minuten Schreibtisch-Workout herunterladen:

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Für die Erhaltung der Gesundheit empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) außerdem, 10.000 Schritte täglich zu gehen. Das entspricht etwa 7km Fußweg.

In der folgenden Infografik erfährst Du simple Tipps für mehr Bewegung im (Büro-)Alltag:
10000 Schritte täglich: 33 gesunde Bewegungsgewohnheiten

9

Kopfschmerzen bei Schilddrüsen-Unterfunktion

Rund ein Drittel der Patienten mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion haben mit beidseitig anhaltenden Kopfschmerzen zu kämpfen. Obwohl Ärzte den Zusammenhang bislang nicht erklären konnte, belegte eine medizinische Studie: Betroffene leiden häufig unter stärker werdenden oder neu auftretenden Kopfschmerzen. [5]

Bei ständigen Kopfschmerzen mit Begleitsymptomen wie Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Konzentrationsproblmen oder Verstopfung sollte der Arzt daher auch diese Option untersuchen.

10

Hustenkopfschmerz

Diese Art des Kopfschmerzes tritt bei Betroffenen beidseitig beim Niesen, Husten oder Pressen auf und ist eine Folge gesteigerten Hirndrucks.

In den meisten Fällen ist dieser Kopfschmerz harmlos und legt sich innerhalb von 30 Minuten.

Leider gibt es bisher keine Therapiemöglichkeiten. Wie beim Verspannungskopfschmerz, kann aber frische Luft, ätherische Öle und eine Selbstmassage helfen.

Dennoch solltest Du zur eindeutigen Diagnose einen Arzt aufsuchen, um insbesondere ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

11

Kopfschmerzen bei sexueller Aktivität

ständige Kopfschmerzen beidseitig

Männer sind von Sexualkopfschmerzen drei bis vier Mal so häufig betroffen wie Frauen. Die Chance, dass auch Du von dieser Kopfschmerzart betroffen wirst, liegt bei 1/100. [6] Hierbei kommt es vor oder während des Orgasmus zu stärker werdenden Kopfschmerzen. Häufig ziehen die Schmerzen vom Nacken bis in die Stirn. Die Ursache kann ein verletztes Blutgefäß im Gehirn sein.

Daher solltest Du unbedingt direkt zum Arzt gehen!

Was kannst Du gegen Kopfschmerzen unternehmen? Natürliche Mittel zur Bekämpfung von Kopfschmerzen

  1. Rege Deinen Kreislauf mit wechselwarmen Wadenduschen an. Dadurch verbesserst Du die Durchblutung Deines Hirns, sodass es mit mehr Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird.
  2. Reibe etwas Pfefferminzöl auf Deine Schläfen und Deine Stirn. Laut dem Ärzteblatt kann diese altbewährte Methode Schmerzbotenstoffe hemmen.
  3. Lass die Arbeit für einen Moment liegen und gönn Dir eine Pause. Ein Spaziergang an der frischen Luft hat schon den ein oder anderen Schmerz lindern können.
  4. Massiere Deinen Kopf, Deine Schläfe, Deinen Nacken oder auch vorsichtig Deine Augen, um Verspannungen zu lösen.
  5. Achte auf Deine Flüssigkeitszufuhr. Ich stelle mir dafür immer 1,5 Liter Wasser an meinen Arbeitsplatz, die ich bis zum Feierabend geleert haben muss.
  6. Achte auf Deine Atmung. Schließe Deine Augen und atme tief ein, halte die Luft kurz und atme dann wieder aus. Wiederhole diese Übung 10 Mal.
  7. Auch Wärme kann Verspannungen effektiv lindern und sorgt für ein wohliges Gefühl. Ein heißes Bad, ein erwärmtes Kirschkernkissen oder auch einfach ein heißer Lappen auf dem Nacken kann helfen.

Fazit: Die meisten Kopfschmerzen lassen sich ohne Medikamente behandeln

Die Ursachen von Kopfschmerzen sind vielfältig. Doch in den meisten Fällen lassen sich Kopfschmerzen auf ganz natürliche Weise behandeln. Greife daher nicht gleich zu Tabletten, sondern nimm ausreichend Flüssigkeit zu Dir, bringe Deinen Körper in Bewegung und reduziere nachhaltig Stress. Auch ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder bewirken.

Hast Du weitere Tipps, wie man Kopfschmerzen schnell und einfach loswerden kann? Oder war Dein Kopfschmerz-Typ in diesem Artikel nicht dabei? Dann hinterlasse uns doch gerne einen Kommentar und teile mit uns Deine Erfahrungen! 🙂

Bildcredits (Depositphotos): inesbazdar

Quellen und wissenschaftliche Studien:
[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/282330/umfrage/haeufigkeit-von-kopfschmerzen-in-deutschland-nach-geschlecht-und-altersgruppe/
[2] https://www.barmer.de/blob/99196/40985c83a99926e5c12eecae0a50e0ee/data/dl-barmer-arztreport-2017.pdf
[3] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kopfschmerz-die-252-arten-des-volksleidens-a-944741.html
[4] Wilhelm, Helmut. “Migräne-Mythen aufgedeckt!” CME 11.3 (2014): 53-61
[5] Moreau, Manceau, Giroud-Baleydier, Dumas, Giroud. „Headache in hypothyroidism. Prevalence and outcome under thyroid hormone therapy” Cephalalgia (1998): 687 – 689
[6] http://www.netdoktor.de/krankheiten/sexualkopfschmerz/

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