Wie Du unkontrolliertes Muskelzucken in den Griff bekommst und nachhaltig dagegen vorgehst

Muskelzucken-augenlidzucken

Ein zuckendes Augenlid, ein Muskelzittern im Knie oder Oberschenkel, Zuckungen im Oberarm und Bauch – das gelegentliche unkontrollierte Muskelzucken (Faszikulationen) kennt wohl nahezu jeder.

Auch wenn nur in den aller seltensten Fällen ernsthaftere Erkrankungen dahinterstecken, ist das unwillkürliche Zucken von Muskeln ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Körper.

Welche Ursachen die lästigen Muskelzuckungen verursachen können, auf welche Symptome Du achten solltest und was Du selbst dafür tun kannst, um ihnen den Gar auszumachen, erfährst Du in diesem Artikel.

Was genau passiert beim Muskelzucken?

Wenn ein Muskel unwillentlich pulsiert, ohne dass man sich bewegt, spricht man von Muskelzucken. Dabei spannen sich sehr kleine Muskelbündel, sogenannte Faszikel, unwillkürlich an und verursachen dabei eine Art Zittern. Daher werden Muskelzuckungen medizinisch auch als Faszikulationen bezeichnet. [1]

Dabei wird generell zwischen benignen Faszikulationen und pathologischen Faszikulationen unterschieden.

Benigne Faszikulationen sind Muskelzuckungen ohne eine direkt gesundheitsbeeinträchtigende Ursache und nur von kurzer Dauer. Sie legen sich von selbst nach kurzer Zeit und sind daher prinzipiell unbedenklich, können aber dennoch auf ein Ungleichgewicht im Körper hindeuten. Lidzucken oder vibrierende Arme und Beine treten hierbei häufig auf.

Pathologische Faszikulationen hingegen basieren auf gesundheitsbeeinträchtigenden Ursachen, sind wesentlich intensiver, treten häufiger auf und sind nicht auf Arme und Beine beschränkt. Sie können am gesamten Körper auftreten. Aber auch hierbei treten keine Schmerzen auf.

Sonderfall: Muskelzucken beim Einschlafen

Diese Situation ist Dir sicherlich sehr bekannt: Erschöpft legst Du Dich ins Bett und bist kurz davor ins Land der Träume zu sinken, da zuckt plötzlich der gesamte Körper. Du fragst Dich woher das kommt und ob es ernsthafte Ursachen hat?

Da kann ich Dich beruhigen. Denn Muskelzucken beim Einschlafen ist ganz natürlich.

Bevor Du tief und fest schläfst, fahren Deine Körperfunktionen verschieden schnell herunter. So passiert es häufig, dass gewisse Gehirnbereiche schon „schlafen“, während das für Bewegung zuständige Areal noch aktiv ist. Bewegst Du Dich nun im Traum, sendet eben dieser Bereich dann fälschlicherweise Bewegungssignale an Deine Muskeln. Und schwups bist Du wieder wach. [2] [3]

Du willst die genauen Ursachen erfahren, um sie anschließend nachhaltig bekämpfen zu können? Dann lies jetzt weiter!

Die häufigsten Ursachen von Muskelzuckungen

Um zu verstehen, warum ein Muskel zuckt, muss man zuerst die Funktionsweise des Muskels hinterfragen.

Wenn unser Gehirn den Befehl zur Muskelkontraktion gibt, werden über unsere Nervenbahnen elektrische Impulse an die jeweilig benötigten Muskelzellen gesendet, welche sich daraufhin anspannen.

Wie auch beim Auto benötigt dieser Vorgang Treibstoff, welcher in Form von Nährstoffen über das Blut an die Zellen geleitet und hier entsprechend weiterverarbeitet wird.

Beispielsweise leiten die Mineralien Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium, im Körperwasser zu so genannten Elektrolyten gelöst, die Nervensignale an die Muskelzellen weiter, wodurch diese sich an- oder entspannen.

Herrscht nun aber ein Treibstoffmangel oder –ungleichgewicht, kann die ordnungsgemäße Funktion Deiner Muskulatur beeinträchtigt werden. So führt zum Beispiel Flüssigkeits- und Mineralienmangel bei übermäßiger Hitze, anstrengendem Sport oder ungesunder Ernährung häufig zu einer fehlerhaften Signalweiterleitung der Nerven und somit zu Muskelkrämpfen.

Faszikulation

Was genau nun der direkte Auslöser im Moment des Muskelzuckens ist, weiß man derzeit noch nicht. Sicher aber ist, dass die folgenden Faktoren Augenlidzucken, krampfende Beine, pulsierende Fingermuskeln und Co. stark fördern. [4]

  • Elektrolytstörungen (Mineralienmangel) Übermäßiger Sport (starkes Schwitzen) oder mangelhafte Ernährung können zu einem Ungleichgewicht im Mineralienhaushalt und so zu Störungen der Muskelaktivitäten führen.
  • Flüssigkeitsmangel Wer zu wenig trinkt oder mehr Flüssigkeit ausscheidet, als zu sich nimmt, dehydriert und verdickt damit sein Blut. Die Folge ist eine verlangsamte Nährstoffübertragung an die Muskelzellen.
  • Bewegungsmangel Wer sich wenig bewegt, dessen Kreislauf schläft ein und der Blutdruck fällt ab. Die Folge ist eine Unterversorgung der Muskeln, was zu „fehlerhaften“ Muskelfunktionen führen kann.
  • Kälte und Unterkühlung Bei Kälte ziehen sich unsere Blutgefäße zusammen und hemmen somit die Nährstoffweiterleitung an die Zellen.
  • Hitzschlag
  • Psychische Belastungen und Stress Ein erhöhter Stresspegel führt dazu, dass unser Gehirn nicht mehr richtig entspannt und überlastet. Die Folge sind fehlerhafte Signalweiterleitungen und somit auch Muskelzucken.
  • Aufputschende Getränke und Drogen Dass die ungesunden Wachmacher wie Energy-Drinks und Cola sowie Drogen Körperfunktionen stören, ist denke ich selbsterklärend. Verantwortlich für Muskelzuckungen sind hierbei Impulskurzschlüsse.
  • Unterzuckerung Zucker ist der Brennstoff für unsere Zellen. Sinkt unser Blutzucker zu stark, sendet das Gehirn Botenstoffe aus, die uns den berühmten Heißhunger auf Süßes verschaffen, um so die ordnungsgemäße Gehirnfunktion zu gewährleisten. Das ist allerdings kein Freibrief für Süßigkeiten.
  • Übergewicht Wer übergewichtig ist, engt seine Organe ein und belastet sein Herz. Der damit meist einhergehende Bewegungsmangel verschlechtert die Nährstoffversorgung aller Zellen zusätzlich.
  • Falsche Körperhaltungen Wer unergonomisch sitzt, steht oder generell eine schlechte Körperhaltung hat, begünstigt Wirbelsäulenerkrankungen und damit auch eingeklemmte Nerven, die letztendlich zu einer fehlerhaften Signalübertragung an die Muskeln führen können.

In sehr seltenen Fällen können auch neuromuskuläre Erkrankungen, Krankheitserreger, Vergiftungen oder medikamentöse Nebenwirkungen die Ursache sein. Um ganz sicher zu gehen, solltest Du diese Möglichkeiten von einem Arzt abklären lassen.

Behandlung von Faszikulation – Wann solltest Du besser zum Arzt?

Muskelzucken ist lästig und meist ein eindeutiges Indiz für ein Ungleichgewicht im Körper. Solang das Muskelzittern aber nach kurzer Zeit wieder verschwindet, solltest Du Dir keine ernsteren Gedanken darüber machen.

Hast Du hingegen sehr oft mit zuckenden Muskeln über einen längeren Zeitraum zu kämpfen, können auch neurologische Ursachen der Grund sein. Auch bei Kribbeln in den Armen oder Beinen, auftretenden Schmerzen beim zitternden Muskel oder Taubheitsgefühl, ist der Gang zum Arzt Pflicht!

Mittels Elektromyographie (EMG) kann Dein Arzt die Faszikulationspotentiale messen und anhand er Amplitude die Ursachen besser abgrenzen. [5]

3 wirksame Expertentipps um die Ursachen des Muskelzucken nachhaltig zu bekämpfen

1

Elektrolytstörungen vorbeugen, gesund ernähren!

Im Supermarkt springt einen die Vielzahl an Fertigprodukten förmlich an. Sie versprechen Genuss sowie eine schnelle und einfache Zubereitung. Die Sache hat nur einen gewaltigen Haken (zumindest, wenn das die Basis Deiner Ernährung ist).

Denn: kaum ein Fertiggericht besitzt noch ausreichend Vitamine und Mineralien für eine ausreichende Versorgung Deines Körpers. Vielmehr tummeln sich unzählige, bedenkliche Ergänzungs-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie übermäßig Zucker und Salz.

Ein Ungleichgewicht an Mineralien und somit auch Muskelzucken ist damit quasi vorprogrammiert.

Ab und zu ein paar Pommes sollst Du Dir ruhig weiter gönnen. Nur achte darauf, auch genügend Vitamine und Mineralien zu Dir zu nehmen. Anderenfalls provozierst Du einen Nährstoffmangel und fehlerhafte Muskelaktivitäten regelrecht.

Die folgende Tabelle zeigt Deinen durchschnittlichen Tagesbedarf und den Mineraliengehalt pro 100 Gramm als Orientierung für eine gesunde Ernährung.

Magnesiumgehalt/100g Tagesbedarf (400mg)Kaliumgehalt/100g Tagesbedarf (4,7g)Kalziumgehalt/100g Tagesbedarf (1,3g)
Kakaopulver (420mg) Zartbitterschokolade (292mg) Cashewnüsse (267mg) Sojaprodukte (260mg) Mandeln (252mg) Erdnüsse (167mg) Vollkornbrot (150mg) Haferflocken (139mg) Bohnen (132mg)Getrocknete Kräuter (4,7g) Tomaten (2,3g) Kakaopulver (2,5g) Paprika (1,5g) Pflaumen (0,7g) Nüsse (0,7g) Samen & Kerne (0,6g) Lachs (0,6g) Spinat (0,5g)Mohnsamen (2,5g) Hart- und Schnittkäse (bis 1,3g) Braunalgen (1g) Sesam (0,8g) Amaranth (0,5g) Grünkohl (0,25g) Feigen (0,25g) Mandeln (0,25g) Eier (0,125g) [6] [7] [8]

 

2

Weniger sitzen, mehr bewegen!

Zwei Drittel aller Deutschen bewegt sich pro Tag im Schnitt weniger als eine Stunde. Hinzu kommt, dass der typische Büroarbeiter schnell bis zu 12 Stunden täglich im Sitzen verbringt. [9]

Dieser enorme Bewegungsmangel hat jedoch gravierendere Folgen, als nur ein gelegentlich unangenehmes Muskelzucken. Denn wer sich nicht bewegt, lässt seine Muskeln verkümmern, das Herz schwächer werden und begünstigt damit zahlreiche Wohlstandskrankheiten wie Rückenschmerzen, Diabetes, Durchblutungsstörungen und Kreislaufprobleme.

benigne-pathologische-faszikulation

Durch das ständige Sitzen durchbluten vor allem auch Deine Beine schlechter. Und wo zu wenig Blut hingelangt, können auch die Muskelzellen nicht ausreichend versorgt werden. Wadenkrämpfe und zuckende Knie sind damit nahezu zwangsläufig zu erwarten. [9]

Könnte auch bei Dir das viele Sitzen für Muskelzuckungen und Rückenschmerzen verantwortlich sein?

Dann solltest Du Dir diese Tipps von Gesundheitsexperten jetzt unbedingt ansehen: „[Infografik] 10000 Schritte täglich: 33 gesunde Bewegungsgewohnheiten

Auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch kann Schwung in Deinen bisher sitzenden Arbeitstag bringen und sorgt für:
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3

Stress reduzieren und mehr entspannen!

Stress ist zu einem treuen Alltagsbegleiter in unserer modernen Zeit geworden und verursacht weit schlimmere gesundheitliche Probleme als Muskelzucken. So klagt bereits jeder zweite Deutsche über Stresssymptome wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Depressionen. [10]

Unsere Leistungsgesellschaft ist geprägt von Beschleunigung, mehr in weniger Zeit. Der uns selbst auferlegte Druck macht krank. Und so ist bereits jeder zehnte Fehltag auf Stress zurückzuführen.

Wenn wir also genau darüber nachdenken, macht uns dieser Leistungsdruck nicht produktiver, sondern kostet uns sogar Zeit und noch viel schlimmer – unsere Gesundheit. Aber gerade diese sollte es uns Wert sein, zu erhalten. Denn was nützt ein prall gefülltes Bankkonto, wenn man als Rentner kaum noch laufen kann?

Muskelzittern durch Stress

5 wirksame Tipps gegen Stress

  1. Entspannungsübungen Zum Feierabend solltest Du Dir Entspannung gönnen. Tust Du das nicht, sind Schlafprobleme noch das geringste Übel. Hilfreich ist zum Beispiel ein heißes Bad, Entspannungstees, Meditation, Yoga, progressive Muskelentspannung oder auch einfach ein Spaziergang in der Natur.
  2. Sport Das effektivste Mittel um Stress abzubauen, ist Sport. Denn dafür ist Stress gemacht: um in gefährlichen Situationen blitzschnell reagieren zu können. Keiner zwingt Dich ins Fitnessstudio. Finde den Sport, der zu Dir passt!
  3. Dankbarkeit Wann warst Du das letzte Mal dankbar – dankbar für Deine Gesundheit, Familie, Freunde etc.? Dankbarkeit ist ein vergessenes Mittel um innere Ruhe zu finden. Es hilft uns bei all dem Streben nach Erfolg und Wachstum die Zeit für einen Moment stillstehen zu lassen sowie gesünder und glücklicher zu werden, wie auch Forscher nachweisen konnten.
  4. Optimismus Machst Du Dir ständig Sorgen darum, dass irgendetwas nicht klappen könnte? Das stresst ganz schön oder? Nimm die Dinge wie sie sind. Du kannst sie eh nicht ändern, aber Du kannst das Beste daraus machen. Sei ein Optimist!
  5. Geduld Musst Du alles so schnell wie möglich schaffen? Ja dann gibt es vielleicht schneller mehr Geld oder Du kommst schneller an ein Ziel. Aber auf welche Kosten? Immer schneller, höher und weiter – ist das wirklich der Weg, der Dich glücklich macht? Was würde passieren, wenn Du für all Deine Termine einfach etwas mehr Puffer ab jetzt einrechnest? Entschleunige Deinen Alltag und übe Dich in Geduld.
  6. Zufriedenheit Einhergehend mit der Geduld kommt die Zufriedenheit. Kaum ist ein Ziel erreicht, muss das nächste her. Noch einen Schritt auf der Karriereleiter, noch ein größeres Auto, noch mehr mehr mehr! Macht das wirklich glücklich und zufrieden? Wozu brauchst Du noch mehr?
  7. Selbstreflexion Wenn Dich eine Situation stresst, versuche ab jetzt aktiv herauszufinden, was genau die Ursache ist. Zum einen kannst Du stressauslösende Situationen meiden (bei mir sind es Menschenmassen) oder aber auch Deine Gedanken hinterfragen. Ist es wirklich so schlimm, dass der Bus Verspätung hat? Was bringt es Dir, Dich aufzuregen?

Führe auch gerne unsere geführte progressive Muskelentspannung durch, um gezielt Stress abzubauen.

Fazit: Muskelzucken ist meist unbedenklich

In den meisten Fällen ist Muskelzucken unbedenklich, weist aber auf ein Ungleichgewicht in Deinem Körper hin. Mit den Tipps aus diesem Artikel bist Du nun aber in der Lage dieses Ungleichgewicht selbst zu identifizieren und die Ursache für die zuckenden Muskeln zu bekämpfen.

Hast Du noch weitere Tipps, die Dir geholfen haben? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

© Depositphotos.com/martinan
[1] http://www.icd10data.com/ICD10CM/Codes/R00-R99/R25-R29/R25-/R25.3 [2] A. J. Larner: A Dictionary of Neurological Signs. Springer, 2010 [3] J. R. Daube u. a.: Clinical Neurophysiology. Oxford University Press, 2009 [4] https://medlineplus.gov/ency/article/003296.htm [5] The EMG; by Albert C. Clarimont, MD, Ohio University [6] https://www.gesundheitsinformation.de/wie-kann-ich-meinen-kalziumbedarf-decken.2192.de.html [7] https://web.archive.org/web/20130405165606/ [8] http://www.bgv-herzbeschwerden.de/mineralstoffe.html [9] Krankenkasse, Techniker. “Beweg Dich, Deutschland.” TK-Studie zum Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland (2013) [10] https://www.tk.de/resource/blob/2026630/9154e4c71766c410dc859916aa798217/tk-stressstudie-2016-data.pdf

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26 Kommentare zu “Wie Du unkontrolliertes Muskelzucken in den Griff bekommst und nachhaltig dagegen vorgehst

  1. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Marcel sagt:

    Gibt es denn eine Studie oder ein Beleg das die benigne faszikulation an den Waden oder am Körper wieder verschwinden?

    Wenn Stress und die Ernährung wirklich die Zauberwörter sind so müsste es doch eine Art Beleg oder ErfolgsBerichte geben!?

    Bin selbst BFS betroffen und habe auch viele viele Arztbesuche hinter mir.

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Marcel,
      Studien dazu konnte ich nicht finden. Aktuell weiß man auch nicht genau, welche Ursache nun der ausschlaggebende Grund ist.
      Die Risikofaktoren, die Muskelzucken stark begünstigen sind aber bekannt: Flüssigkeitsmangel, Nährstoffmangel, Übergewicht, Rauchen, Alkohol, Drogen, Bewegungsmangel, falsche Körperhaltungen und Übertraining. Beim Augenlidzucken ist z.B. meist lange Bildschirmarbeit und Übermüdung schuld.
      Schlimmeres Muskelzucken hatte ich selbst nie. Augenlidzucken aber hatte ich häufig, als ich noch in einem (psychisch) stressigen Job in einem Konzern gearbeitet habe. Seitdem ich ein ausgeglicheneres Leben führe und der Arbeit nachgehe, die mich erfüllt, hat sich nicht nur das eingestellt, auch meine Rückenschmerzen sind nahezu verschwunden. Natürlich habe ich einige Dinge zusätzlich in meinem Alltag verändert. Ich arbeite an einem Ergonomie-Arbeitsplatz und stehe stündlich auf. Ich habe eine aktive Morgenroutine entwickelt und ich dehne mich täglich mindestens 10 Minuten, koche fast immer frisch usw. All die kleinen Dinge kosten Überwindung und Ausdauer. Wie sich Erkrankungen über Jahre entwickeln, dauert auch die Genesung seine Zeit.
      Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen und wünsche Dir von Herzen alles Gute und baldige Besserung!

  2. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Josip Sosic sagt:

    Ich habe rücken schmerzen. Problme mit der Wirbelsäule. Habe schmerzen die ins Bein ausstrahlen kribbeln und muskelzucken. Gestern hate ich im Rücken starkes zucken hinten Richtung Oberarm. Hat lange gedauert und in der früh war es weg. Lg

  3. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Sandra Park sagt:

    Sehr informativ und gute Tipps, die wirklich helfen. Danke für diesen Super Artikel, wo alles drinnen steht, was man für dieses Thema braucht. Lg

  4. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Pawel sagt:

    Ich habe enorme Einschlafzuckungen entwickelt während einer stressigen Phase im Jahre 2015!
    Diese kehren immer wieder zurück und lassen mich überhaupt nicht einschlafen, sei es durch die Muskelzuckung selbst, welche mir extrem stark erscheint oder die Angst und Panik vor diesen. Seit 2015 nehme ich Schlafmedikamente wenn es ganz schlimm ist sogar Benzodiazepamine. weil ich anders einfach nicht einschalfe, sogar wenn ich mir sage ok, heute schläfst du nicht und schläfst dafür morgen wird die Nacht danach nur noch schlimmer wahrsch. durch die Übermüdung. Ich habe mein Leben komplett umgestellt kein Koffein, extrem gesunde Ernährung, viel Sport, Entspannungsübungen. Trotzdem scheint das alles nicht zu helfen, ich fühle mich seit nunmehr 4 Jahren in einem Teufelskreis gefangen aus dem ich nicht raus komme. Etliche Arzt und Psychologen Besuche haben nichts gebracht. Falls jemand Ideen hat was ich noch machen könnte, wäre ich super dankbar.

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Pawel, vielleicht findest Du in diesem Beitrag noch Tipps: “Schlafstörungen behandeln: 11 Expertentipps für einen erholsamen Schlaf
      Besonders wichtig ist meines Erachtens ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Existenzängste, das Gefühl von Sinnlosigkeit beim Job oder das Verbiegen für andere kann alle Maßnahmen eines gesunden Lebensstils zunichte machen. Das ist natürlich leicht daher gesagt. Die Konfrontation und Beantwortung mit der Frage “Was erwarte ich vom Leben” kann dabei helfen. Wer das klar beantwortet und danach sein komplettes Tun, Handeln und Denken ausrichtet, ist auf einem guten Weg.

  5. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Erika Silmbroth sagt:

    Hallo Pawel, ich nahm 20 Jahre Schlaftabletten und seit ca. 3 Jahren fast keine mehr. Ich gehe regelmäßig zu Shiatsu und das hat mich geheilt. Anfangs war ich einmal pro Woche dann alle 14 Tage, jetzt bin ich bei 1mal im Monat. Probiere es ich schwöre drauf. Lg

  6. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Luisa sagt:

    Ich habe seit 3 Monaten fast 24/7 ein Muskel Zucken im Ohr und das verursacht bei mir sehr viel Stress. Es ist wahnsinnig unangenehm. Der Ohrenarzt konnte mir nicht helfen. An und in meinem Ohr ist alles in Ordnung.

  7. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Fred sagt:

    Hallo
    Ich bin 25 Jahre alt und habe seit 5 Jahren fast jeden Tag Muskelzucke, ob nach dem Sport, beim aufstehen ganz egal, sobald ich aber im Urlaub bin oder mich auf dem wegmache hört das auf. Ich hab so vieles schon probiert, Neurologe meint ems Gehirn und Muskeln sei alles ok, Blut ebenfalls.
    Wie werde ich das nur los?
    Ich fühle mich top fit und bin eig super mit meinem Leben zufrieden, es läuft alles.

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Fred,
      wenn es besser wird, wenn Du in den Urlaub fährst, könnte man vermuten, dass es etwas mit Stress zu tun hat. Das muss gar nicht direkt spürbar sein, aber wenn man ständig unter Strom steht, wenig ruhige Momente hat, wo man einfach nichts tut, kann das den Körper auch unterbewusst belasten und durch Stresshormone etwas durcheinander bringen. Ich würde Dir daher empfehlen, mal Entspannungsübungen zu probieren, auch wenn es erstmal vielleicht gar nicht so Dein Ding ist und ganz bewusst Termine mit Puffer zu planen, sodass Du überall entspannt ankommst. Möglicherweise aber spielen hier auch ganz andere Dinge eine Rolle. Das ist schwer zu sagen.

  8. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Nicola Tietze sagt:

    Hallo :)
    Ich bin Männlich und 23 Jahre alt. Ich leide seitdem ich 17 Jahre alt bin unter Angststörungen bzw Panikattacken. Kurz nachdem dies mein Leben veränderte traten auch Muskelzuckungen auf, erst nur am Augenlid. Nachdem ich von ALS gelesen hatte, wurde es immer schlimmer, die Muskelzuckungen sind nie wieder verschwunden. Auch im Urlaub oder bei ruhigen Momenten sind die Zuckungen kaum spürbar, zwar nicht ganz weg aber sehr wenig. Neurologe und Hausarzt meinten es liegt an meiner Psyche, ist dies wahrscheinlich?

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Die Psyche, und insbesondere alles was Stress auslöst, hat einen großen Einfluss auf den Körper. Ein guter Psychologe kann hier vielleicht helfen. Die persönliche Krankenkasse kann hier auch oftmals beratend helfen.

  9. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Samira sagt:

    Hallo :) ich bin 21 Jahre alt, weiblich, und leide seit ca 9 Monaten unter Muskelzuckungen. Habe schon etliche Arztbesuche hinter mir, war auch schon aufgrund von ALS Angst beim Neurologen, der mir gesagt hat dass alles in Ordnung sei, und hat auch keinerlei Auffälligkeiten feststellen können. Bei mir zuckt immer mal wieder eine andere Körperstelle, 2-3 Monate am Stück hat mal ständig mein Augenlid gezuckt, jetzt ist es komplett verschwunden. Jedoch hatte ich auch gelesen, dass man ALS zuerst an der Hand und Zunge merkt, welche seit ca. 2 Wochen auch ab und zu zucken und ich habe sehr große Angst :( ich habe übrigens auch Hashimoto Thyreoiditis, falls das eventuell damit in Verbindung hängen könnte.
    Ich weiß einfach nicht, wie ich mich selbst beruhigen kann und von dieser ALS Angst wegkomme. Bilde ich mir vllt auch die Symptome ein? ZB habe ich manchmal das Gefühl, dass mein Daumenballenmuskel abbaut, und vergleiche ihn permanent mit meiner anderen Hand, die nicht zuckt. Wenn meine linke Hand zuckt, dann wirklich nur sehr kurz und das auch nur 1-5 Mal an Tag, also nicht durchgängig.
    Ich ernähre mich nun auch sehr bewusst, mache viel Sport, habe recht wenig Stress im Leben und nehme auch Nahrungsergänzungen ein…
    Was kann ich noch tun, damit ich mich besser fühle?

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Liebe Samira,

      ich kann gut nachvollziehen, dass Du verängstigt und verunsichert bist. Als ersten Punkt muss ich jedoch anmerken, dass die Angst vor Krankheiten sich häufig sehr negativ auswirkt und teilweise sogar ihr Entstehen erst begünstigt, da das auch eine – und zwar sehr große Form – von Stress ist. Hier spielen Nocebo-Effekte (Gegenteil vom Placebo) eine Rolle.

      Um Dir die immense Kraft der Gedanken einmal zu verdeutlichen: In einer Studie haben Ärzte schwangeren Frauen erzählt, sie bekämen ein wirksames Mittel gegen ihre Übelkeit. Die Wirkung wurde als sehr gut bewertet. Tatsächlich aber erhielten sie ein Brechmittel. Die pharmakologische Wirkung wurde allein durch die Kraft der Überzeugung und Gedanken somit sogar ins Gegenteil verkehrt. In der Placebo-Forschung findet man mittlerweile einige Beispiel wie diese.

      Ein sehr wichtiger Schritt wäre deshalb die eigenen Gedanken in eine zuversichtlichere und glücklichere Richtung zu lenken. Mir haben dabei Bücher oder Blogs wie MyMonk sowie tägliches Yoga sehr geholfen.

      Ob Hashimoto zum Muskelzucken beiträgt, weiß ich nicht. Da bei Autoimmunerkrankungen aber prinzipiell einiges anders läuft im Stoffwechsel, ist das sicherlich nicht ausgeschlossen. Möglicherweise kann Dir dieser Artikel helfen.

      Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft, innere Ruhe und positive Gedanken Samira!

  10. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Tina sagt:

    Seit ca. 1 Woche habe ich sichtbare Muskelzuckungen in den Waden, auch Kribbeln meine Beine, am schlimmsten beim Liegen. Nach einer Zeit des liegens kommen Wadenkrämofe hinzu. Ich kann dadurch schlecht einschlafen und wache immer wieder auf durch die Wadenkrämofe. Ich bin wegen meines allergischen Asthma bei einem TCM Mediziner, nehme Symbicort. Meine Hausärztin hat mir Levodoba verschrieben, meinte das sei Restless Legs. Manchmal zwanghaftes bewegen der Beine in der Nacht, aber nicht immer, tagsüber gar nicht.
    Die Muskelzuckungen sind aber immer da. Ich ernähre mich gesund, habe Bewegung und gehe regelmäßig spazieren. Stress zu Hause habe ich nicht und mein Job macht mir Spaß.
    Nehme Magnesium zu mir.

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Tina, konntest Du alle im Artikel aufgeführten Risikofaktoren für Dich ausschließen? Insbesondere Nährstoffmangel ist selbst bei gesunder Ernährung meist nur über einen Bluttest feststellbar. Vielleicht hast Du auch unterbewussten Stress. Warst Du denn beim Arzt?

  11. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Maria sagt:

    Hallo ich w (20) habe seit ein paar Monaten immer wieder muskelzuckungen gehabt an verschiedenen Stellen. Aber heute spielt meine Wade irgendwie verrückt sie will gar nicht aufhören zu Zucken. Was soll ich tun?

    • Avatar von Krystian Mantheys Artikel
      Krystian Manthey sagt:

      Hallo Maria, im Zweifel solltest Du immer zum Arzt gehen. Welche Tipps aus dem Artikel hast Du denn bereits probiert bzw. welche Ursachen hast Du ausschließen können?

  12. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Nicole sagt:

    Hallo
    Ich bin jetzt 49. Seit 2017 hab ich Muskelspasmen , zuerst in den Waden, mittlerweile überall.
    Ich war / bin in ärztlicher und schmerztherapeutischischer Behandlung.
    Zu den Spasmen habe ich Arthrose (2017 und 2019 Beide Hüften jetzt mit TEP) auch liegt laut Blutwerten eine Autoimmunerkrankung vor, von der weder Hausarzt, Rheumatologe, Neurologe, Schmerztherapeut wissen wie sie heißt.
    Damit die Muskelspasmen nicht schmerzen nehme ich Gabapentin, gegen meine schrecklichen Rückenschmerzen ( Spondylarthrose) Arcoxia, und 10 mg Amitriptylin.
    Ich habe permanent erhöhte Leukozyten und noch diverse andere Blutwerte, die nicht der Norm entsprechen.
    Zum Glück hab ich mit meiner Schmerztherapeutin jemanden gefunden , der mich ernst nimmt .

  13. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Theresia sagt:

    Hallo, ich hatte vor einigen Jahren mal ganz heftige Probleme mit Muskelzuckungen in Armen und Beinen, nachts regelrechte Krämpfe. War damals in einer stressigen und psychisch sehr belastenden Lebenssituation. Der Arzt konnte glücklicherweise nichts Ernstes als Ursache feststellen. Aber leider konnte mir auch niemand konkret sagen, was ich dagegen tun kann. Mineralien, wie Magesium etc. haben nicht geholfen. Durch Zufall kam ich darauf, dass in Meeresalgen die Stoffe enthalten sind, die mein Körper braucht, z.B. in den Algen, die man für Sushi benutzt (Nori). In Algen ist wohl so ziemlich alles drin, was der menschliche Körper braucht. Wichtig ist hier möglichst Bioqualität! Habe Nori in kleinen Mengen (etwa 1/4 Blatt) täglich gegessen und hatte sofort Linderung. Nach einigen Monaten waren die Beschwerden komplett verschwunden.

  14. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Doreen Jautze sagt:

    Ich habe seit 1 Monat ein Zucken in einem Zeh.
    Allerdings nur in Ruhe. Sobald ich meine Füße hochlege, die übereinanderschlage oder Schlafen gehe.
    Sonst habe ich keine anderen Symptome. Ein bisschen Rückenschmerzen im Bereich des Beckens. Ich mach mir schreckliche Sorgen.
    Kann es sein, dass ich mich zu sehr darauf versteife und das Zucken nicht aufhört bzw. schlimmer wird ?

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