Muskuläre Dysbalancen verstehen und Schmerzen reduzieren

Muskulaere Dysbalancen
Medizinischer Beirat Prof. Dr. rer. medic. Alfred Rucker wissenschaftlich geprüfter Artikel Von Prof. Dr. rer. medic. Alfred Rucker nach hohen wissenschaftlichen Standards geprüft.   

Du leidest unter Schmerzen und möchtest Deine möglicherweise zugrundeliegenden muskulären Ungleichgewichte (auch muskuläre Dysbalancen genannt) durch die richtigen Übungen ausgleichen?

In diesem Artikel erfährst Du, wie Schmerzen entstehen, wie du sie lindern kannst und warum es dafür meistens nicht notwendig ist, Muskeldysbalancen ins Gleichgewicht zu bringen.

Was sind muskuläre Dysbalancen?

Herrscht eine eingeschränkte Belastbarkeit und/oder Funktionalität zwischen funktionell gegenüberliegenden Muskeln, beispielsweise zwischen rechtem und linkem Bein oder Bizeps und Trizeps, spricht man von muskulären Dysbalancen. Diese können sich als tatsächlicher Kraftunterschied bemerkbar machen oder beispielsweise auch in unterschiedlicher Beweglichkeit oder in einem Koordinationsdefizit zeigen.

Solche muskulären Ungleichgewichte bestehen bei allen Menschen in verschiedenen Ausprägungen und sind entgegen vorherrschender Vorstellungen in der Regel nicht Auslöser von Schmerzen. [1]

Wusstest Du, dass nahezu alle Profisportler wie Olympia-Schwimmer, Marathon-Weltrekordler oder Gewichtheber muskuläre Dysbalancen, Skoliosen und andere Asymmetrien haben? [2][3]

Und jeder Deiner Bekannten ist auf seine Art und Weise “krumm” und “schief”. Die meisten davon haben keine oder nur wenig Schmerzen. Es ist mittlerweile sehr gut erforscht, dass zum Beispiel vermeintlich schiefe Haltungen nicht die Schmerzwahrnehmung erklären können.[4][5]

Warum Muskeldysbalancen selten die Ursache für Schmerzen sind

Vermutlich hat man Dir gesagt, dass Deine Schmerzen durch muskuläre Dysbalancen und irgendeine Schiefstellung wie Beckenschiefstand, Beinlängendifferenz oder Skoliose kommt?

Viele Studien aber zeigen, dass alle Menschen irgendwelche Asymmetrien in ihrer Körperstruktur haben und dennoch ein überraschend großer Teil unter ihnen schmerzfrei ist. Denn Schmerzen sind multifaktoriell, sind also die Summe verschiedenster Ursachen. [6][7][8]

Das bedeutet, dass die Entstehung von Schmerzen viel komplexer ist und Du Dir erlauben darfst, Dysbalancen zu haben. Dysbalancen sind nichts Schlimmes!

Muskuläre Dysbalancen bereiten nur dann Schmerzen, wenn die aus ihnen und anderen Reizen (Stressoren) resultierende Belastung größer ist als die Belastbarkeit Deines Körpers. Denn Schmerzen sind ein Alarmsignal Deines Gehirns, wenn es etwas als Gefahr interpretiert.[9]

Belastbarkeit Belastung Schmerz Modell

Wenn Du Dich zum Beispiel eher weniger bewegst und plötzlich einen Marathon läufst, ist Dein Körper auf diesen biomechanischen Stress nicht vorbereitet und reagiert womöglich mit Schmerzen. Denn Dein Körper hatte eine geringe Belastbarkeit und eine hohe Belastung.

Deine Belastbarkeit ist aber nicht nur von Deinem physischen Trainingszustand abhängig, sondern auch von Deinem psychischen Befinden sowie sozialen Faktoren. [10][11][12][13]

Sportler neigen beispielsweise eher zu Verletzungen, wenn sie schlecht geschlafen haben oder sie mit Ärger oder Anfeindungen (= Stressreiz) konfrontiert sind.[14][15][16]

Zum besseren Verständnis von Schmerzen kannst Du Dir ein Fass vorstellen, dass Deine Belastbarkeit darstellt. Sekündlich fließen unterschiedliche Stressoren wie zum Beispiel grelles Licht, Geschrei, Hektik, muskuläre/körperliche Belastung und weiteres auf Dich ein, die in Summe Deine Belastung darstellen. Erst wenn die Gesamtbelastung Deine aktuelle Belastbarkeit übersteigt, “läuft das Fass über” und Du spürst Symptome wie zum Beispiel Verspannungen oder Schmerzen.

Schmerzschwelle Belastbarkeit Belastung

Inspiriert von Physiomeetsscience [17]

Jeder äußere oder innere Reiz in Deinem Leben hat Einfluss auf Deine Schmerzwahrnehmung. Auch stark ausgeprägte muskuläre Dysbalancen können ein Faktor in “Deinem Fass” sein. Deshalb kann es Sinn ergeben, diese zu reduzieren. [18][19]

Prinzipiell aber sind Muskeldysbalancen vollkommen normal und Dein Körper hat sich sehr wahrscheinlich an diese Veränderung ohne Probleme angepasst. So oder so ist es deshalb ratsam, auch all die anderen Belastungsfaktoren in “Deinem Fass” zu reduzieren, wenn Du mit Schmerzen zu kämpfen hast. Zusätzlich lohnt es sich natürlich auch, Deine Belastbarkeit (die “Größe Deines Fasses”) zu verbessern zum Beispiel durch Resilienz-Übungen oder sportliches Training.

Im Folgenden soll es aber konkret um die Reduzierung Deiner muskulären Ungleichgewichte gehen.

Die Ursachen von muskulären Dysbalancen

Die Welt ist geprägt von Prozessen, die durch Dysbalancen entstehen und Balance anstreben: Hoch- und Tiefdruckgebiete gleichen sich durch den Wind aus. Angebot und Nachfrage finden ihr Gleichgewicht im Preis.

Und auch der Körper strebt nach Balance: So ist beispielsweise Schweiß die kühlende Antwort auf Überhitzung und Zittern die Selbstregulation bei Unterkühlung.

Das dahinter liegende Phänomen wird wissenschaftlich als Homöostase bezeichnet und beschreibt die Tendenz von Organismen, durch selbstregulatorische Prozesse einen ausgeglichenen inneren Zustand aufrechtzuerhalten – sprich: möglichst gesund zu bleiben.

Derselbe Mechanismus sorgt im Optimalfall auch für bewegliche und schmerzfreie Muskeln. Dabei wirken vielfältige biologische Einflüsse (zum Beispiel Bewegungsausmaß, Ernährung) und psychosoziale Faktoren (zum Beispiel Gemütszustand, Stress) auf das Gesamtsystem ein und können zu muskulären Dysbalancen führen.

Die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Muskeldysbalancen:[20][21]

  • Bewegungsmangel: In den Jahrmillionen der Menschwerdung nutzten unsere Vorfahren ein facettenreiches Bewegungsrepertoire und liefen bis zu 40 Kilometer täglich. Aufgrund dessen passten sich durch evolutionäre Prozesse auch unsere Körpermechanismen optimal daran an. Die Bewegungsarmut des Bürozeitalters hingegen führt zu einem verschlechterten Stoffwechsel und begünstigt damit das Gefühl von Verspannungen, muskulären Dysbalancen und Schmerzen.
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  • Bewegungsradius- bzw. Mobilitätsmangel: Jedes Gelenk hat bei flexibler Muskulatur einen gewissen Bewegungsradius, in dem es bewegt werden kann und sollte. Denn nur so werden auch die an der Bewegung beteiligten Gewebestrukturen und Muskeln ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Der Stoffwechsel von Gelenkknorpel beispielsweise wird ausschließlich durch Bewegung angetrieben. Bei einseitiger Bewegung (z. B. täglich stundenlange Computerarbeit) sorgt unser auf Energiesparen getrimmter Körper für Gewebeabbau und -umbau und somit auch für muskuläre Dysbalancen.
  • Einseitige Belastung: Übermäßiges, bewegungsarmes Sitzen oder beispielsweise einseitige Belastungen wie ausschließliches Nutzen der starken Körperseite führen zu ungleichmäßigen Gewebeumstrukturierungen und somit auch zu muskulären Ungleichgewichten.
  • Strukturelles Ungleichgewicht: Wenn Deine Skelett-Knochen unterschiedlich sind – beispielsweise unterschiedlich lange Beine -, passen sich die umliegenden Gewebestrukturen und Muskeln daran an, damit unser Körper weiterhin ausbalanciert ist und wir gerade Stehen können. Diese Dysbalancen sind eine Notwendigkeit für den Körper und können nicht vollständig behoben werden.
  • Audiovisuelle Dysbalancen: Ein stärkeres Ohr oder Auge kann dazu führen, dass wir bestimmte Haltungen und Bewegungsmuster häufiger einnehmen und somit muskuläre Ungleichgewichten begünstigen.
  • Neurologisch/Psychologisch: Verletzungsfolgen, ungünstige Bewegungserfahrungen (Schmerzgedächtnis) und andere psychologische Gründe können muskuläre Dysbalancen sowie Deine Schmerzwahrnehmung verstärken.
  • Sonstige Stressoren: Jegliche sonstige Stressfaktoren können Dysbalancen und das Gefühl von Verspannung und Steifigkeit verstärken. Darunter fallen zum Beispiel Nährstoffmängel, Umweltgifte, psychischer Stress und so weiter.

Noch einmal: Muskuläre Ungleichgewichte sind nicht prinzipiell besorgniserregend, da sie weder die “Abnutzung” erhöhen, noch sind sie zwangsläufig Auslöser von Schmerzen. Nur wenn die Dysbalancen sehr stark sind und “Dein Fass” zum Überlaufen bringen (= Belastung größer als Belastbarkeit) kann es zu Schmerzen kommen.

Häufige Muskeldysbalancen und wirksame Gegenmaßnahmen

Muskuläre Dysbalancen durch ungesundes Sitzverhalten

Einseitige Haltungen, Bewegungsmangel und fehlende Sitzdynamik können zu muskulären Dysbalancen und Schmerzen führen. Beim exzessiven und bewegungsarmen Sitzen neigt Deine Muskulatur zur Abschwächung und wird unflexibel. Insbesondere die Körperrückseite fühlt sich schnell steif und verspannt an. Die Folge zeigt sich bei einigen in der typischen Büroarbeiterhaltung mit Rundrücken und nach vorn hängenden Schultern.

Um dem entgegenzuwirken achte darauf, ergonomisch und dynamisch auf Deinem Bürostuhl zu sitzen. Am besten in Kombination mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch nach der von Ergonomie-Experten empfohlenen 40-15-5 Regel. Das heißt, Du sitzt 40 Minuten dynamisch (Sitzposition möglichst häufig wechseln), 15 Minuten arbeitest Du im Stehen und 5 Minuten bewegst Du Dich aktiv.

Du willst mehr hilfreiche Tipps? Dann lies Dir auch den Artikel „Fit im Büro: 18 einfache Gewohnheiten für mehr Bewegung am Arbeitsplatz“ durch!

Zusätzlich macht es natürlich Sinn, im Training oder auch zwischendurch Ausgleichsbewegungen zur Sitzhaltung zu machen und beispielsweise die Beine zu strecken, die Schultern zu kreisen oder ins Hohlkreuz zu gehen und die Brust heraus zu strecken. Auch gezieltes Mobilitäts- und Krafttraining kann wirkungsvoll dabei helfen, muskuläre Dysbalancen, Verspannungen und Schmerzen zu reduzieren.

Muskuläre Dysbalancen durch einseitige Belastung

Ein häufiges Ungleichgewicht ist die sogenannte Rechts-Links-Dysbalance. Sie resultiert aus unserer Vorliebe für Bewegungsabläufe besonders die „starke Seite“ zu nutzen. So haben Rechtshänder meist nicht nur einen stärkeren rechten Arm, sondern auch ein kräftigeres linkes Bein (Standbein beim Greifen, Springen, Schießen usw.) und bei Linkshändern umgekehrt.

Aber auch einseitige Belastungen im Berufsalltag zum Beispiel bei Kassiertätigkeiten, wo die Rotationsbewegung immer nur in eine Richtung stattfindet, begünstigen Muskelungleichgewichte. Diese können beispielswiese muskuläre bedingte Skoliosen oder Beckenschiefstände verursachen (Achtung: Auch das ist nicht zwangsläufig schlecht oder schmerzhaft, sondern lediglich eine Anpassungsreaktion auf eine Belastung, die “Dein Schmerzfass” zum Überlaufen bringen kann, aber nicht muss.).

Die wohl einfachste und zugleich sehr effektive Methode gegen rechts-links-Dysbalancen ist, bewusst viele Dinge und so oft wie möglich ausgeglichen mit beiden Körperseiten zu machen; und zwar von klein auf: Zähneputzen, Bedienen der Computer-Maus, Standbein bei Sportarten und so weiter.

Dieser simple „Trick“ reduziert nicht nur Dysbalancen, sondern stärkt auch deine geistigen Fähigkeiten. Ähnlich wie beim Erlernen einer neuen Sportart wird dein Gehirn durch diese Trainingsreize gefordert und gefördert.

Eine hervorragende “Anti-Dysbalance Übung” ist der Diagonal Stretch:

Mein Tipp an Dich: Statt Dich immer nur einer oder ein paar wenigen Sportarten zu widmen und diese bis zur Perfektion zu trainieren, empfehle ich Dir, so viel Abwechslung wie möglich in Deinen Bewegungsalltag zu bringen. So lautet auch die Quintessenz der aktuellen Wissenschaft in Sachen Gesundheit und Sport: „Variation is key“, also Vielfalt ist der Schlüssel zum Erfolg.[22]

Je früher ein Mensch sich jedoch nur auf eine oder wenige Sportarten spezialisiert, also andere Bewegungsarten vernachlässigt, desto wahrscheinlicher sind Überlastungen, muskuläre Dysbalancen und Schäden im Bewegungsapparat. [23]

Fazit: So reduzierst Du muskuläre Dysbalancen und Schmerzen

Wie Du gelernt hast, sind sowohl Schmerzen als auch muskuläre Dysbalancen die Folgen von verschiedensten körperlichen und psychosozialen Faktoren in Deinem Leben.

Alle Menschen haben körperliche Asymmetrien wie Skoliosen, Beckenschiefstände und muskuläre Dysbalancen, aber nicht alle haben Schmerzen. Denn Schmerz sendet Dein Gehirn nur dann aus, wenn es Deinen Gesamtzustand als gefährlich bewertet.

Das ist in der Regel dann der Fall, wenn die Summe aus all Deinen täglichen Belastungsfaktoren (Stimmungslage, Deine Einstellung zu einer Situation), Belastungen durch allgemeine Lebensumstände und Lebensereignisse, körperliche Beanspruchung, Wetter etc.) Deine Belastbarkeit übersteigt.

Deshalb: Wenn Du Deine Schmerzen behandeln möchtest, ist es sinnvoll, all Deine Belastungen zu analysieren und zu reduzieren. Muskuläre Dysbalancen können ein Faktor dabei sein. Genauso hilft es, wenn Du Deine körperliche und psychische Belastbarkeit durch Training (Sport, Yoga, Meditation etc.) verbesserst.

[1] Lederman, Eyal. “The fall of the postural-structural-biomechanical model in manual and physical therapies: exemplified by lower back pain.” Journal of bodywork and movement therapies 15.2 (2011): 131-138.
[2] İnce, İzzet, and Hasan Akkuş. “Posture analysis of Turkish national weightlifting team.” Journal of Human Sciences 15.2 (2018): 739-746.
[3] Franettovich, M., et al. “Muscle imbalance among elite athletes.” British journal of sports medicine 45.4 (2011): 348-349.
[4] Christensen, Sanne Toftgaard, and Jan Hartvigsen. “Spinal curves and health: a systematic critical review of the epidemiological literature dealing with associations between sagittal spinal curves and health.” Journal of manipulative and physiological therapeutics 31.9 (2008): 690-714.
[5] Amiri Arimi, Somayeh, Leila Ghamkhar, and Amir H. Kahlaee. “The relevance of proprioception to chronic neck pain: a correlational analysis of flexor muscle size and endurance, clinical neck pain characteristics, and proprioception.” Pain Medicine 19.10 (2018): 2077-2088.
[6] O’Sullivan, Peter B., et al. “Cognitive functional therapy: an integrated behavioral approach for the targeted management of disabling low back pain.” Physical therapy 98.5 (2018): 408-423.
[7] Mosley, G. Lorimer, and David S. Butler. Explain pain supercharged. NOI, 2017.
[8] Louw, Adriaan, et al. “The efficacy of pain neuroscience education on musculoskeletal pain: a systematic review of the literature.” Physiotherapy theory and practice 32.5 (2016): 332-355.
[9] van Vonderen, A. “Mehrdimensionales Belastungs-Belastbarkeits-Modell: Ein konzeptuelles Modell für die Physiotherapie.” manuelletherapie 9.05 (2005): 230-236.
[10] Green, Bart N., et al. “A scoping review of biopsychosocial risk factors and co-morbidities for common spinal disorders.” PloS one 13.6 (2018): e0197987.
[11] Pincus, Tamar, et al. “Twenty-five years with the biopsychosocial model of low back pain—is it time to celebrate? A report from the twelfth international forum for primary care research on low back pain.” Spine 38.24 (2013): 2118-2123.
[12] Hollmann, Sven, Herbert Heuer, and Klaus-Helmut Schmidt. “Control at work: a generalized resource factor for the prevention of musculoskeletal symptoms?.” Work & Stress 15.1 (2001): 29-39.
[13] Videman, T., et al. “Patient-handling skill, back injuries, and back pain. An intervention study in nursing.” Spine 14.2 (1989): 148-156.
[14] Milewski, Matthew D., et al. “Chronic lack of sleep is associated with increased sports injuries in adolescent athletes.” Journal of Pediatric Orthopaedics 34.2 (2014): 129-133.
[15] Tranæus, Ulrika, Andreas Ivarsson, and Urban Johnson. “Stress and injuries in elite sport.” Handbuch Stressregulation und Sport. Springer, Berlin, Heidelberg, 2018. 451-466.
[16] Ivarsson, Andreas, et al. “Psychosocial factors and sport injuries: meta-analyses for prediction and prevention.” Sports medicine 47.2 (2017): 353-365.
[17] Grafik inspiriert von Physiomeetsscience
[18] Louw, Adriaan, et al. “The efficacy of pain neuroscience education on musculoskeletal pain: a systematic review of the literature.” Physiotherapy theory and practice 32.5 (2016): 332-355.
[19] Raspe, H. “Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 53: Rückenschmerzen.” Robert Koch-Institut, Berlin (2012).
[20] O’Sullivan, Peter B., et al. “Back to basics: 10 facts every person should know about back pain.” (2020): 698-699.
[21] Hanna, Fahad, et al. “The relationship between sedentary behavior, back pain, and psychosocial correlates among university employees.” Frontiers in public health 7 (2019): 80.
[22] Jayanthi, Neeru, et al. “Sports specialization in young athletes: evidence-based recommendations.” Sports health 5.3 (2013): 251-257.
[23] Jayanthi, Neeru A., et al. “Sports-specialized intensive training and the risk of injury in young athletes: a clinical case-control study.” The American journal of sports medicine 43.4 (2015): 794-801.

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45 Kommentare zu “Muskuläre Dysbalancen verstehen und Schmerzen reduzieren

  1. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Steffen sagt:

    Ich erkenne hier sehr viele Gründe meiner Schulter bzw. (unterer) Rückenschmerzen und das trotz regelmäßigem Sport. Vielen Dank, jetzt habe ich ein paar Anhaltspunkte an denen ich arbeiten kann / muss!

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hi Steffen,
      super, dass Dir der Artikel helfen konnte, das freut mich sehr!
      Dann wünsche ich Dir bestes Gelingen beim Umsetzen der Tipps. Wenn Du Fragen hast, melde Dich gern :-)

  2. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Jasmin sagt:

    Ich dachte mir lange Zeit nix dabei, doch seit ca einem Jahr und intensiven Krafttraining habe ich gemerkt das meine eine Gesäßseite größer ist als die andere, also, rechts, die dominante Seite war größer und stärker als die linke. Nun versuche ich gerade dies auszubessern. Momentan nur ohne Erfolg. Versuche mich an viele Einbeinigen Übungen. Ich wusste nur nicht das ich die schwächere Seite doch mehr trainieren darf. Ich werde das mal versuchen. Drückt mir die Daumen :-)

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Jasmin,
      solange Du keine Schmerzen hast, sind kleinere Dysbalancen nicht weiter schlimm. Dennoch machst Du es richtig und gehst das potentielle Problem direkt an.
      Ich hatte auch längere Zeit das Problem, dass mein linkes Bein stärker war. Hinzu kam noch, dass die schwächere rechte Seite auch noch verkürzt war. Mit den richtigen Kräftigungs- und Dehnübungen bekommt man sowas aber gut in den Griff. Alles Gute Dir :-)

  3. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Juliana sagt:

    Toller Artikel! Wichtiges Thema – gut erklärt. Vielleicht bin ich mit meiner Frage hier gut aufgehoben: Ich merke, dass ich Probleme dabei habe lange zu sitzen. Häufig tendiere ich dazu meinen Oberkörper über den Tisch zu beugen, meinen Kopf auf der Hand abzustützen und das alles während mein unterer Rücken stark durchgestreckt ist. Beim lernen lege ich mich beispielweise häufig hin oder muss meine Sitzposition oft ändern. Welche Muskulatur muss ich trainieren um meinen Körper zu stabilisieren ? Sind statische Übungen da hilfreich ? LG !

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Juliana,
      vielen Dank für das positive Feedback :-)

      Zu Deiner Frage:
      Generell ist es sehr gut, seine Sitzposition oft zu wechseln. Der menschliche Körper ist für das lange und statische Sitzen eigentlich nicht geschaffen. Daher sind auch höhenverstellbare Tische so sinnvoll.
      Prinzipiell sind dynamische Übungen besser, weil im “echten Leben” sich ja auch fast ausschließlich dynamisch bewegt wird.
      Aus Deiner Beschreibung ist mir leider noch nicht ganz klar, wo es bei Dir “zwickt”?
      Bei den meisten Menschen die viel sitzen, ist der Hüftbeuger verkürzt und die Bauchmuskulatur zu schwach. Die Lösung ist meist ein Mix aus dynamischen Kräftigungs- sowie Dehnübungen.

      Liebe Grüße
      Krystian

  4. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Gerhard sagt:

    Hallo.
    Vielen Dank für die umfassende Er-und Aufklärung der muskulären Dysbalancen.
    Sehr gut erklärt, auch für nicht Mediziner.
    Hat mich und meinen Doc bestätigt. Habe immer wieder muskuläre Probleme, besonders in
    der Wade. Aktuell einen Faserriss, der mich seit fast 3 Monaten plagt.
    Früher in der aktiven (Fußballer Zeit) war das in 2-3 Wochen vergessen.
    Auf Anweisung meines Arztes arbeiten wir jetzt massiv an der Mobilisierung der vernachlässigten
    Muskelbereiche. Denn alles hängt mit allem zusammen. Bin sehr viel im Auto unterwegs….und
    auch sonst kein Vorbild für eine optimale Sitzhaltung.
    Habe wieder mit dem Radfahren begonnen und freue mich schon auf meine Laufstrecke.
    Auch den Ball beim AH Kicken vermisse ich sehr.
    Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht. Bewegung ist alles…Stillstand ist Rückschritt…
    auch physionomisch gesehen. Da ist noch Zuviel Jagen und Sammeln in uns “verankert”
    Macht weiter so und nochmal vielen Dank!

    Gerhard (56)

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Gerhard,
      vielen lieben Dank für Deine Worte! Das freut mich sehr, wenn dieser Artikel Dir gefallen und geholfen hat.
      Ich wünsche Dir alles Gute mit Deiner Wade und hoffe, dass Du bald wieder mit Deinen Freunden kicken kannst.
      Liebe Grüße
      Krystian

  5. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    David sagt:

    Hallo,

    Ich leider unter einer muskulären dysbalance, die sich von Kopf bis Fuß zieht und immer schlimmer wird, sodass ich mittlerweile privat sowie beruflich mehr und mehr eingeschränkt bin und eig. Dauerhaft spüre wie alles zieht und ich mich fühle, wie komplett verdreht.
    wahrscheinlich aufgrund von mehreren, aufeinander folgendenden Verletzungen am rechten Bein / Fuß und ein paar anderen Unfällen, die alle die rechte Seite getroffen haben, und der daraufhin resultierenden Dauer-schonhaltung und Fehlbelastung, im Zusammenspiel mit beruflich viel sitzen und wenig Bewegung.
    Diagnostiziert bereits beinverkürzung, schiefstand Becken / Hüfte, starke aussenrotation linkes Bein/Oberschenkel, innenrotation rechtes bein/oberschenkel, und Muskelverkürzungen, die sich grade in den Schultern und im Becken schmerzhaft bemerkbar machen(ich belaste gefühlt nur meine linke Hüfte/linker Oberschenkel, die Muskulatur ist ziemlich verhärtet, auf die rechte Seite bekomme ich überhaupt keinen Zugriff). Der Orthopäde hat mir Einlagen verschrieben, die haben jedoch alles noch verschlimmert, daraufhin zum Physio u zum Ergotherapeuten geschickt, jedoch hilft mir das leider nur kaum.
    Ich habe in den letzten Wochen einige der hier aufgeführten Übungen versucht, jedoch meistens frustriert wieder aufgehört, da ich alleine Nicht aus der (verdammten…) fehlhaltung/schonhaltung rauskomme.
    Da ich mittlerweile sehr genervt bin von den (Versuchs-) Lösungen meines Orthopäden, den Dauerpräsenten schmerzen und auch nicht immer 2 Monate warten kann bis er irgendwas neues versucht – gibt es Experten / Spezialisten auf diesem gebiet die mir empfohlen werden können?
    Vielen vielen Dank im Voraus für eure hilfe!
    Mfg

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo David,
      mir ging es ganz ähnlich wie Dir, nur dass es bei mir nicht ansatzweise so schlimm war. Die Schuheinlage hatte bei mir auch alles nur schlimmer gemacht. In Sachen Beckenschiefstand, schau Dir diesen Artikel mal an: Beckenschiefstand behandeln
      Ich hab auch eine halbe Ewigkeit verzweifelt nach Lösungen und Experten gesucht. Die Lösung die ich dann für mich gefunden hatte war die folgende:
      – Über 3 Monate hinweg jeden Tag mind. 60 Minuten intensivst dehnen –> schau Dir dazu diesen Artikel mal an. Das ist hart und es wird etwas quälend sein, aber es hat mir sehr sehr geholfen. Heute dehne ich mich jeden Tag noch 20 Minuten direkt nach dem Aufstehen.
      – Arbeitsplatz ergonomisch gestalten mit höhenverstellbarem Schreibtisch und ergonomischen Bürostuhl (Kosten kannst du auf Antrag von der Rentenversicherung oder Arbeitsamt erstattet bekommen –> dazu hier mehr)
      – Gezieltes Krafttraining für meine “zu schwachen” Muskeln

      Ich kann Dir natürlich nicht versprechen, dass es Dir auch hilft und es ist garantiert auch ein langer Weg. Denn auch die Dysbalancen kommen ja nicht über Nacht. Ich hoffe das hilft Dir ein wenig weiter. Wenn Du eine Lösung für Dich gefunden hast, freue ich mich sehr über eine Nachricht!

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Marija sagt:

      Hallo David,
      ich habe 1 Jahr lang extreme Rückenschmerzen “gehabt”. Konnte kaum aufstehen, kaum Haushalt machen etc. Alles ausprobiert, viel Geld auch ausgegeben… Was mir geholfen hat war eine Stosswellentherapie. Die Therapie löst Verspannungen, wo man sonst so mit Übungen Massagen etc. garnicht hinkommt. Triggerpunkte werden gelöst. Nach der 2. Behandlung war ich schmerzfrei. Nur mal so als Denkanstoss für Dich, vielleicht wäre das ein Versuch wert.

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Agnes sagt:

      Hallo David,
      Deine Beschreibungen kenne ich zu gut und kann Dir nur sagen, dass es immer ratsam ist, ist starken Schmerzphasen eine Vitamin D Kur zu machen, das heißt aber nicht Pille rein und gut, sondern das Prinzip des Calciumstoffwechsels zu verstehen und anzuwenden.
      Oft geben Ärzte Präparate mit D3 und Calcium raus oder nur D3. Dabei fehlt schlicht das Fahrzeug, für Calcium, um an den rechten Ort zu gelangen, nämlich Vitamin K2. Um den Stoffwechsel gut im Fluß zu halten, ist dazu auch noch Magnesium wichtig. Diese 4 sind notwendig, um gut Calcium resorbierbar zu machen und nicht zu Ablagerungen und Verkalkungen an falschen Stellen im Körper zu führen.
      Dieser Stoffwechsel ist an allem Zellstoffwechsel/Auf-und Abbau im Körper beteiligt und sorgt für höhere Widerstandskraft, besseres Schlafen, weniger Schmerzen, Regeneration und Stimmungsausgleich. Auf der Website Zentrum der Gesundheit kannst Du unter dem Reiter D3 Mangel alles nachlesen. Zusammen mit Vitamin B Komplex werden Nervenreizleitung, Verspannungschmerzen, Entzündungsprozesse und eben der ganze Schmerzteufelskreis gebrochen. Du schläfst sofort besser, kommst allgemein besser klar und lernst in Ruhe, auf Deinen Körper zu hören. Selen und Zink aus Paranüssen hilft auch schnell, das Schmerzlevel herabzusetzen, was sich ja oft entzündlich im Pingpong mit Nerven, Muskeln bis hin zu größeren Gelenken abwechselt. Akzeptiere, dass Du aus dem Gleichgewicht gekommen bist. Gehe parallel zur Physio oder manueller Therapie und Massagen im Wechsel, zum Schwimmen, nur Rücken, langsam und warm bleibend.
      Versuche, Deine Nährstoffe aus nicht synthetischen Stoffen zu kaufen.. K2 vegane Tropfen(sind die teuersten des Calciumstoffwechsels, reicht aber für ein halbes Jahr) etc. Vitabay..Amazon, steige 3 Tage mit 10000 i.u. D3 ein und dazugehörigen Mengen K2, Magnesium und natürlich Calcium (Mohn und Sesam haben höchste Verfügbarkeit)..Magnesium gewinnst Du aus Gerstengrassaft und so weiter …lesen auf alternativen Seiten und das Umlernen der Schonhaltungen in gute Bewegungsmuster dauert einfach ..ich arbeite jetzt ein Jahr an mir, mit Pausen, wenn ich schmerzfrei bin..dann bekomme ich sofort einen Dämpfer, wenn ich faul werde und zurückkehre ins Lümmeln und Sitzen. Wenn ich schlaff rumhänge, bekomme ich Schmerzen. Der Körper will aufrecht und dynamisch sein und geachtet. Es ist Dein zu Hause.

  6. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Tim sagt:

    WOW, super Artikel! Sehr informativ! Ich habe auch gemerkt, dass es mir deutlich besser geht, seitdem ich ab und an vom Schreibtisch aufstehe und mal ein bisschen stehe oder herumlaufe. Das dauerhafte Sitzen ist echt schädlich. Ich werde mir sicherlich auch bald mal einen Stehschreibtisch für Zuhause zulegen.

    Was hältst du von dem Buch “Sitzen ist das neue Rauchen!” von Kelly Starret? :)

  7. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Christian zwirner sagt:

    Hey! Ich habe immer wieder Probleme mit dem vorderen Oberschenkel. Ich spiele Fußball (tormann) und hatte schon 5 muskelfaserrisse im vorderen Oberschenkel, 2 mal beim Sprinten und 3 mal beim schießen. Kann es sein das mein hinterer Obdrschenkelmuskel zu schwach, bzw verkürzt ist? Mfg

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Christian,
      wenn Du Muskelfaserrisse am vorderen Oberschenkel bei starker Belastung hattest, lässt das prinzipiell auch auf eine Verkürzung des vorderen Oberschenkels schließen, dessen Muskelfasern durch die plötzlich starke Streckung/Anspannung gerissen sind. Am besten kann Dir das aber Dein Arzt beantworten.
      Generell würde ich Dir empfehlen, Dich vor jeder Belastung dynamisch zu dehnen und mit steigender Belastung zu erwärmen. Zusätzlich könntest Du versuchen über ein paar Wochen täglich Deine Oberschenkel mit gezielten Dehnübungen “zu strecken” bzw. die muskuläre-fasziale Steifigkeit darin wieder zu lösen. Wenn Du eine Faszienrolle hast, rolle Dich einfach täglich ein paar Minuten darüber. Alernativ findest Du hier eine passende Dehnübung: “Die besten Dehnübungen von Kopf bis Fuß und wie Du dabei am besten vorgehst
      Achte aber auch beim Dehnen darauf, dass Du Dich vorher erwärmst, sonst besteht auch hier die Gefahr des Muskelfaserrisses. Als ehemaliger Fußballer weiß ich, dass das Thema Dehnen in vielen Vereinen nicht immer allumfassend und richtig behandelt wird. Wenn Du weitere Fragen hast, melde Dich gern wieder!
      Alles Gute und viel Erfolg!

  8. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Martin sagt:

    Hallo, ich spiele aktiv Fussball und habe seit 2 Jahren immer wieder Knieprobleme. Angefangen hatte es nachdem ich mir in der rechten Schulter die Sehne gezerrt hatte und nach 3 Monaten fingen die Schmerzen im Knie an. Ich habe dann 2 Monate mit Schmerztabletten gespielt. Dabei hatte sich natürlich eine chronische Entzündung mir zugezogen.
    Mein Physio hatte mir dann erzählt, dass ich eine musküläre Dysbalance habe und deswegen meine Kniescheibe nur minimal außerhalb der Rinne läuft. Zusätzlich durch den erhöhten Anpressdrucks aufgrund der Verkürzung im Oberschenkel ergaben sich dann diese Überreizungen im Knie.

    Er hat dann versucht Außen den Zug zu nehmen und das Kapplan System frei zu machen und gleichzeitig den inneren Oberschenkelmuskel aufzutrainieren. Das habe ich dann 2 Monate gemacht. Nach 2 Monaten habe ich dann noch jeweils 1 Cortisonspritze überhalb des Knies(nicht ins Gelenk)bekommen und danach waren die Schmerzen so gut wie weg. Nur ab und zu noch welche. Das hielt 5 Monate. Bis die Wintervorbereitung anfing, ich es natürlich wieder übertrieben hatte und wieder dieselben Probleme bekam. Ich hatte auch nach 3 Monaten aufgehört meine Übungen zu machen.
    Ich habe mir dann ein 2tes mal Cortison überhalb der Kniescheibe jeweils links und rechts neben die Quadtrizepssehne spritzen lassen und die Schmerzen waren wieder weg. Dies Das hielt aber nur 2 Monate. Übungen habe ich zusätzlich gar keine gemacht.

    So jetzt habe ich zu mir gesagt, dass ich eine komplette Reha mache (mit 2-3 Anwendung pro Woche um die Spannungen im Oberschenkel behandeln zu lassen, gleichzeitig den inneren Oberschenkelmuskel wieder aufzutrainieren). Dazu ganz locker Radfahren, Balanceübungen, hinterer Oberschenkelmuskel trainieren usw. Ich mache das seit 2 Wochen, bisher ohne Verbesserung.

    Meine Frage jetzt, hat jemand ähnlich Probleme? Ich habe Schmerzen bzw. Druckempfindlichkeit beim Treppensteigen, wenn ich sitze habe ich ein Spannungsgefühl und muss öfters ausstrecken. Es zieht ab und zu oberhalb oder hinter der Kniescheibe. Wenn ich oberhalb der Kniescheibe (am Gelenkspalt) mit den Fingern hinklopfen habe ich ein Schmerzempfinden.

    Welche Übungen kann man noch machen?

    Danke für Eure Infos.

    Gruß
    Martin

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Martin,
      als ehemaliger Fußballer kenne ich Knieprobleme sehr gut. Zu Deiner speziellen Situation weiß ich zwar keine spezifische Lösung, aber vielleicht hilft Dir das gleiche wie mir damals. Denn meine Knieschmerzen kamen immer nach Belastung. In Ruhe war nach ein paar Wochen Pause immer alles gut. Natürlich war das auch ein Resultat einer muskulären Dysbalance. Denn das Problem beim Fußball (und eigentlich fast allen Sportarten) ist die starke Einseitigkeit. Mein linkes Bein (Standbein) war daher viel stärker als das rechte. Dadurch hat sich mein Becken verschoben und es hat sich eine Skoliose gebildet. Heute ist zwar nicht alles weg, aber ich kann wieder Fußball spielen. Geholfen hat mir folgendes:
      1. Ich habe konsequent jeden morgen 10 Minuten lang Dehnübungen für das zu starke Bein gemacht (Insbesondere hinterer Oberschenkel, Wade und Hüftbeuger).
      2. Beim Fußballtraining habe ich gezielt das “schwache” Bein mehr belastet und trainiert. Das macht aus einem nicht nur einen besseren Fußballspieler, sondern stärkt dieses Bein auch
      3. 2-3 mal pro Woche habe ich außerdem das schwache Bein gezielt gestärkt mit Übungen.

      Das verlangt natürlich Durchhaltevermögen und Willenskraft. Denn wie über Jahre die Dysbalancen entstanden sind, verschwinden sie auch nicht von einem zum anderen Monat (bei mir hat es ein Jahr gedauert). Aber ich denke, mit der Aussicht auf Besserung, wäre das doch ein Versuch wert?
      Ich hoffe ich konnte Dir damit ein wenig helfen und wünsche Dir alles Gute!

  9. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Wladi sagt:

    Guten Tag, ein super Artikel !

    Nun zu meiner Geschichte: Ich spiele seit 11 Jahren Fussball und hatte, bis auf ein paar kleine Verletzung, nie Probleme mit meinem Bewegungsapparat :D .

    Vor 3,5 Jahren find es dann an. Ich verletzte mich am hinteren Oberschenkel (rechts). Mit dem Verdacht auf einen Muskelfaserriss wurde ich dann zum MRT geschickt. Dort konnte sich der Verdacht nicht bestätigen. Anschließend habe ich 2 Monate Pause gemacht und langsam wieder angefangen. Erst sah es gut aus, jedoch zog es beim Laufduell erneut im hinteren rechten Oberschenkel. Wieder zum Arzt, wieder zum MRT und wieder nix gefunden. Der Arzt schickte mich anschließend zu einem Lauflabor. Das Ergebnis war, dass ich keine Einlagen brauche und dass eine muskuläre Dysbalance vorhanden ist. Alles schön und gut. Nachdem ich danach beim Osteopathen war, versicherte er mir, dass ich keine muskuläre Dysbalance hatte. Was danach folgte, waren unzählige Besuche bei Orthopäden (Akupunktur), Physiotherapeuten, Osteopathen. Vor 2 Jahren kamen noch Rückenschmerzen dazu (unten links). Daraufhin wurde ich wieder zum MRT geschickt. Diagnose: Bandscheibenvorwölbung – wieder Physiotherapie. Letztes Jahren kamen Schulterschmerzen dazu (rechts). Dieses Jahr entschloss ich mich die LnB-Therapie auszuprobieren. Sie hat mir auf jeden Fall geholfen, jedoch sind die Schmerzen immer noch nicht ganz weg.

    Vor ein paar Wochen war ich wieder beim Physio. Diagnose: muskuläre Dysbalance, ein Oberschenkel dicker als der andere.

    Nun zu meiner Frage: Ich bin Rechtshänder, schieße mit rechts und mein rechter Oberschenkel ist dicker als der linke. Bedeutet dies automatisch, dass der rechte Oberschenkel stärker ist ?

    Mein rechter Oberschnekel füllt sich hart und verspannt an, ich verpüre bei Übungen eine Art Blockade.
    Als Beispiel: Ich liege auf dem Rücken und ziehe das rechte Knie an. Anschließen versuche ich das Knie in kreisenden Bewegungen zu bewegen. Ich merke, dass jedes mal iwas im Gesäß springt(Muskel über Knochen ?).

    Der linke Oberschenkel ist hingegen locker und entspannt. Die gleiche Übung wie oben beschrieben macht keine Probleme. Generell funktionieren alle Dehnübungen auf der linken Seite besser.

    Welches Bein soll ich denn jetzt mehr trainieren bzw. mehr dehnen ?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Wladi,
      Du scheinst Dich schon sehr intensiv mit Deinem Körper und Deiner Gesundheit auseinanderzusetzen – das ist sehr gut! :-)
      Als “Rechtsschießer” ist normalerweise das linke Bein das stärkere. Je nach Beckenstellung und Gewohnheit ist es aber auch möglich, dass Du generell im Alltag Dein rechtes Bein mehr belastest. Wie genau sah denn das Ergebnis Deines Lauftests im Labor aus? Die müssten Dir ja eigentlich gesagt haben, welche Muskeln ungleich stark bzw. welche verkürzt sind etc. An deren Meinung/Resultate würde ich mich persönlich orientieren. Auf jeden Fall gilt, das schwächere Bein gezielter zu belasten (beim Training, im Alltag oder extra Übungen) und das stärkere/verkürzte intensiv und vor allem täglich zu dehnen. Die Übungen aus der LnB-Therapie sollten dafür im Normalfall gut funktionieren, sofern hier richtig beraten wurde.

      Bei weiteren Fragen gern auch per Mail!

      Liebe Grüße und schnelle Besserung wünschst
      Krystian

  10. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Claudia sagt:

    Guten Morgen!
    Bei mir ist der linke Hüftbeuger viel kürzer und wohl verspannter als der linke beim dehnen und die linke Pomuskulatur sowie Lendenmuskulatur macht immer sofort dicht und verspannt sich. Das Abspreizen auf dieser Seite geht auch extrem schwer. Heisst das jetzt diese Seite mehr dehnen oder brauch ich an dieser Seite mehr Muskulatur dass sich das weniger verspannt? Ich habe eine leichte Dysplasie in der Hüfte aber vermehrt wohl rechts. Einen leichten Beckentiefstand links.

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Claudia sagt:

      Schreibfehler: Der linke Hüftbeuger ist viel kürzer und verspannter als der rechte.
      Quasi die ganze linke Seite macht immer zu. Hinten als auch vorne.

  11. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Ralf Hacker sagt:

    Hallo Krystian, seit einiger Zeit hadere ich mit mir, sportlich aktiv zu werden. Als extrem starker Raucher und 12 Stunden Arbeiter hab ich mich nie dazu aufraffen können. Nun, ich bin 53 Jahre alt, habe ich mich entschlossen, den inneren Schweinehund zu besiegen. Beim Stöbern im Netz bin ich auf deinen Artikel gestossen und …ja…aufgewacht! Gerade eben habe ich alles Raucherzubehör in die Mülltonne geworfen. Morgen früh zieh ich los und kauf Sportzeug, melde mich in einem Studio an und leg los. Dein Artikel ist der Auslöser und ich kann dir gar nicht genug dafür danken.
    Die hier aufgeführten Übungen hab ich ausprobiert. Oh Mann, meine Grenzen sind beängstigend. Doch nun geht’s ab. Vielen Dank für diesen (gewollten) A….tritt.
    Danke und Danke.
    Ralf

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Lieber Ralf, vielen Dank Deinen sehr persönlichen Erfahrungsbericht und das Lob! Ich freue mich immer sehr, wenn ich Menschen inspirieren kann :-)
      Gern möchte ich Dir aber noch mit auf den Weg geben, dass Du Dich nicht überfordern solltest. Beginnen neue Gewohnheiten Stück für Stück, statt alle auf einmal. So ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass sie bald ein fester Bestandteil Deines Lebens werden und Dich keine Überwindung mehr kosten.
      Alles Gute und herzliche Grüße

  12. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    daniel jost sagt:

    hallo krystian
    ich bin täglich am internet durchzustöbern um auf lösungsansätze für meine schulterprobleme/schmerzen zu stossen – bisher leider vergebens – ich machte viele übungen etc. welche ich im netz gefunden habe, nebst den übungen aus der physiotherapie / feldenkraistherapie / osteopathie etc. (habe bald alles an therapiemöglichkeiten durchführen lassen an meinem körper (& seele)… leider alles ohne wirklichen erfolg).
    vielleicht hast Du mir noch tipps, wie ich mich langsam aus diesen Schmerzen lösen kann, Deine ausführungen haben mich sehr angesprochen, doch fehlt mir darin, wenn es direkt um schulterschmerzen geht, oder ich habe dies übersehen.
    kurz (oder länger) meine geschichte. bei mir hats vor 2 1/2 jahren mit leichtem sehnenspringen / schulterknacksen unter dem linken schulterflügel begonnen. ich konnte den degressiven verlauf der schulterschmerzen trotz diversen therapien nicht aufhalten, bis dann vor 1 1/2 jahren die psyche aufgrund der schmerzen absackte. dadurch habe ich meinen job & mein “ganzes” leben wie “verlohren”. die psyche konnte ich wieder i.o. bringen, doch die schulterschmerzen hauen mich täglich ins “jenseits”. mir verziehts die ganze schulter mit ausstrahlungen in den nacken, hals & oberarm. zudem habe ich mit “ticks” begonnen in meiner schulter, was gar nicht gut ist.
    was mir bei all den therapien fehlt, sind dehnungsübungen (ich würde am liebsten meinen arm von der schulter “wegziehen”, damit unter dem schulterblatt & in dem schulter-armgelenk “platz” frei wird). die “normalen” dehnungsübungen welche ich mitbekommen habe, nützen leider nichts, lösen eher noch mehr schmerz aus.
    vor dem beginn der schmerzen hatte ich einen kleinen snowboardunfall, damals aber mit schmerzen in den brust-rippen… könnte es sein, dass ich anstelle der schultermuskeln eher die brustmuskulatur dehnen müsste? ich hatte sehr viel sport gemacht vor & zu beginn der schmerzen (joggen, tanzen, velo fahren etc.), jetzt auch wieder mit etwas sport begonnen & habe lange zeit (ohne positivem ergebnis) kraft-schulterübungen für den muskelaufbau zur schmerzreduktion durchgeführt. ist muskelaufbau wirklich das “non plus ultra” wie die physiotherapeuten immer sagen? nach knapp 2 jahren kraftübungen für die schulter ohne wirklichen erfolg frage ich mich schon, ob das wirklich wahr ist…
    lange rede, aber vielleicht hast Du mir noch einen tipp um etwas aus diesem schmerzzustand heraus zu finden.
    liebe grüsse daniel

  13. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Lukas sagt:

    Hallo Krystian,
    ich fand deinen Artikel auch sehr informativ und erkenne viele Inhalte und Hinweise aus anderen Artikeln wieder, gerade auch was die Dehnung bzw. richtige Dehnung angeht. Was mich in Bezug auf das Krafttraining etwas irritiert hat war folgender Satz: “Ein bekanntes Phänomen, welches Dir sicherlich auch schon aufgefallen ist, dass so manch ein Fitnessstudiobesucher die ganze Zeit nur Bizeps und Brust trainiert. Dabei vernachlässigt er die Antagonisten/ Gegenspieler nämlich den Trizeps und Latissimus (Rücken)”.
    Ist es nicht so, dass nun bei den meisten Brust-Übungen sowieso der Trizeps beteiligt ist und ein zusätzliches, isoliertes Trizeps-Training gar nicht nötig wird. Beim Bizeps und dem Latissimus ist es ja eigentlich das Gleiche, nur dass wenn man sich auf den Bizeps konzentriert (z.B. bei Bizepscurls), man natürlich die Rückenmuskulatur vernachlässigt.
    Gruß Lukas

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hi Lukas, da hast Du prinzipiell vollkommen Recht. Dennoch, wer ausschließlich Bankdrücken und Bizepscurls macht, wird fast immer optisch klar erkennbare Dysbalancen bekommen. Anzeichen dafür sind leicht angewinkelte und nach vorn rotierte Arme in der Ruhehaltung. Ob das ästhetisch ist, ist Geschmackssache, aber es ist definitiv kontraproduktiv für die Gesundheit, da insbesondere das Schultergelenk nicht mehr in zentrierter Lage ist. Schleimbeutelentzündungen, Sehnenreizungen usw. können Folgen sein. Herzliche Grüße

  14. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Silke Schultze sagt:

    Hallo Krystian,
    ich möchte mich auch bedanken für diesen wirklich hilfreichen Bericht. Seit 15 Jahren arbeite ich nun beruflich als Fahrer und nun schon 5 Jahre wo ich täglich 10 Stunden (natürlich mit Pause) hinter dem Lenkrad sitze. Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich mich dann auch aus Lustmangel in der Freizeit zu wenig bewege. Das Laufen fällt mir immer schwerer und wird nach und nach schmerzhafter. Meine Arterien sind nun Untersucht worden aber sind absolut frei. Jetzt bin ich auf diesen Artikel gestoßen und werde dieses versuchen für mich um zu setzen, denn wenn ich jetzt nichts mache befürchte ich das ich in absehbarer Zeit nicht mehr ohne Rollator oder anderen Hilfsmitteln zurecht komme und das möchte ich gar nicht. Lange Rede kurze sein tausend Danke für diese ausführliche Erläuterung und Hilfe.
    Mit freundlichen Grüßen Silke

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Liebe Silke,
      ich freue mich sehr, dass ich Dir damit helfen konnte und wünsche Dir alles Gute, viel Kraft und beste Gesundheit! :-)

  15. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Nicola sagt:

    Seit einer Achillesehnenentzündung im rechten Fuss, ist irgendwie alles verschoben. Bin die Jahre zuvor viel gejoggt und nachdem ich nun zusätzlich mit Krafttraining anfing, ist der Körper irgendwie ein wenig verschoben. Als, wenn die gesunde Seite alles auffängt von dem anderen Fuss. Aber ich habe dadurch zur Zeit Rücken- Schulterschmerzen.

  16. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Franko sagt:

    Moin Krystian, toller Artikel und sehr spannend zu lesen. Zudem entdeckt man sich oft selbst. Ich habe einen Beckenschiefstand und eine rechtskonvexe Skoliose. Heftige Nacken und Schulterprobleme auf der linken Seite. Habe jetzt angefangen ein paar Dehnübungen für die Hüfte und Oberschenkel zu machen. Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und meine Muskulatur ist eigentlich in allen Bereichen ausreichend. Da fragt man sich wo kommen meine ganzen Probleme her. Mein Orthopäde meint, das durch ein Beckenschiefstand keine Skoliose entstehen kann, ich bin da aber anderer Meinung. Ich lasse nächste Woche ein Diers 4D Motion Lab Untersuchung vornehmen und hoffe daraus eine Möglichkeit zu erkennen wo ich noch ansetzen kann. Können meine Beschwerden durch den Beckenschiefstand und der, in meinen Augen, daraus resultierenden Skoliose entstanden sein? Meine Ärzte sagen nein und ich sage ja und im Netzt liest man so und so. Was meinst Du? Viele Grüße Frank

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hey Franko, um zu verstehen, wann etwas schmerzt bzw. warum Dein Körper Schmerz an einer entsprechenden Stelle signalisiert, empfehle ich Dir diesen Artikel: “Schmerzen verstehen und endlich loswerden – Eine Befreiungsgeschichte

      Und ja, ein Beckenschiefstand ist ein ganz eindeutiger Grund für eine Skoliose. Der Beckenschiefstand ist aber nicht die Ursache. Denn auch dieser ist ja – sofern er funktionell und nicht anatomisch/strukturell ist – die Folge von muskulären Dysbalancen und verklebten Faszien. Mein Physiotherapeut vor vielen vielen Jahren hat dafür einen ganz einfachen Test gemacht. Ich musste mich eine halbe Stunde extrem intensiv dehnen, die ganze Körperrückseite. Davor und danach hat er Fotos von mir oberkörperfrei gemacht – von vorn, hinten und nach vorn gebeugt. Auf den Nachher-Bildern war ganz klar ersichtlich, welch großer Teil der verschiedensten Fehlhaltungen (Skoliose, Beckenschiefstand, Beinlängendifferenz etc.) durch Muskelungleichgewichte verursacht wurde. Seitdem arbeite ich täglich daran, diese zu beseitigen. Ganz wird es mir nie gelingen, da auch ein kleiner Teil durch Wachstumsprozesse struktureller Natur ist. Natürlich wird das Beschriebenen nicht bei jedem so sein, aber doch bei sehr vielen. Ich rate dazu, es einfach einmal auszuprobieren.

      • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
        Franko sagt:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort. Tägliche dehnen tue ich bereits, naja fast jeden Tag. Ich bin sicher das alle meine Beschwerden mit dysbalancen der Muskulatur zu tun hat. Ich lese mich mal weiter durch und hoffe auf die 4D Motion Analyse nächste Woche. Vielen Dank!

  17. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Ben sagt:

    Moin Krystian,
    danke für diesen tollen Artikel. Ich habe schon seit dem ich 10 bin eine Skoliose und habe diese auch mit Korsettbehandlung und Krafttraining ziemlich “gut” in den Griff bekommen. Was übrig ist, ist ein minimaler Buckel (Aber besser als davor). Was jetzt noch nervt sind die starken muskulären Dysbalancen im Großen Rückenmuskel (Lattisimus) und im Trapezmuskel (eher nur Nacken). Wie hast du diese Problemzonen in den Griff bekommen? Hast du bestimmte Dehnübungen für die Bereiche oder bestimmte Kraftübungen?

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hi Ben, freut mich, dass Dir der Artikel hilft. Ich arbeite auch jeden Tag an den Dysbalancen. Aufgrund eines geringen Teils der Skoliose und Beckenschiefstand, die funktionell sind, also tatsächlich durch ungleichmäßiges Knochenwachstum, werden auch die Dysbalancen nie 100% verschwinden. Eine hervorragende Übung ist das “einfache” Hängen an einer Stange oder Ringen. Jeden Tag mindestens 2-5 Minuten aktiv oder passiv hängen kann möglicherweise helfen. Ansonsten muss ich Dich an einen Therapeuten verweisen. Als Tipp noch: Gib bei Google und Youtube mal “exercise {ersetzen durch Muskelname}” ein. Die englische Online-Literatur und YouTuber sind meist sehr hilfreich.

  18. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Maurice sagt:

    Hallöchen,
    erstmal wollte ich sagen, dass ihr wirklich viele hilfreiche tipps auf eurer seite habt :-)

    ich muss leider etwas ausholen.. ich habe bereits seit 8 jahren Probleme im leisten- und adduktorenbereich. Im Februar 2020 wurde ich dann an der linken hüfte operiert, bei dem mir ein knöcherner vorsatz weggefräßt wurde. seitdem konnte ich hinsichtlich meines sports (Fußball) nahezu gar nichts mehr machen. meine hüftbeweglichkeit ist allmählich wieder mehr vorhanden, allerdings ist der schmerz im leisten- und adduktorenbereich der selbe wie früher. momentan ist es schon so weit, dass ich auf der arbeit (Büro) sitze und es sich in beiden Oberschenkeln (hauptsächlich innen) so anfühlt als würde ich in Eiswasser sitzen. der schmerz im linken Oberschenkel/Adduktoren/leiste zieht teilweise auch bis ins knie.

    Ist es möglich, dass sich meine Muskeln/sehnen so sehr verkürzt haben, dass es solche schmerzen bereitet? und kann es sein, dass meine schmerzen in den Adduktoren/leisten daher kommen, dass die Muskulatur in dem Bereich zu schwach ist? Immerhin habe ich Ewigkeiten pause gemacht und dinge wie eine Entzündung oder eine Zerrung sollte nach solch einer zeit ja auskuriert sein. Ich bin mittlerweile echt ratlos.

    Liebe Grüße

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Maurice,
      um Schmerzen besser zu verstehen, empfehle ich Dir folgenden Artikel: “Schmerzen endlich verstehen: eine Befreiungsgeschichte
      In der Regel ist das Bild, dass man etwas wegoperiert oder spritzt ein falsches und hilft langfristig leider nicht. Um einen kompetenten Arzt zu finden, empfehle ich Dir die Suche nach Ärzten, die nach dem bio-psycho-sozialen Modell arbeiten, d.h. sowohl Körper, Psyche als auch das soziale Leben mit in die Ursachenfindung einbeziehen.

  19. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Manuel Sohns sagt:

    Hi,
    mein Oberkörper und mein Kopf sind zu weit Rechts. Ist meine rechte Seite jetzt zu kurz, also muss diese Seite gedehnt werden?

    Grüße

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Lieber Manuel,
      das kann man unmöglich so pauschal aus der Ferne sagen. Ein guter Arzt oder Therapeut kann Dir dabei aber sicherlich helfen. Oftmals merkt man es bei den Übungen aber selbst, welche Seite einfacher geht und welche schwerer. Der anstrengenderen Seite bzw. der mit mehr Dehnschmerz sollte man dann auch vermehrt Aufmerksamkeit schenken.

  20. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Jean-Marc Hakemeyer sagt:

    Hallo Krystian Manthey,

    ich habe das ähnliche Problem wie Du (hattest).
    Ich habe teilweise tierische Schmerzen auf der linken Seite/ unterer Rücken. Es schiesst mir rein wie ein Blitz. Ich habe mir Jahrelang einen Beckenschiefstand antrainiert durch Fehlhaltungen… und möchte die Muskeln nun gerne mit Kräftigungsübungen, Mobilisierungen und Dehnen in Balance bringen…
    Mein rechtes Bein ist durch den Beckenschiefstand verkürzt und das linke dadurch das kräftigere…., was für Übungen würdest Du mir für den Start empfehlen.?
    Vielen Dank für jede Hilfe, aber die Schmerzen sind teilweise nicht zu ertragen

  21. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Sarah sagt:

    Hallo,
    ich finde es schwer, den Schmerz zu verstehen. Ich will immer wissen, was denn die Ursache ist. Seit fünf Monaten habe ich andernd Schmerzen im Deltamuskel. Diagnose. Er ist gereizt. Das MRT zeigt eine Entzündung. Aber wo kommt es denn her? Kann schon für die Reizung die Dysbalance an den Schulterblättern ausreichen? Ich bin acht Stunden Büromensch, aber in der Freizeit sehr aktiv. Auch bei der Arbeit achte ich schon seit Jahren auf regelmäßiges Umsetzen und Aufstehen. Dennoch – ich hatte kurz nach dem ersten Mal auftreten der Schmerzen in der Schulter – auch meine erste leichte depressive Phase. Hängt das zusammen? Die Orthopädin sagte mir diese Woche, die Schulmedizin sei am Ende. MRT der HWS und der der Schulter haben nicht groß was erbracht, was die ständig wiederkehrende Reizung erklärt. Im Mai habe ich einen Termin bei einer Reha Ärztin für eine Zweitmeinung. Die guckt zum Glück Ganzheitlich inkl. Phsyche. Ich bin seit November auch regelmäßig bei der Physiotherapie. Aktuell hat sie durch Massage der Schulterblätter tatsächlich meine Schmerzen im Deltamuskel eindämmen können. Vier Wochen lang konnte ich mich quasi nicht anziehen. Es ist so erleichternd. Aber ich möchte eben auch nicht, dass es ständig wiederkommt. Also danke für diesen Artikel und die anderen. Sie waren sehr informativ und ich hoffe ich bin im Mai dann bei der richtigen Ärtzin, um die Schmerzen zu verstehen und langfristig zu beheben.

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