Empathie als Erfolgsfaktor: 15 Tipps, um Deine Arbeitsbeziehungen zu verbessern und die Karriereleiter zu erklimmen

Empathie in der Karriere

Hast Du schon mal in einem Unternehmen gearbeitet, in dem Du Dich nicht wohl gefühlt hast? Woran lag das vordergründig?

Zu 80% wird Deine Antwort lauten: an den zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Unternehmens. Denn ein angenehmes Betriebsklima ist Voraussetzung dafür, dass wir unsere Arbeit gerne erledigen.

Doch was genau macht ein gutes Betriebsklima und somit den Erfolg eines Unternehmens aus?

Die Antwortet lautet Empathie. Die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und sich in sie einfühlen zu können.

Empathie ist eine Kernkompetenz, die nicht nur im Beruf, sondern auch im Privatleben unabdingbar ist. Denn im Alltag dreht sich alles um Beziehungen, die alleinig durch Kommunikation aufgebaut und gepflegt werden können.

Der Austausch unter Teamkollegen im Unternehmen ist beispielsweise Grundbaustein für eine erfolgreiche Organisation und Betriebsstruktur. In sozialer Hinsicht ist es der Erfolgsschlüssel, um gelungene Gespräche zu führen und eine Vertrauensbasis untereinander aufzubauen.

So ist es wissenschaftlich erwiesen, dass empathische Menschen im Beruf schneller die Karriereleiter erklimmen und folglich auch mehr verdienen. [1]

Doch heutzutage findet Kommunikation zum Großteil online statt, wodurch viele Menschen ihre Empathie-Fähigkeit verlieren.

Sicherlich hast auch Du schon des Öfteren eine Talkshow mit Kopfschütteln verfolgt. Diese sind oftmals der Inbegriff gescheiterter Kommunikation. Hitzige Gespräche, ständiges Aneinander-Vorbeireden und stures Beharen auf den eigenen Standpunkten. Produktive Lösungen? Meilenweit entfernt. Doch mit ein wenig Empathie sähe das wahrscheinlich anders aus.

Damit Dir Kommunikation im Alltag besser gelingt, solltest auch Du Deine Empathie-Fähigkeit trainieren. Für ein grundlegendes Verständnis gebe ich Dir erst mal einen kurzen Überblick über die wichtigsten drei Säulen der Empathie. Bist Du bereit? 😊

Die 3 wichtigsten Bausteine der Empathie

  1. Affektive Empathie bezeichnet die Fähigkeit, instinktiv mit anderen Menschen mitzufühlen und auf dessen Emotionen angemessen reagieren zu können
  2. Kognitive Empathie bezeichnet die Fähigkeit, den mentalen Zustand des Gegenübers zu verstehen und dessen Perspektive einnehmen zu können. Das Hineinversetzen in die Gedanken, Absichten und Gefühle des Gegenübers ist hilfreich, um zukünftige Verhaltensweisen besser einschätzen zu können
  3. Soziale Empathie bezeichnet die Fähigkeit, sich auf Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Kulturen oder Altersgruppen einstellen zu können

Beherrschst Du diese drei Bereiche, wirst Du befriedigende Beziehungen aufbauen können und wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Deinem sozialen Netzwerk als sozial kompetente Person eingestuft.

Kennst Du außerdem schon das „4 Ohren Modell“ des anerkannten Psychologen Schulz von Thun?

Diese Theorie ist in Gesprächen wichtig, um eine Person besser „lesen“ zu können. Menschen, die in einem Gespräch mit „vier Ohren hören“ sind dementsprechend besonders empathisch.

Das bedeutet zum einen, den Sachinhalt zu verstehen (Fakten), die Selbstkundgabe des Gegenübers zu entschlüsseln (Laune, Motive), die Beziehungsmitteilung zu erfassen (was hält die andere Person von mir?) und Appelle zu erkennen (was erwartet der Gegenüber von mir?).

Möchtest Du wissen, wie empathisch Du bist? Dieser Test hilft Dir, Deine Empathie-Fähigkeit besser einzuschätzen!

Die Vorteile der Empathie für Deine Karriere auf einen Blick

Du hast nun ein grundlegendes Verständnis dafür, was Empathie genau bedeutet. Um Dir einen kleinen Ansporn zu geben, Deine Empathie-Fähigkeit nachhaltig zu steigern, hier nochmal die Vorteile auf einen Blick:

  • Du verbesserst deutlich die Beziehungen zu Deinen Arbeitskollegen
  • Du steigerst Deine Beliebtheit im Arbeitsumfeld
  • Du kannst Dein Arbeitsumfeld besser einschätzen und künftige Verhaltensweisen vorhersagen, um unnötige Konflikte zu meiden
  • Dir fällt es leichter, andere von Deinen Standpunkten zu überzeugen
  • Durch ein besseres Urteilsvermögen vermeidest Du Fehleinschätzungen
  • Du kannst besser mit Konflikten umgehen und angemessene Lösungswege finden
  • Du wirst besser mit Negativität im Arbeitsumfeld umgehen können
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Du eine Beförderung bekommst steigt an
  • Du steigerst insgesamt Dein Wohlbefinden im Privat- und Arbeitsleben

Hört sich das gut an? Dann lass uns gleich mit den Tipps beginnen, um Deine Empathie-Fähigkeit zu trainieren! 😊

15 simple Tipps, mit denen Du nicht nur Deine Empathie stärken kannst, sondern auch empathischer wirkst

1

Beobachte und analysiere Dein Arbeitsumfeld

Schärfst Du Deine Wahrnehmung für Dein Arbeitsumfeld, findest Du die Gewohnheiten sowie Eigenarten Deiner Kollegen heraus und kannst Dich diesen besser anpassen.

Wenn Deine Kollegin morgens zum Beispiel gerne erst mal Kaffee trinkt und eher ungesprächig wirkt, solltest Du diese nicht direkt zuquatschen. Gebe ihr etwas Zeit, aufzuwachen und biete ihr stattdessen an, einen Kaffee zu holen.

Durch das Beobachten Deines Arbeitsumfelds kannst Du dementsprechend die Beziehungen zu Deinen Kollegen nachhaltig verbessern und Dich in jeder Situation angemessen verhalten.

2

Lerne Deine Arbeitskollegen kennen

Mache den ersten Schritt und frage Deine Arbeitskollegen, ob ihr in der Mittagspause zusammen essen wollt. Je besser Du Deine Kollegen kennst, desto eher kannst Du ihre Verhaltensweisen einschätzen und Dich auf diese einstellen. Das wird Dir bei zukünftigen Projekten helfen, erfolgreicher im Team zu arbeiten.

Empathie unter Arbeitskollegen

3

Finde in jedem Menschen etwas Positives

Warum sich über die Schwächen einer Person ärgern, wenn Du auch die positiven Seiten sehen kannst? Schließlich hat jede Person ihre Macken, doch das ist nur menschlich.

Schreibe Dir daher für jeden Deiner Teammitglieder ein positives Attribut auf, welches diese Person so besonders macht. Dadurch wirst Du nicht nur empathischer und akzeptierst Deine Kollegen trotz charakterlicher Differenzen, sondern wirst auch insgesamt unvoreingenommener.

PS: Möchtest Du mehr über die Kunst des positiven Denkens erlernen? Unser Artikel „25 kluge Gewohnheiten für positives Denken, die maßgeblich für Deinen Erfolg sind“ kann Dir weiterhelfen!

4

Sei offen und versuche, andere Ansichten nachzuvollziehen

Vielleicht ertappst auch Du Dich öfter dabei, wie Dein Gehirn automatisiert während eines Gespräches Gesagtes in „das ist richtig“, „das ist falsch“ oder gar „das ist ja totaler Blödsinn“ kategorisiert.

Wir alle haben unsere persönlichen Standpunkte und beziehen daher andere Ansichten auch meistens auf unsere eigenen. Schlicht gesagt: wir urteilen oftmals viel zu voreilig. Dadurch blockierst Du Dich allerdings daran, Neues dazuzulernen. Denn die „Wahrheit“ gibt es meines Erachtens nach nicht.

Versuche daher öfter, Dich in eine andere Person hineinzuversetzen und ihre Ansicht zu verstehen, anstatt gleich zu urteilen.

Statt einen Gedanken abzulehnen, hake zum Beispiel nach: „So habe ich die Dinge noch gar nicht gesehen. Wie genau kommst Du zu diesem Gedankengang? Ich finde das sehr interessant.“

Du wirst sehen, wie sich Dein Horizont erweitern wird.

5

Lächele Deinen Gegenüber an

Sicherlich kennst Du das chinesische Sprichwort:

„Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“

Kein Wunder, denn lächelnde Personen wirken einfach sympathischer. Darüber hinaus strahlst Du durch ein Lächeln mehr Empathie und Offenheit aus, weswegen sich Dein Gesprächspartner Dir gegenüber wahrscheinlich eher öffnen und wohlfühlen wird.

Empathie durch freundliches Lächeln

6

Versetze Dich durch das gelegentliche Nachahmen von Mimiken und Gestiken in Deinen Gegenüber

Wenn wir eine Person sympathisch finden oder ihr gerne näherkommen würden, ahmen wir normalerweise unterbewusst ihre Mimiken oder Gestiken nach. Ist Dir das schon mal aufgefallen?

Führe das nächste Mal diesen Test mit Deinem Gegenüber durch:

Verändere während der Konversation ab und zu Deine Körperhaltung und schaue, wie diese reagiert. Schlage zum Beispiel ein Bein über das andere oder lehne Dich zurück. Macht die Person Deine Bewegungen nach, wirst Du ihr wahrscheinlich sympathisch sein.

Doch nicht nur das: Psychologen der University of Wisconsin-Madison fanden heraus, dass wir unterbewusst Gesichtsausdrücke oder Gestiken unseres Gesprächspartners nachahmen, um herauszufinden, wie sich diese fühlen. [2]

Es ist daher wissenschaftlich erwiesen, dass das Nachahmen hilft, Empathie zu trainieren. Natürlich solltest Du dabei nicht zu offensichtlich sein. 😉

7

Höre aktiv zu

Die meisten Menschen hören nicht mit der Absicht zu, Gesagtes zu verstehen, sondern um darauf zu antworten. Wende daher das nächste Mal das „4 Ohren Modell an“ und höre mit all Deinen Sinnen zu. Dein Gesprächspartner wird sich viel geschätzter fühlen – darüber hinaus merken die meisten, ob wir wahres oder gefaktes Interesse zeigen.

8

Stelle öfter Fragen, um Deinen Gegenüber besser zu verstehen

Fragenstellen ist ein wichtiger Teil des aktiven Zuhörens. Dadurch findest Du nicht nur mehr über Deinen Gesprächspartner heraus, sondern signalisierst ihm auch offenes Interesse.

Am besten eignen sich dafür „offene Fragen“. Das sind Fragen, die sich nicht mit einem einfachen „ja“ oder „nein“ beantworten lassen, sondern auf die Dein Gesprächspartner längere Antworten wird.

Statt beispielsweise zu fragen „Hattest Du ein gutes Wochenende?“, frage lieber „Was hast Du am Wochenende gemacht?“

Dadurch bringst Du automatisch die Konversation ins fließen und vermeidest unangenehme Stillen.

9

Fasse Gesagtes gelegentlich zusammen

Um den Faden während einer Konversation nicht zu verlieren und Empathie zu vermitteln, kannst Du die Aussagen des Gegenübers öfters zusammenzufassen.

„Habe ich richtig verstanden, dass Du…“ oder „Du hast also…?“ zeigt Deinem Gesprächspartner, dass Dir Wert daran liegt, Gesagtes nachzuvollziehen.

10

Achte auf Deine Sprachmelodie

Wusstest Du, dass Deine Sprachmelodie und Körpersprache 93% des Gesagten ausmachen? Lediglich 7% fallen auf den Inhalt zurück.

Nicht umsonst heißt es „Der Ton macht die Musik.“ Achte daher nicht nur auf eine offene Körpersprache, sondern auch eine passende Sprachmelodie, die Deinen Aussagen mehr Ehrlichkeit verleiht und automatisch mehr emotionalen Gehalt mit sich bringt.

11

Sage öfter den Namen Deines Gegenübers, um ihm Wertschätzung zu zeigen

Es liegt in der Natur des Menschen, dass wir uns wichtig fühlen möchten. Wir lieben Anerkennung und Wertschätzung, auch wenn wir es vielleicht nicht offen zugeben würden. Ein einfacher Trick, Deinem Gegenüber ein gutes Gefühl zu vermitteln ist es, öfter seinen Namen zu sagen. Jeder hört seinen Namen gern. So simpel und doch so magisch!

12

Finde Schnittpunkte statt Differenzen

Glaub mir: selbst Dein größter Erzfeind und Du habt mindestens eine Sache gemeinsam. Die Kunst der Empathie ist es, diesen Schnittpunkt zu finden, der euch näher zusammenschweißt. Ständig die Differenzen zu sehen wird Dich Deinen Arbeitskollegen auch nicht näher bringen.

13

Zeige öfter Deine Anerkennung

Nichts gibt einer Person mehr Wertschätzung als Anerkennung. Wir können unsere Beziehungen nachhaltig verbessern, wenn wir Dinge nicht für selbstverständlich nehmen.

Hatte Dein Arbeitskollege oder Deine Arbeitskollegin eine gute Idee, sage ihr das auch. Sätze wie zum Beispiel: „Danke für Deine Inspiration. Ohne Dich wäre ich wahrscheinlich nicht auf diesen Ideenansatz gekommen“, wird Dich gleich empathischer machen. 🙂

14

Lese mehr Bücher oder schaue öfter Filme

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die gerne Romane lesen, empathischer sind als der Durchschnitt. [3]

Denn Literatur und Filme helfen ungemein dabei, Menschen besser zu verstehen und verschiedene Lebensansichten zu erfahren. Du hast sicherlich auch schon mal einen Film geschaut oder ein Buch gelesen, bei dem Du mit den Protagonisten wortwörtlich mitgefühlt hast. Darüber hinaus wirken diese auch unheimlich stressbewältigend!

Empathie durch Bücher und Filme

15

Folge der goldenen Regel „Behandle andere so wie Du auch gerne behandelt werden möchtest“

Eine simple Regel, welche unsere zwischenmenschlichen Beziehungen so viel besser machen könnte. Stehst Du vor einem Konflikt, stelle Dir stets die Frage: Was hätte ich gerne, wie mich meine Mitmenschen nun behandeln würden?

Befolgst Du Diese Regel, wirst Du keinem mehr so schnell auf die Füße treten. 🙂

Fazit: Empathie ist trainierbar und macht Dich zu einem beliebten Gesprächspartner

„Empathie bedeutet: mit den Augen des Anderen zu sehen, mit den Ohren des Anderen zu hören, mit dem Herzen des anderen zu fühlen.“

Das Geheimnis des Erfolgs liegt zu einem Großteil in guten sozialen Beziehungen, die durch Empathie und befriedigende Kommunikation erst nachhaltig verbessert werden können. Empathie in der Kommunikation hilft uns, andere Menschen und dessen Standpunkte überhaupt verstehen zu können.

Sie ist die Grundvoraussetzung für viele Alltagsbereiche, ob im Unternehmen oder in Privatbeziehungen. Ohne Empathie wird es Dir nur schwerfallen, Freunde zu finden oder entspannt mit Deinen Arbeitskollegen zu kommunizieren, Handlungsmuster zu erkennen oder Situationen gut einzuschätzen.

Besonders im Unternehmen ist Empathie von großer Bedeutung, um erfolgreich Konflikte zu lösen, diese sogar zu vermeiden oder überhaupt gemeinsam im Team zu arbeiten.

Auch Henry Ford hat schon damals gesagt:

„Wenn es ein Geheimnis des Erfolgs gibt, so ist es das, den Standpunkt des anderen zu verstehen und die Dinge mit seinen Augen zu sehen.“

Mit Empathie zum Erfolg

Daher: Probiere meine Tipps gleich bei Deiner nächsten Konversation aus und dann heißt es nur noch „Fake it until you make it“! 😉

Welche positiven Erfahrungen hast Du mit Empathie in Deinem Unternehmen gemacht? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

© Bildcredits: weerapat, Gaudilab, mavoimages, vsukrkov, gregorylee

Quellen und wissenschaftliche Studien:
[1] http://karrierebibel.de/empathie/
[2] http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-3442623/It-s-not-just-yawning-smiling-frowning-contagious-mimic-people-s-expressions-empathy.html
[3] http://www.alltagsforschung.de/die-psychologie-der-empathie/
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