Schleimbeutelentzündung adé: 7 wirkungsvolle Tipps zur schnellen Schmerzlinderung und Prävention

Mann mit Schleimbeutelentzündung

Sie kommt oft schleichend und wird von Betroffenen lange nicht bemerkt. Wie eine wachsende Bleikugel im Gelenk – so fühlt es sich an, wenn man an einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis) leidet. Was zu Beginn noch ein leichtes Drücken ist, schränkt nach kurzer Zeit den Bewegungsradius Deines betroffenen Gelenks stark ein.

Ob Knie, Ellenbogen oder Schulter: Mehr als jeder zweite Deutsche leidet unter Muskel- und Gelenkproblemen. [1] Doch Du musst die Gelenkschmerzen nicht hilflos über Dich ergehen lassen! Wenn Du Schmerzen an Gelenken hast und Dir nicht sicher bist, ob es sich um eine Schleimbeutelentzündung handelt, bist Du hier möglicherweise genau richtig.

Ich zeige Dir, wie Du eine Schleimbeutelentzündung erkennst, welche Risikofaktoren es gibt und wie Du die Entzündung mit einfachen Maßnahmen schnell wieder loswirst – im Idealfall ganz ohne Medikamente und operative Eingriffe.

Schleimbeutel: Nützliches Wissen über die kleinen Helfer unserer Gelenke

Ähnlich wie Schmierstoffe in Maschinen, besitzt der menschliche Körper Schleimbeutel zum Schutz der Muskeln, Sehnen und Knochen vor Druck und Reibung. Hättest Du sie nicht, würden sich Deine Gelenke abnutzen wie ein nicht geschmiertes Getriebe.

Daher besitzt Du an Knie, Ellenbogen, Schulter und allen anderen Gelenken Schleimbeutel.
Bestehend aus einer dünnen Schicht Bindegewebe und gefüllt mit sogenannter Synovialflüssigkeit bewahren Dich die Schleimbeutel vor dem schmerzlichen Abrieb Deiner Knochen.

Du kannst sie Dir also wie einen Puffer vorstellen, der Deine Gelenke bei der Arbeit unterstützt. Wenn sich diese Puffer entzünden, spricht man von einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis).

Übrigens: Durchschnittlich besitzt ein Mensch circa 150 Schleimbeutel. Die genaue Anzahl kann jedoch von Mensch zu Mensch variieren. Wenn eine Körperpartie sehr stark beansprucht wird, kann sich dort ein zusätzlicher Schleimbeutel bilden.

Ursachen und Symptome: Wie entsteht eine Schleimbeutelentzündung?

Bevor wir uns den Ursachen widmen, solltest Du Dich vergewissern, dass es sich bei Deinen Gelenkschmerzen tatsächlich um eine Schleimbeutelentzündung handelt. Es empfiehlt sich diesbezüglich auch einen Arzt zu konsultieren.

Eindeutige Symptome einer Schleimbeutelentzündung:

  • sichtbar geschwollenes Gelenk
  • Rötung und Wärme an der betroffenen Stelle
  • Bewegungseinschränkungen
  • Gelenkschmerzen

Im normalen Zustand sind die Schleimbeutel mit genug Flüssigkeit gefüllt, um Druck und Reibung bei einer Belastung des betroffenen Gelenks zu reduzieren. Entzünden sie sich, wird die Flüssigkeit immer mehr und der Schleimbeutel wird größer. Er engt die umliegenden Körperstrukturen ein. Das führt zur Bewegungseinschränkung und zu Gelenkschmerzen.

Zusätzlich wird die betroffene Stelle rot und warm und das Gelenk schwillt an. Die Rötung wird dadurch ausgelöst, dass Dein Körper die Gefäße in der entzündeten Körperpartie vermehrt durchblutet. So gelangen mehr Abwehrzellen zur Entzündung und können die Heilung unterstützen.

Du möchtest wissen, durch was genau eine Entzündung des Schleimbeutels entsteht? Hier sind die häufigsten Ursachen für eine Schleimbeutelentzündung:

  1. Bewegungsmangel: Besonders monotone, wiederkehrende Bewegungen, zum Beispiel das Tippen am Computer oder Garten- und Hausarbeiten reizen Deine Gelenke und können eine Schleimbeutelentzündung herbeiführen. Auch muskuläre Dysbalancen oder eine schlechte Haltung können das Entstehen dieser Entzündung begünstigen.

    Langes Sitzen verursacht müde Beine
  2. Fehl-/Überbelastungen: Arbeitest Du oft am Schreibtisch und stützt Deine Ellenbogen ab? Diese Belastung des Ellenbogengelenks kann die Ursache einer Schleimbeutelentzündung sein. Ebenso zählt das Arbeiten auf den Knien oder langes Joggen zu Risikofaktoren, die eine Schleimbeutelentzündung verursachen können.
  3. Verletzungsfolgen: Schläge, Tritte oder Stöße auf Deine Gelenke können eine Schleimbeutelentzündung auslösen.

3 bewährte Schritte, um den Quälgeist Schleimbeutelentzündung schnell wieder los zu werden

Bist Du von einer Schleimbeutelentzündung betroffen, solltest Du schnell handeln und die richtigen Maßnahmen ergreifen. Andernfalls kann sich die Entzündung ausweiten, dadurch andere Strukturen reizen und im schlimmsten Fall chronisch werden. Daher erfährst Du jetzt die Top 3 Hausmittel und Tipps zur schnellen Genesung Deiner Schleimbeutelentzündung.

  1. Schonen
    Hast Du Schmerzen an einem Gelenk ist das Gebot der Stunde: Bewegung stoppen, Gelenk ruhigstellen und schonen! Wenn Du eine Schleimbeutelentzündung hast, ist das betroffene Gelenk überstrapaziert worden. Der Schleimbeutel ist geschwollen und löst Schmerzen aus. Wenn Du Deinem Gelenk jetzt keine Ruhe gönnst, arbeitest Du gegen den Heilungsprozess.
  2. Kühlen
    Bei einer Schleimbeutelentzündung hilft es außerdem, das Gelenk zu kühlen. Das sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen und weniger Blut fließt.
     
    Die Folge: Die Entzündung wird gemildert, Schmerzen lassen nach und die Schwellung nimmt ab. Hier haben sich kühlende Salben oder Gels bewährt. Auch ein Quarkwickel kann kühlend wirken und die Beschwerden einer Gelenkentzündung lindern.
  3. Stabilisieren
    Um die vollständige Heilung einer Schleimbeutelentzündung zu garantieren, solltest Du das betroffene Gelenk durch einen Verband, eine Bandage oder eine Schiene stabilisieren. Auch ein elastisches Tape ist eine gute Möglichkeit, da es andere Körperregionen in der Bewegung nicht mit einschränkt. Durch das Tapen der schmerzenden Stelle verhinderst Du ungewollte Belastungen.
     
    Keine Sorge: Du musst nun keineswegs wie eine Mumie mit bandagierten Gliedmaßen durchs Leben gehen. Bewegung ist für Deinen Körper nach wie vor wichtig. Sie fördert Deine Durchblutung Deines gesamten Körpers, bringt mehr Nährstoffe in die Körperzellen und beschleunigt dadurch den Heilungsprozess.
Eine gute Nachricht für Dich, wenn Du Dich gerne bewegst und aktiv bist: Wenn Du all diese Tipps befolgst, solltest Du nach bereits nach einigen Tagen eine Besserung spüren und auch sehen!

Wichtige Anmerkung: Diese Tipps ersetzen keinen ärztlichen Ratschlag. Sie können die Heilung unterstützen, doch Du solltest diese unbedingt vorher mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin absprechen!

Nie wieder Schleimbeutelentzündung: 4 bewährte Präventiv-Tipps für dauerhaft gesunde Gelenke

Deinen Gelenken geht es gut und Du bist von einer Schleimbeutelentzündung bisher verschont geblieben? Oder Du möchtest den unangenehmen Schmerzen zukünftig vorbeugen?

Dann erfährst Du jetzt 4 wichtige Tipps, um auch langfristig von einer Schleimbeutelentzündung verschont zu bleiben.

1

Arbeite an einem ergonomischen Arbeitsplatz

Mit ergonomischen Arbeitsmitteln sind bereits viele Probleme lösbar, die mit Gelenkschmerzen zu tun haben. Sie unterstützen Dein gesundheitliches Wohlbefinden, indem sie beispielsweise eine gesunde Körperhaltung fördern. Diese entlastet Deine Gelenke und beugt somit aktiv einer Schleimbeutelentzündung vor.

Ein ergonomischer Stuhl, Sitzkissen oder aber auch Schutzpolster beim Arbeiten auf den Knien können hier ebenfalls eine große Hilfe sein und lindern zudem muskuläre Verspannungen.

Folgendes Bild zeigt Dir die optimale Haltung im Stehen und Sitzen:

Ergonomie am Arbeitsplatz gegen Schleimbeutelentzündung

2

Gelenkschonende Bewegungen und Sport

Bewegung ist für Deinen Körper essentiell wichtig und sie hilft Dir auch einer Schleimbeutelentzündung vorzubeugen. Denn durch Bewegung wird Dein Körper besser durchblutet und besser mit Nährstoffen versorgt. So kann eine Schleimbeutelentzündung verhindert werden.

Hierfür kannst Du Sportarten ausprobieren, die sich gut variieren lassen, mit vielen schonst Du zugleich Deine Gelenke. Im Element Wasser kann man zum Beispiel nicht nur klassisch schwimmen, sondern auch Wassergymnastik oder Aqua Jogging ausprobieren. Auch Rad fahren, Yoga oder ein Muskeltraining können Alternativen sein.

Wenn Du mehr Bewegung in Deinen Alltag integrieren möchtest, dann schau Dir unbedingt unsere Infografik zu gesunden Bewegungsgewohnheiten an. Hier findest Du viele Tipps und Informationen, wie Du Dich im Alltag mehr bewegen kannst.

3

Lege Pausen bei monotoner Arbeit ein

Ist auch Dein Arbeitsalltag von monotonen Bewegungsabläufen oder starren Bewegungen geprägt? Doch das lange Sitzen mit Tippen am Schreibtisch, Kassieren oder auch Tennis spielen gehören in diese Kategorie.

Das ist nicht schlimm, solange Du bei diesen Bewegungen Pausen machst. Dehne Dich am besten in diesen Pausen und lockere Deine Muskulatur und Deine Gelenke.

BONUS: Klicke hier, um das kostenlose 5-Minuten Schreibtisch-Workout herunterzuladen!

4

Fordere Dein Gehirn heraus und arbeite mit beiden Körperseiten

Hast Du morgens schon mal versucht mit der “falschen” Hand die Zähne zu putzen oder im Büro die Maus mit der anderen Hand zu bewegen? Es mag am Anfang ungewohnt sein, doch es hat viele Vorteile: Du bleibst geistig fit und reduzierst das Risiko für muskuläre Dysbalancen und einseitige Überlastung!

Achte einmal auf einseitige Bewegungen in Deinem Tagesablauf. Mir sind danach noch viele weitere Möglichkeiten eingefallen, wie man beide Körperseiten fordern kann. Du kannst zum Beispiel Deine Einkaufstüte auf der anderen Seite tragen, bei der Nutzung des Smartphones die Hände wechseln, die Waschmaschine mit der anderen Hand ein- und ausräumen, beim Sport den Ball mal mit der anderen Hand werfen und vieles mehr.

Natürlich kannst Du auch Übungen in Deinen Alltag integrieren, die Deinen Körper ganzheitlich fordern. Dafür solltest Du Dir unbedingt diese 8 Schritte ansehen, damit muskuläre Dysbalancen und Schleimbeutelentzündungen keine Chance haben.

Fazit: Schleimbeutelentzündungen sind störend und schmerzhaft, aber auch vermeid- und behandelbar

Eine Schleimbeutelentzündung kann Dich in Deinen Bewegungen stark einschränken und Dir somit den (Arbeits-) Alltag erschweren. Sie ist eine ernstzunehmende Entzündung, die Du keinesfalls ignorieren solltest. Ein vollständiges Auskurieren ist hierbei sehr wichtig.

Ich hoffe meine Tipps helfen Dir, Deine Schleimbeutelentzündung zu bekämpfen und den Beschwerden zukünftig vorzubeugen.

Eine kleine Bitte zum Schluss:
Hast Du Fragen, Anregungen oder weitere Tipps? Bitte hinterlasse und einen Kommentar und teile den Artikel mit Deinen Bekannten und Freunden, Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar weiter unten. :)

Bildcredit: onlyblacktv.bk.ru/Depositphotos.com

Quellen und wissenschaftliche Studien:
[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1845/umfrage/koerperliche-leiden-der-deutschen/
[2] http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/gelenke-schonen-beim-sport-so-geht-s-a-1188442.html
[3] Güllich, Arne, and Michael Krüger, eds. Sport: das Lehrbuch für das Sportstudium. Springer-Verlag, 2013.
[4] Hadulla, M. M., O. Richter, and Nika Fattahi. “101 Kranken-Geschichten.” :. Med.-Literarische Verl.-Ges, 2006.
Gefällt Dir der Beitrag?
2 0

Teile diesen Artikel mit Deinen Freunden & Kollegen und verhilf Ihnen zu einem gesünderen Leben:
Kostenlos: Rückengesund in 5 Minuten pro Tag!

Mit diesem Mini-Workout wirst Du unangenehme Nacken- und Rückenschmerzen während der Arbeit los!

Jetzt kostenlos downloaden!
Weitere Artikel auf unserem Blog:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Danke für Deine Unterstützung :) !

Send this to a friend