Mobiles Arbeiten – Arbeiten, wo Du willst

Mobiles Arbeiten kann von überall aus stattfinden; Bild zeigt zwei Personen, die im Cafè arbeiten

Mobiles Arbeiten ermöglicht es, unabhängig von einem festen Arbeitsplatz zu arbeiten – sei es zu Hause, in einem kleinen Café oder sogar im Ausland. Die gewonnene Flexibilität und Freiheit, die damit einhergeht, kann eine ausgeglichene Work-Life-Balance fördern, die Produktivität steigern und langfristig glücklicher machen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Mobiles Arbeiten Definition

  2. Mobile Arbeit Gesetz: Das gilt es zu beachten

  3. Die wichtigsten arbeitsrechtlichen Richtlinien im Überblick

  4. Die Vor- und Nachteile von mobilem Arbeiten

  5. Unterschied Home-Office und mobiles Arbeiten: So unterscheiden sich die beiden Arbeitsformen

  6. So setzt Du Mobile Work in Deinem Unternehmen um

  7. Fragen und Antworten zum mobilen Arbeiten

  8. Fazit

Mobiles Arbeiten Definition

Mobiles Arbeiten, oft auch als „Remote Work“ oder „Mobile Office” bezeichnet, ist eine Form des ortsunabhängigen Arbeitens. Dabei haben Angestellte keinen festen Arbeitsplatz und können in der Regel selbst bestimmen, von wo aus sie arbeiten wollen – ob im Café, am Strand oder in Co-Working-Spaces.

Die Nutzung hochmoderner Technologien macht es zunehmend einfacher, berufliche Tätigkeiten flexibel und unabhängig von einem traditionellen Büro auszuführen. Obwohl mobiles Arbeiten oft ohne festen Arbeitsplatz ausgeführt wird, kann es Absprachen für feste Arbeitsplätze außerhalb des Büros geben, wie es beim Home-Office der Fall ist.

Hinweis: Es gibt keine spezifische gesetzliche Regelung für mobiles Arbeiten, wodurch auch die Anforderungen an den Arbeitgeber flexibler sind. Dennoch müssen arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen auch beim mobilen Arbeiten beachtet werden

Abgrenzung zur Telearbeit – Das sind die Hauptunterschiede zwischen beiden Arbeitsmodellen

  1. Mobile Work steht für das Arbeiten von verschiedenen Orten aus und betont die Flexibilität und Mobilität des Arbeitens. Angestellten steht die Möglichkeit offen, ortsunabhängig zu arbeiten und bei Bedarf ins Büro zurückzukommen, weshalb die Arbeitsstättenverordnung keine Anwendung findet.

  2. Telearbeit bezeichnet die Arbeit an einem fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz im häuslichen Umfeld und unterliegt somit den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung. Bedingungen wie die wöchentliche Arbeitszeit oder Erreichbarkeit müssen im Arbeitsvertrag festgelegt werden und der Arbeitgeber ist für die Einrichtung des Arbeitsplatzes verantwortlich. Home-Office ist eine spezifische Form der Telearbeit und unterliegt daher ebenfalls den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung. 

Die drei zukunftsfähigen Arbeitsmodelle Mobiles Arbeiten, Telearbeit und Home-Office, sind eine Reaktion auf die Digitalisierung, Automatisierung und einen tiefgreifenden Wandel in den Erwartungen und Bedürfnissen von Mitarbeitern.

Genau hier setzt das New Work an und bietet mit neuen Arbeitsmodellen die Möglichkeit, den Arbeitstag zeitlich und örtlich flexibel zu gestalten. Diese Freiheit bedeutet weniger Stress und mehr Zeit und Energie für wichtigere Dinge wie Familie, Freunde und Hobbys.

Mobile Arbeit Gesetz: Das gilt es zu beachten

Bei mobiler Arbeit gilt sowohl das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Arbeitsrechtlich wird beim mobilen Arbeiten zwischen zwei Kategorien unterschieden.[1]

Mobiles Arbeiten als Arbeitsauftrag

Mobiles Arbeiten, das in den Arbeitsverträgen von Arbeitnehmer festgelegt ist, gehört zum grundlegenden Arbeitsauftrag. Insbesondere für Berufsgruppen, die viel unterwegs sind. Darunter fallen Berufsgruppen wie:

  • Vertriebsmitarbeiter

  • Handwerker auf Baustellen

  • Beschäftigte im Serviceeinsatz

  • Paketzusteller

  • Arbeitnehmer in städtischen Bau- oder Gartenpflegetrupps

Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung dafür, dass die Arbeitnehmer die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG), einschließlich der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten von elf Stunden gemäß § 5 Abs. 1 ArbZG, einhalten. Dabei ist er jedoch auf die Zuverlässigkeit der Arbeitnehmer angewiesen.

Mobiles Arbeiten als Option

Hier wird dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geboten, außerhalb eines festen Arbeitsplatzes zu arbeiten, egal, ob im Café, im Zug oder im Homeoffice. Besonders während der Coronapandemie wurde diese Option von vielen Arbeitgebern und Arbeitnehmern genutzt, um das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz auf ein Minimum zu beschränken.

Wichtig ist, klare Regeln und Abläufe sowohl für den Arbeitgeber, als auch für den Arbeitnehmer festzulegen. Hier kann die Arbeitsstättenverordnung für Telearbeit eine nützliche Richtlinie zur Orientierung bieten.

Good-to-know: Die zukünftige Arbeitswelt wird zunehmend von flexibleren Arbeitsplätzen geprägt. Laut der PlanRadar Studie arbeiten derzeit etwa 25 % der Beschäftigten in Deutschland regelmäßig oder gelegentlich remote. Firmen, die sich an diesem Trend anpassen, profitieren nicht nur von einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit, sondern können auch ihre Kosten durch eine gut durchdachte Arbeitsplatzgestaltung reduzieren.[2]

Gibt es ein Recht auf mobiles Arbeiten?

Rechtlich gesehen gibt es keinen Anspruch auf mobiles Arbeiten. Der erste Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für mobiles Arbeiten wurde vom Kanzleramt abgelehnt. Dieser Entwurf, der Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage mobiles Arbeiten pro Jahr zu gewähren, fand keine Zustimmung.[3]

Das ortsunabhängige Arbeitsmodell beruht auf dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Das heißt, sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber müssen freiwillig zustimmen.

Good-to-know: Viele Unternehmen bieten mobiles Arbeiten als zusätzliche Leistung an. Dies stärkt nicht nur die Arbeitgebermarke, sondern sorgt auch für motivierte Angestellte. Darüber hinaus eröffnet es den Unternehmen die Möglichkeit, deutschlandweit oder sogar europaweit nach Talenten zu suchen, wodurch sich der Pool potenzieller Kandidaten erheblich vergrößert. 

Für Arbeitgeber bedeutet dies eine nachhaltige Win-win-Situation, die sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht als auch zur Resilienz und zum Erfolg des Unternehmens beiträgt.

Betriebsvereinbarung mobiles Arbeiten

Bisher liegt die Verantwortung für die Gestaltung eines mobilen Arbeitsplatzes oft bei den Beschäftigten selbst, statt bei dem Arbeitgeber. Ist mobiles Arbeiten jedoch eine allgemeine Anforderung an Arbeitnehmer, sollten betriebliche Rahmenbedingungen definiert werden.

Hier empfiehlt es sich, die Rechte und Pflichten beider Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – in einer Dienst- oder Betriebsvereinbarung festzuhalten. Diese Vereinbarung sollte folgende Aspekte beinhalten: 

  • Arbeitsmittel

  • Datenschutz

  • Haftung

  • Kosten 

  • Widerrufsmöglichkeiten

Mobiles Arbeiten im Ausland bzw. EU-Ausland

Beim mobilen Arbeiten im Ausland, gibt es wichtige Aspekte, die Du vorab prüfen solltest. Darunter fallen Punkte wie: 

  • Arbeitsrechtliche und steuerliche Regelungen des Gastlandes 

  • Sozialversicherungsansprüche

  • Datenschutzbestimmungen

  • Unternehmensrichtlinien

  • Arbeitserlaubnis und Visa-Anforderungen

Zusätzlich sollten die Herausforderungen durch unterschiedliche Zeitzonen nicht unterschätzt werden. Es ist wichtig, diese Punkte vorab zu klären, um rechtliche und administrative Probleme gezielt zu vermeiden.

Mobiles Arbeiten ist auch im Ausland und am Strand möglich

Mobiles Arbeiten Steuer: Das kannst Du geltend machen

Beim mobilen Arbeiten ist es möglich, die Kosten für selbst angeschaffte Arbeitsutensilien wie Monitor, Webcam oder ergonomische Büromöbel steuerlich abzusetzen. 

Sobald Du einen Teil der mobilen Arbeit von zu Hause arbeitest, kannst Du bis zu 1.250 Euro der Arbeitszimmerkosten jährlich von der Steuer absetzen.

Wichtig: Eine Arbeitsecke in der Küche oder Deines Schlafzimmers reicht nicht aus, um als Arbeitsplatz gelten zu machen. Es muss ein separates Zimmer sein, dass ausschließlich für Arbeitszwecke genutzt wird.

Die wichtigsten arbeitsrechtlichen Richtlinien im Überblick

Arbeitgeber müssen auch bei mobiler Arbeit die Vorschriften wie Gesundheits- und Arbeitsschutz einhalten, da sowohl das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) greift. Im Folgenden findest Du die wichtigsten Pflichten des Arbeitgebers zusammengefasst:

Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung und Unfallversicherung

Arbeitgeber sind verpflichtet, den Arbeitsschutz auch bei mobiler Arbeit und Homeoffice zu gewährleisten, was die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung und die Sicherstellung des Unfallversicherungsschutzes einschließt.

Unfälle während beruflicher Tätigkeiten gelten grundsätzlich als Arbeitsunfälle – unabhängig vom Ort. Allerdings sind nicht alle Aktivitäten während der Arbeitszeit automatisch beruflich bedingt. 

So sind beispielsweise Wege in der eigenen Wohnung, wie der Gang zur Kaffeemaschine, in der Regel nicht versichert, während berufsspezifische Tätigkeiten, wie die Prüfung des WLAN-Netzes, unter den Versicherungsschutz gefallen. 

Bei mobiler Arbeit ist es für den Arbeitgeber aufgrund der Ortsunabhängigkeit schwierig, physische und psychische Gefahren am Arbeitsplatz des Beschäftigten zu beachten, da er nicht jeden Arbeitsplatz einzeln kontrollieren kann. Hierbei können sich praktische Checklisten oder digitale Schulungen anbieten, die der Arbeitnehmer selbstständig abhaken oder absolvieren kann. 

Wichtig: Eine klare Rechtsprechung zur Versicherung mobiler Arbeitsplätze steht noch aus – weshalb sich Arbeitgeber zunächst an den Kriterien für das Homeoffice orientieren können.

Erfassung der Arbeitszeit

Auch eine fehlerlose Dokumentation der Arbeitszeit nach gesetzlichen Vorgaben ist beim mobile Working notwendig, wobei regelmäßige Pausen und Ruhezeiten zu beachten sind. 

Der Gesetzgeber legt in § 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer fest, dass die tägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers an Werktagen acht Stunden nicht überschreiten soll. Die maximale Arbeitszeit pro Woche beträgt laut Arbeitszeitgesetz 48 Arbeitsstunden. Um einer möglichen Mehrarbeit gezielt entgegenzuwirken, empfiehlt es sich daher, feste Arbeits- und Erreichbarkeitszeiten für den Arbeitnehmer festzulegen.

Tipp: Digitale Zeiterfassungstools können helfen, einen besseren Überblick über die Arbeitszeiten zu bekommen, sie regelmäßig zu notieren und sicherzustellen, dass die festgelegten Zeiten auch eingehalten werden.

Kosten für Büroausstattung

Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, die Kosten für technisches Equipment oder ergonomische Büroausstattung bei mobilem Arbeiten zu übernehmen. Dennoch kann es im Interesse des Unternehmens liegen, Mitarbeitenden wichtige Arbeitsmittel wie Laptop oder Handy bereitzustellen, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten und effizientes Arbeiten zu fördern.

Zu einem mobilen Arbeitsplatz gehört auch die richtige Büroausstattung wie ein höhenverstellbarer Schreibtisch

Du arbeitest mobil und willst Dein Arbeitszimmer einrichten? Dann dürfen laut der STA-Regel diese drei Büromöbel auf keinen Fall fehlen: 

1. Ein ergonomischer Bürostuhl, der für bequemes und gesundes Sitzen sorgt. 

2. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch, mit dem Du auf Knopfdruck gesund und produktiv im Stehen arbeitest.

3. Praktische Arbeitsutensilien wie ein separater Monitor oder Laptophalterung, die Du auf Deine optimale Augen- und Arbeitshöhe anpassen kannst.

Falls Du noch mehr Tricks für eine ergonomische Arbeits- und Lebensumgebung brauchst, dann schaue direkt mal unter Tipps Ergonomie am Arbeitsplatz vorbei - 144 Tipps, für gesundes und produktives Arbeiten.

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Datenschutz

Der Datenschutz gemäß Artikel 5 der DSGVO ist auch beim mobilen Arbeiten einzuhalten. Arbeitgeber sind verpflichtet, die Vertraulichkeit und Integrität von Daten durch angemessene organisatorische und technische Maßnahmen sicherzustellen.

Reibungslose Zusammenarbeit und Informationsfluss

Effiziente und ortsübergreifende Zusammenarbeit erfordert digitalisierte Prozesse, einschließlich Kommunikationstools wie interne Chats, Video-Meetings und interaktive Plattformen für Brainstorming und Projektmanagement. 

Zusätzlich sollte sichergestellt werden, dass alle Informationen und Neuigkeiten digital gespeichert und für jeden Mitarbeiter zugänglich ist. Hier bietet sich beispielsweise ein interner, wöchentlicher Newsletter, Firmenchats, monatliche Kick-Off-Sessions oder ein internes Wiki (interne Wissensdatenbank für Unternehmen) an. 

Die Vor- und Nachteile von mobilem Arbeiten

Eine erfolgreiche Einführung von mobilem Arbeiten hängt von verschiedenen unternehmensspezifischen Faktoren ab. Allerdings gibt es einige Punkte, die bei der Entscheidung, das Arbeitsmodell zu integrieren, hilfreich sein können. 

Vorteile von mobilem Arbeiten

  • Steigerung der Work-Life-Balance durch flexible Arbeitsgestaltung

  • Verbesserung des Arbeitgeberimages

  • Mehr Flexibilität und Selbstbestimmung für Arbeitnehmer

  • Erhöhung der Motivation und des Verantwortungsbewusstseins

  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit (z. B. Vereinbarkeit von Familie)

  • Möglichkeit zum Einstellen internationaler Talente

  • Zeitersparnis durch Wegfall des Arbeitsweges

  • Bessere Bindung an den Betrieb durch steigende Zufriedenheit

  • Steigerung der Leistungsbereitschaft und Bindung zum Unternehmen

Nachteile von mobilem Arbeiten

  • Überarbeitung durch zu langes Arbeiten

  • Vermischung von Berufs- und Privatleben

  • Schwächung der Team-Bindung bei fehlendem, regelmäßigen Austausch

  • Erschwerte interne Kommunikation

  • Stress durch ständige Erreichbarkeit und fehlende Trennung von Arbeit und Freizeit

  • Unbeachtete Regelungen zu maximaler Arbeitszeit und Ruhezeiten

Unterschied Home-Office und mobiles Arbeiten: So unterscheiden sich die beiden Arbeitsformen

Anders als beim mobilen Arbeiten ist der Arbeitsort beim Home-Office klar definiert: das eigene Zuhause. Hierfür richtet der Arbeitgeber einen festen Arbeitsplatz ein, der üblicherweise Laptop, Monitor und gegebenenfalls ergonomische Büromöbel umfasst. Der Arbeitnehmer muss zu den festgelegten Zeiten an diesem Platz erreichbar sein.

Bei mobilen Arbeitsplätzen hat der Arbeitnehmer, wie der Name schon sagt, keinen festen Arbeitsplatz. Hier ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, dem Mitarbeiter essenzielle Arbeitsutensilien wie Laptops oder Handys zur Verfügung zu stellen. Viele Arbeitgeber machen das dennoch, um effizientes und reibungsfreies Arbeiten sicherzustellen.

Bei beiden Arbeitsmodellen muss der Arbeitgeber den Pflichten des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes nachkommen. Auch wenn das Einhalten der gesetzlichen Ruhezeiten gemäß  § 5 Abs. 1 ArbZG bei mobiler Arbeit durch das Arbeiten im Ausland und der damit einhergehenden Zeitverschiebung, herausfordernder sein kann.

Good-to-know: Seit dem 1. Januar 2020 können Arbeitnehmer die Homeoffice-Pauschale nutzen, um Homeoffice-Tage bis einschließlich 2022 steuerlich abzusetzen. Diese Pauschale beträgt 5 € für jeden Tag, an dem Du Zuhause gearbeitet hast, mit einem Höchstbetrag von 600 Euro. Das entspricht maximal 120 Tagen im Home-Office pro Kalenderjahr. Die Homeoffice-Pauschale kann ebenfalls bei Remote Work angewendet werden.

So setzt Du Mobile Work in Deinem Unternehmen um

Eine erfolgreiche Umsetzung des modernen Arbeitsmodells in Unternehmen basiert auf dem wesentlichen Fortschritt in der Kommunikations- und Informationstechnologie. Folgende Punkte können für eine strukturierte und rechtlich abgesicherte Einführung sorgen.

Technologische Grundlagen:

  • Unkomplizierter Zugriff auf Unternehmensnetzwerke (z. B. VPN)

  • Mobile Unternehmensanwendungen (ERP, CRM)

  • Digitale Arbeitszeiterfassung

  • Praktische Kollaborationstools wie Slack, Teams etc.

Arbeitsrechtliche Aspekte:

  • Klärung der Ansprüche an die Büroausstattung

  • Aufteilung der Arbeitszeit zwischen Büro und mobilem Arbeitsplatz

  • Gewährleistung des Datenschutzes am mobilen Arbeitsplatz

  • Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen gemäß dem Arbeitsschutzgesetz

Fragen und Antworten zum mobilen Arbeiten

Im folgenden Abschnitt beantworten wir Dir nochmal alle wichtigen Fragen rund um das Thema mobiles Arbeiten. 

Was ist mobiles Arbeiten?

Mobiles Arbeiten erlaubt Angestellten, unabhängig von einem festgelegten Arbeitsort zu arbeiten. Die Wahl des Arbeitsplatzes liegt dabei üblicherweise bei den Mitarbeitern selbst. In einigen Fällen vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch einen bestimmten Ort für die Arbeit außerhalb der Unternehmensräumlichkeiten, beispielsweise das Home-Office.

Was ist der Unterschied zwischen Home-Office und mobilem Arbeiten?

Der Hauptunterschied liegt im Arbeitsort. Home-Office bedeutet, von zu Hause aus zu arbeiten, oft mit einem fest eingerichteten Arbeitsplatz seitens des Arbeitgebers. 

Mobiles Arbeiten findet meist ortsunabhängig statt, wie in Cafés, Co-Working-Spaces oder sogar aus dem Ausland – einschließlich der Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten. (Hier zu „Unterschied Home-Office und mobiles Arbeiten: So unterscheiden sich die beiden Arbeitsformen“ springen)

Was spricht für mobiles Arbeiten und was für Home-Office?

Vorteile des mobilen Arbeitens:

  1. Ortsunabhängigkeit: Ermöglicht das Arbeiten von beliebigen Orten, was eine Anpassung an verschiedene Lebenssituationen und Bedürfnisse erlaubt.

  2. Flexibilität: Bietet eine größere Freiheit in der Gestaltung des Arbeitsalltags, was insbesondere für kreative oder projektbasierte Tätigkeiten förderlich sein kann.

  3. Work-Life-Balance: Bessere Vereinbarkeit beruflicher Aufgaben mit privaten Verpflichtungen oder Interessen. Kurz: Arbeit, die zum Leben passt.

Vorteile des Home-Office:

  1. Feste Arbeitsumgebung: Ein fester Arbeitsplatz zu Hause kann helfen, konzentrierter zu arbeiten und somit zu mehr Produktivität führen.

  2. Weniger Ablenkung: Im Vergleich zu öffentlichen Plätzen oder wechselnden Umgebungen bietet das Home-Office eine konstante Umgebung, was sich positiv auf die Konzentration auswirken kann.

  3. Kosten- und Zeitersparnis: Der Wegfall des Pendelweges zur Arbeit, kann nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch Kosten sparen.

Was ist der Unterschied zwischen Telearbeit und mobilem Arbeiten?

Während bei dem Arbeitsmodell der Telearbeit der Arbeitsplatz fest im Vertrag geregelt ist, beispielsweise im eigenen Zuhause des Mitarbeiters, bietet mobiles Arbeiten den Angestellten die Flexibilität, ihren Arbeitsort selbst zu wählen – sei es im Café, Co-Working-Space oder sogar im Ausland. 

Ist mobiles Arbeiten im Ausland erlaubt?

Grundsätzlich ist mobiles Arbeiten im Ausland möglich, aber es gibt einige Aspekte, die es dabei zu berücksichtigen gibt. Dazu gehören unter anderem arbeitsrechtliche Bestimmungen, Steuerregelungen und Sozialversicherungsvorschriften des jeweiligen Landes. (Hier zu „Mobiles Arbeiten im Ausland bzw. EU-Ausland“ springen)

Mobiles Arbeiten ist eine moderne Arbeitsform, die unter das Konzept New Work fällt. Sie bietet den Arbeitnehmern mehr Flexibilität, Freiheit und eine verbesserte Work-Life-Balance, was sich wiederum positiv auf ihre Arbeitsleistung und ihr Engagement zum Unternehmen auswirkt.

Das erfolgreiche Umsetzen von mobile Work kann ein maßgeblicher Hebel für Unternehmen darstellen, da sich somit flexibel an die moderne und sich rasch veränderte Arbeitswelt anpassen und auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer reagieren. 

Hast Du auch bereits Erfahrungen mit mobilem Arbeiten gemacht? Erzähl es uns in den Kommentaren! 

[1] [1]  Mobiles Arbeiten: Definition, Unterschied zu Homeoffice und gesetzliche Anforderungen an Arbeitgeber [Internet] Betriebssicherheit und Arbeitsstätten, 09.10.2020 [Letzter Abruf: 2023 Nov 22]. URL: https://www.forum-verlag.com/blog-as/mobiles-arbeiten#Block1. 

[2] Das Büro der Zukunft: Untersuchung 2023 [Internet]. 2022 Jan 25 [Letzter Abruf: 2023 Okt 31]. URL: https://www.planradar.com/de/buero-der-zukunft/.

[3] Mobiles Arbeiten: Definition, Unterschied zu Homeoffice und gesetzliche Anforderungen an Arbeitgeber [Internet] Betriebssicherheit und Arbeitsstätten, 09.10.2020 [Letzter Abruf: 2023 Nov 22]. URL: https://www.forum-verlag.com/blog-as/mobiles-arbeiten#Block1. 

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