Schlafstörungen behandeln: 11 Expertentipps für einen erholsamen Schlaf

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Schlafstörungen (Insomnie) sind weit verbreitet: jeder vierte Deutsche kämpft mit Schlafproblemen. [1]

Betroffene leiden unter Kraftlosigkeit, Unkonzentriertheit sowie teilweise Schwindel und Depression.

Rauben auch Dir schlaflose Nächte den letzten Nerv? Suchst Du verzweifelt nach einer Lösung, um endlich wieder ein- und durchschlafen zu können?

Dieser Artikel zeigt Dir das Geheimnis eines gesunden und erholsamen Schlafs, worauf Du unbedingt achten und warum Du Schlaftabletten besser meiden solltest.

Die Symptome und Ursachen von Schlafstörungen

Wer an Insomnie leidet, wird von den folgenden Symptomen ein Lied singen können. Du musst Dir jedoch nur ernsthaftere Gedanken machen, wenn tatsächlich alle Punkte auf Dich zu treffen. Denn gelegentliche Schlafprobleme sind normal und haben nichts mit der gesundheitsschädlichen Schlafstörung gemein.

Eindeutige Symptome von Schlafstörungen:

  1. Gestörter Nachtschlaf
    Du brauchst mehr als eine Stunde zum Einschlafen und leidest unter häufigem nächtlichen Erwachen ohne schnell wieder einschlafen zu können.
  2. Beeinträchtigung am Tag
    Deine Leistungsfähigkeit und Dein Wohlbefinden sind am Tag deutlich beeinträchtigt. Du hast außerdem mit Unkonzentriert, Erschöpfung und Schwindel zu kämpfen.
  3. Dauer
    Die Symptome dauern mindestens vier Wochen an und treten jede Nacht auf.
Wusstest Du:
Eine nicht behandelte chronische Schlafstörung ist die Vorstufe der Depression. Lies Dir diesen Artikel daher sorgfältig durch und setze die wirkungsvollen Tipps der Schlafexperten direkt um.

Genügend Schlaf ist die Voraussetzung für ein gesundes Leben und Leistungsfähigkeit. Die Schnelllebigkeit und die steigenden Anforderungen unserer modernen Gesellschaft führen jedoch dazu, dass immer mehr Menschen an Schlafstörungen leiden.

Häufigste Ursache dabei ist die Psyche, also Stress. Nur selten sind körperliche Ursachen wie multiple Sklerose, Herz- und Kreislaufstörungen, oder Atemwegserkrankungen der Grund für Schlafprobleme. Aber auch in der Schwangerschaft leiden viele an Einschlafproblemen. [2]

Das solltest Du aber in jedem Falle von einem Arzt abklären lassen.

Kommen jedoch keine körperlichen Ursachen für Deine Insomnie bei Dir in Frage, solltest Du nicht sofort zu Schlafmitteln (Tabletten) greifen. Die Gefahr der Abhängigkeit und der Nebenwirkungen bei langfristiger Einnahme, sind wesentlich gravierender, als die paar Wochen, die Du dadurch (unter Umständen) gut schläfst. Doch hierzu später mehr.

Der renommierte Schlafexperte, Diplom Psychologe und Professor für biologische Psychologie Jürgen Zulley konnte die zwei häufigsten Ursachen für Schlafstörungen ausfindig machen:

  • Stress
  • Fehler im Umgang mit dem Schlaf

Schlafmittel als schnelle Lösung bei Schlafstörungen?

Schlafstörungen durch Schlafmittel

Schlafmittel wirken anfangs sehr gut. Das Leiden der Betroffenen scheint ein Ende zu haben – oder doch nicht? Schauen wir uns den Prozess des Schlafens doch mal genauer an:

Bestimmte Botenstoffe im Gehirn regulieren, ob wir schlafen oder wach sind. Das „Wachmach-Hormon“ Histamin sorgt für den Wachzustand und Melatonin für Müdigkeit.

Stehen wir aber unter Anspannung und sind gestresst, blockieren Stresshormone die Rezeptoren für das Schlafhormon Melatonin. Wir finden also keine Ruhe und können nicht einschlafen.

Durch Schlafmittel werden diese Rezeptoren freigeräumt und das Melatonin kann wieder andocken – und wir können somit ruhig schlafen.

Diese schnelle vermeintliche Lösung, macht es Betroffenen so schwer von den chemischen Helfern wieder loszukommen. Denn ohne Schlaftabletten droht erneut quälende Schlaflosigkeit. Logisch, denn die eigentlichen Ursachen der Insomnie wurden dabei ja nicht bekämpft.

Schnell entsteht ein Teufelskreis. Denn eine der Nebenwirkungen von Schlaftabletten ist es, dass der Körper eine Toleranz entwickelt, also immer mehr eingenommen werden muss, um gut schlafen zu können. Die Folge ist, dass Betroffene immer stärkere Mittel zu sich nehmen müssen und so schnell abhängig werden.

Wenn die Schlafmittel allein nicht mehr helfen können die Schlafstörung zu besiegen, fangen viele Betroffene mit dem Alkohol an, um fitter zu werden und schlafen zu können. Eine gefährliche Doppelsucht, die den Körper innerlich zerstört, ist dabei zu entstehen.

Doch soweit muss es nicht kommen! Wenn Du die Ursachen Deiner Schlafstörung bekämpfst, wirst Du auch wieder ruhig und erholt ein- und durchschlafen können.

Hier sind einige Fragen, die Du für Dich selbst beantworten kannst, um die Wurzel Deiner Schlafstörung ausfindig zu machen.

  • Dein Partner sagt Du hättest nachts Atemaussetzer, knirschst mit den Zähnen oder schlafwandelst? ➔ Ab zum Arzt!
  • Hast Du ein körperliches (z. B. Kribbeln in den Beinen) oder seelisches Unruhegefühl? ➔ Das ist ziemlich wahrscheinlich Stress
  • Isst Du viel spät abends, treibst Du Sport vorm Schlafengehen oder rauchst und trinkst (Alkohol) Du vor der Bettruhe noch? ➔ Wer spät isst, muss nachts verdauen und schläft schlecht. Das Gleiche trifft auf die anderen Ursachen zu. Vermeide sie!
  • Arbeitest Du im Schichtdienst, machst Du regelmäßig Mittagsschlaf oder gehst Du oft zu unterschiedlichen Zeiten schlafen? ➔ Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Unregelmäßige Schlafzeiten und auch langer Mittagsschlaf, behindern die Nachtruhe.
  • Hast Du nachts Schmerzen? ➔ Hier im Ergotopia-Blog findest Du die Ursache vieler Schmerzursachen und wie Du sie erfolgreich behandeln kannst. Benutze einfach oben im Menü die Suchfunktion.
  • Hast Du berufliche, familiäre oder sonstige Probleme, die Dich aktuell stark belasten? ➔ All diese Dinge verursachen Stress. Und Stress verhindert erholsamen Schlaf.
  • Siehst Du vorm Schlafengehen viel fern, hängst vorm PC oder spielst vorm Einschlafen noch auf dem Smartphone oder Tablet? ➔ Licht, insbesondere das blaue Bildschirmlicht hemmt die Melatoninausschüttung in Deinem Körper – kein Melatonin = kein guter Schlaf.

Insomnie behandeln: 11 Tipps von Schlafexperten, die wirklich helfen

Die wohl wichtigste Erkenntnis ist die folgende: Schlafstörungen entstehen am Tage. Wer tagsüber „Fehler“ macht, wird auch nachts nicht zur Ruhe kommen.

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Entspannung gegen Schlafprobleme

Hetzt Du am Tage gestresst von einem Termin zum nächsten und die einzige Entspannung die Du Dir gönnst, ist abends vorm Schlafengehen noch fernzusehen?

Du weißt nun, dass Stress Dein größter Feind ist, wenn Du erholsam schlafen können möchtest.

Wusstest Du:
70% der deutschen Erwerbstätigen fühlen sich häufig oder zumindest manchmal gestresst – so eine Auswertung der Techniker Krankenkasse [3] Stresserkrankungen wie Depressionen, Burnout, Schlafstörungen, chronische Erschöpfung und weitere sind die Folge.

Schlafstörungen durch Stress

Du kannst nicht allen Dränglern, Nörglern und sonstigen Stressmachern aus dem Weg gehen. Aber Du kannst ihre Worte und Taten weniger an Dich heranlassen.

Das ist nicht immer ganz so einfach. Es gibt aber ein paar Tricks, die Dir helfen können:

  • Wenn Du merkst, dass Du innerlich anfängst zu rasen, atme tief ein, halte kurz die Luft an und atme wieder aus.
  • Übe Dich in Optimismus und Ruhe. Denn Pessimisten neigen eher dazu gestresst und unzufrieden zu sein.
  • Nutze Entspannungsübungen um gezielt Stress abzubauen.
  • Lege einen Zeitpunkt fest, ab dem Alltagsprobleme, Sorgen, Termine und berufliches nicht mehr besprochen werden.
  • Schalte dafür auch am besten Dein Smartphone aus. Denn die ständige Erreichbarkeit und der digitale Stress, machen krank! Sieh Dir dazu diese interessante Infografik an ➔ Smartphone Sucht: 7 verdammt gute Gründe, unser Smartphone häufiger wegzulegen
  • Meide „giftige Menschen“ und ein unmotivierendes Umfeld. Bist Du umgeben von Menschen, die Deine Interessen teilen und in schweren Zeiten für Dich da sind? Übst Du einen Beruf aus, der Dir Freude bereitet und Dir sinnvoll erscheint? Die Antworten kennst nur Du.

Wenn Du tust, was Du bist, wirst Du lieben, was Du tust. – Tim von MyMonk

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Bewegung gegen Einschlafstörungen

Wer seinen Körper am Tag ermüdet, kann abends besser einschlafen. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Glückshormone Dopamin und Serotonin freigesetzt werden. Diese wirken als Antidepressiva und bauen somit das Stresshormon Cortisol ab.

Unsere Körper haben sich über Millionen von Jahren entwickelt, um sich zu bewegen. Aus diesem Grunde rät die Weltgesundheitsorganisation auch 10.000 Schritte täglich zu gehen. Die meisten Bildschirmarbeiter kommen jedoch kaum auf 2.000 am Tag.

Wer also generell dazu neigt, Stress an sich heranzulassen und diesen dann aufgrund des Bewegungsmangels nicht abbaut, erhöht somit auch das Risiko für Schlafstörungen.

Doch sind die gesundheitlichen Folgen des Bewegungsmangels wesentlich verehrender, als „nur“ Schlafstörungen. Denn durch fehlende Bewegung bilden sich Deine Muskeln zurück, Dein Stoffwechsel fährt sich auf ein Minimum zurück und Deine Faszien verkleben, was Dich unbeweglich macht und zu Rückenschmerzen führt.

Daher empfehle ich Dir, Deine Bewegungsgewohnheiten zu hinterfragen und zum Wohle Deiner Gesundheit umzustellen. Nimmst Du beispielsweise bisher den Fahrstuhl, verzichte konsequent darauf. Sitzt Du auf Arbeit den ganzen Tag, besorge Dir einen höhenverstellbaren Schreibtisch, um stündlich für 10-15 Minuten im Stehen zu arbeiten.

Bereits kleine Änderungen können hier eine große Auswirkung auf Dein Wohlbefinden und Deine Schlaflosigkeit haben.

Insomnie durch Bewegungsmangel

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Ernährung gegen Durchschlafstörungen

Du kennst es sicherlich: spätabends noch gespeist wie die Götter, liegst Du wach im Bett. Da hilft auch kein Schäfchen zählen mehr.

Wer vor der Nachtruhe fürstlich speist, wird sich die halbe Nacht wegen seiner angekurbelten Verdauung im Bett wälzen. Denn der Körper schüttet bei der Verdauung Hormone wie zum Beispiel Insulin aus, welches als Gegenspieler des Schlafhormons Melatonin Grund für die darauffolgende Schlaflosigkeit ist.

Aber auch Vitamin-C-haltige Lebensmittel, allen voran Zitrusfrüchte, stimulieren den Kreislauf und können somit Schlafprobleme verursachen.

Wer vor dem Schlafengehen raucht oder Cola trinkt wird ebenfalls nicht in den Schlaf fallen können. Denn Nikotin wie auch Koffein erhöhen den Blutdruck und die Herzfrequenz.

Auch große Mengen Alkohol sind entgegen der häufigen Erwartung alles andere als schlafförderlich. Du wirst zwar vermutlich innerhalb Sekunden einschlafen (es sei denn alles dreht sich bei Dir), aber Alkohol hat die Eigenschaft den Tiefschlaf dermaßen durcheinander zu bringen, dass Du unausgeruht und erschöpft aufwachen wirst.

Greife Daher lieber zu natürlichen Schlafmitteln wie warmer Milch mit Honig, Kräutertees oder einem heißen Bad.

Hilft beim Einschlafen
Stört den ruhigen Schlaf
  • Zwei Stunden vorm Schlafen nichts mehr essen
  • Beruhigungstees (Melisse, Baldrian, Hopfen, Lavendel, Passionsblume)
  • Bananen
  • Milch mit Honig
  • Voller Magen
  • Leerer Magen
  • Vitamin C haltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte
  • Alkohol insbesondere Weißwein und Sekt
  • Koffein, Tein und Nikotin

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Mit einem Schlafrhythmus besser einschlafen

Besonders aber gebe man dem Gehirn das zu seiner Reflexion nötige, volle Maß des Schlafes; denn der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.
– Arthur Schopenhauer

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Regelmäßige Schlafenszeiten werden den Schlaf daher verbessern. Das ist im Übrigen auch der Grund warum Schichtarbeiter häufiger unter Schlafstörungen leiden.

Unabhängig davon, ob man seine Schlafenszeiten selbst beeinflussen kann oder nicht können Einschlafrituale dabei helfen besser zu schlafen.

Mein Einschlafritual sieht beispielsweise wie folgt aus:
Vor dem Zubettgehen mach ich immer das Gleiche – Zähne putzen, das Gesicht waschen und dann im Bett noch ein paar Seiten lesen.

Dein Ritual kann aber auch ganz anders aussehen. So können gedimmtes Licht und ruhige Klänge auch sehr förderlich sein. Auch ein Beruhigungstee oder sanftes Yoga können sinnvoll sein.

Du darfst Dir von Deinem neuen Ritual aber keine sofortige Wunderwirkung erhoffen. Die konsequente Umsetzung jeden Abend sorgen für einen Lernprozess, der Dir beim Entspannen und schließlich gegen Deine Schlafstörungen hilft.

Wer nachts wach wird und nicht wieder einschlafen kann, sollte sein Ritual wiederholen, um seinem Körper das Schlafsignal zu verpassen. Auch ein Notizbuch neben dem Bett kann helfen, wenn man Gedanken, Probleme und Termine einfach aufschreibt, anstatt weiterhin gequält daran zu denken.

Liest Du häufig im Bett noch Mails auf Deinem Smartphone oder checkst, was es so neues auf Facebook gibt?

Das solltest Du für einen ruhigen und erholsamen Schlaf lieber lassen. Denn Studien zeigen, dass das von Bildschirmen ausgestrahlte blaue Licht unsere innere Uhr durcheinanderbringt. [5]

Wenn Du also tief und fest schlafen können und tagsüber nicht ständig müde sein willst, rate ich Dir alle mobilen Geräte aus Deinem Schlafzimmer zu verbannen.

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Der 8 Stunden Schlaf ist kein Naturgesetz

Schlafstörung behandeln mit Schlafrhythmus

Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab, schliefen die Menschen nachts in zwei Schlafphasen mit einer Unterbrechung von einer bis drei Stunden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass auch wir (der moderne Mensch) heute noch so schlafen würden. [6]

Hinzu kommt, dass manche Menschen nach fünf Stunden nächtlicher Ruhe top fit sind, andere erst nach neun Stunden. Zwinge Dich also nicht auf eine bestimmte Zeit, sondern finde vielmehr den Schlaf, den Du brauchst um Dich zu erholen.

Seitdem ich weiß, dass ich acht Stunden Schlaf benötige und danach von ganz allein wach werde, stelle ich mir meinen Wecker nur noch, wenn ich meinen Schlafrhythmus einmal aufgrund von Terminen anpassen muss.

Denn der Wecker kann einen früh schon ziemlich stressen. Doch möchte ich meinen Tag mit guter Laune beginnen.

Falls das für Dich aus welchen Gründen auch immer keine Option ist, sind möglicherweise Lichtwecker mit natürlichen Weckertönen wie Meeresrauschen, Vogelgezwitscher oder andere meditative Klänge eine sanfte Weck-Alternative für Dich?

Probiere es einfach aus und berichte mir gern unten in den Kommentaren, was bei Dir geholfen hat.

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Schwere Bettdecken gegen Schlafstörungen

Schlafstörungen Gewichtsdecke hilft

Forscher haben herausgefunden, dass schwere Bettdecken Schlafstörungen und Depressionen erheblich lindern können. [6] Ein angenehm sanfter Druck, kann ähnlich wie eine Umarmung beruhigend wirken und ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben.

Die als „Deep Pressure Touch Stimulation“ (DPTS) bekannte therapeutische Behandlungsmethode wird daher unter anderem bei Kindern mit Angststörungen und Autismus angewendet.

Eine 2008 durchgeführte Studie belegt die sichere Wirksamkeit von Gewichtsdecken bei Angstzuständen. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2012 kommt sogar zu dem Ergebnis, dass schwere Decken generell dabei helfen können, Stress abzubauen. Patienten mit Alzheimer, Autismus, Restless Leg Syndrom und Tourette berichten von einer Linderung ihrer Krankheitssymptome durch Gewichtsdecken. [8] [9]

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Schneller einschlafen mit einer simplen Atemübung

Schäfchen zahlen klappt bei Dir nicht?

Probiere es stattdessen mit dieser simplen Atemübung: Atemzüge zählen.

Jedes Ein- und ausatmen ist ein Atemzug. Sobald Du Dich verzählst, fängst Du einfach von vorne an. Bereits nach 3-15 Minuten wirst Du tief und fest im Land der Träume sein.

Schlafmediziner aus Nepal bewerteten diese gegenüber anderen Atemübungen als am effektivsten.

8

Lenke Deinen Geist ab

Ein abgelenkter Geist schläft besser ein. Denn ungeduldiges hin und her Wälzen setzt Adrenalin frei und macht das erneute Einschlafen schwieriger.

Daher empfehlen Psychologen und Schlafexperten den Geist abzulenken und nicht direkt ans Schlafen zu denken. Ein einfaches Buch oder auch das Durchleben des vergangenen Tages in jedem Detail sind dafür bestens geeignet. Ich stell mir ja auch immer ganz gern vor, wie ich als Trippelkönig beim Fußball ein Tor nach dem anderen schieße.

Ruhige Musik vertieft und verlängert den Schlaf und kann auch beim Einschlafen helfen, so Dr. Jaes Maas, Autor von Sleep for Success.

Sanfte Klänge verlangsamen den Puls und senken den Blutdruck und wirken somit stark beruhigend. Besonders geeignet seien natürliche Geräusche wie Regen, Wellen aber auch seichte Flötenklänge.

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Verbanne alle Uhren aus Deinem Schlafzimmer

Jeder kennt ihn – den Moment, wenn man im Bett liegt und nicht sofort einschlafen kann. Und dann kommt er, der Blick auf die Uhr. „Oh Mist nur noch sechs Stunden und neun Minuten zu schlafen. Jetzt muss ich mich aber beeilen, sonst bin ich morgen todmüde!“ Das schnelle Einschlafen kann man nach diesen Gedanken meistens vergessen. Der Grund ist Stress – Der Feind des Schlafhormons Melatonin.

Ging es Dir auch schon mal so?

Dr. Nathaniel F. Watson, Präsident der American Academy of Sleep Medicine, empfiehlt daher niemals auf die Uhr zu sehen.

Wenn Dir das nicht gelingt, verbanne alle sichtbaren Uhren aus Deinem Schlafzimmer und drehe den Wecker falsch herum und stelle ihn möglichst weit weg.

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Für was bist Du dankbar?

Zu dieser Methode habe ich zwar keine wissenschaftlichen Studien über ihre Wirksamkeit gefunden, dennoch ist sie meiner Meinung nach sehr effektiv – nicht nur gegen Schlafstörungen, sondern gegen alle negativen Gedanken.

Wenn Du im Bett liegst, probiere den Tag Revue passieren zu lassen und überlege Dir, wofür Du dankbar bist.

Ein Beispiel von mir:
Am heutigen Tag bin ich dankbar für das nette Gespräch beim Bio-Bäcker. Ich bin dankbar dafür, dass ich das Geld habe, mir meine Leibspeise gekocht zu haben. Ich bin dankbar für den Anruf meiner Großmutter.

Du siehst, es sind die kleinen Dinge, der wir uns bewusst machen müssen.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass Du vom gedanklichen Zwang des Einschlafens gelöst wirst und zusätzlich Glückshormone freisetzt. Du wirst somit generell optimistischer und glücklicher. Probiere es daher einfach mal aus, vielleicht ist es etwas für Dich.

Fazit: Eigenverantwortung und Willenskraft sind nötig, um seinen Schlafstörungen den Garaus zu machen.

Die Tipps aus diesem Artikel bieten Dir eine gesunde und nachhaltige Alternative zu ungesunden Schlaftabletten.

Was hat bei Dir geholfen? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen und Tipps gegen Schlafstörungen in den Kommentaren.

Quellen und wissenschaftliche Studien:
[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71298/umfrage/deutschland-haeufigkeit-von-schlafstoerung/
[2] http://www.apotheken-umschau.de/Schlafstoerungen
[3] https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/921466/Datei/93532/TK-Stressstudie%202016%20Pdf%20barrierefrei.pdf
[5] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/licht-von-handy-laptop-und-tablet-stoert-schlaf-a-1003928.html
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10607034
[7] http://www.grandin.com/inc/squeeze.html
[8] http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1300/J004v24n01_05
[9] http://somna.se/wp-content/uploads/2015/06/Pilot-study-of-a-sensory-room-in-an-acute-inpatient-psychiatric-unit.pdf

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3 Kommentare zu “Schlafstörungen behandeln: 11 Expertentipps für einen erholsamen Schlaf

  1. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Jahn sagt:

    Hi Krystian,

    das Thema Schlaf ist wirklich extrem wichtig. Ich habe kaum einen Kollegen, der sich nicht regelmäßig über schlechten Schlaf beklagt. Ob das jetzt immer gleich Schlafstörungen sind ist sicherlich die Frage, dennoch ist der Wunsch nach mehr Schlafqualität auf jeden Fall sehr verbreitet.
    Hier sind wirklich ein paar interessante Tipps gegeben, die ich so auch noch nicht auf dem Schirm hatte. Dabei habe ich mich mit dem Thema eines besseren Schlafs auch schon recht intensiv beschäftigt. 🙂

    Viele Grüße
    Jahn

  2. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Günter Reichelt sagt:

    Schlafstörungen sind ein ernstzunehmendes Problem und viele sind davon betroffen. Ich lege vor allem Wert auf das Aufstehen und den Morgen. Ich denke, dass es sich lohnt auch dort anzusetzten. Früh aufstehen und den Morgen den Tag machen lassen kann eine echte Hilfe sein!

  3. Avatar von Krystian Mantheys Artikel
    Thomas Niehus sagt:

    Hmm, sicherlich ein paar wertvolle Tipps dabei, aber die Sache mit Blauem Licht vom PC, Fernsehen, Nikotin und Coffein (in Form von Cola) ist einfach nur ein Märchen.

    Aus Erfahrung (30 Jahre) weiß ich, dass ich gerade abends am PC sehr schnell müde werde. Und das nicht erst seit die Monitore Blaulichtreduziert sind. Ebenso einschläfernd wirkt der Fernseher. Zumindest wenn mich das Programm nicht sonderlich begeistert.

    Ich trinke auch jeden Abend Cola. Mag daran liegen das ich nicht mehr so stark auf Coffein reagiere und das bei gelegentlichen Coffein-Konsumenten anders aussieht.

    Wenn ich mal nicht schlafen kann dann helfen grundsätzlich 2 Maßnahmen. Die eine ist eine halbe Tafel Schokolade (Vollmilch oder Noisette) und darauf einen guten Schluck Cola. (Keine halbe Flasche!) Dann sofort wieder ins Bett.

    Oder aber eine Tasse Kaffee, relativ zügig getrunken und ebenfalls sofort wieder ins Bett. Zigarette dabei erlaubt, wer raucht. Wenn man dann aber 10 Minuten noch sitzt kann das nach hinten los gehen.

    Wichtig dabei ist für mich, dass ich das nicht mehr 3 Stunden vor dem Aufstehen praktiziere, denn dann verschlafe ich garantiert. Aber wenn ich so eine Stunde nach dem Zu Bett gehen merke dass es so nicht klappt, dann setze ich eins dieser Mittel ein.

    Uhren aus dem Schlafzimmer zu verbannen ist absoluter Quatsch. Wer weckt denn dann, wenn nicht der Wecker? Handy am Bett soll ja auch schlecht sein. Mich stören die garnicht, hab manchmal aus beruflichen Gründen sogar 2 davon auf dem Nachttisch. Merke da keinerlei Unterschied.

    Im Übrigen schließe ich mich der Meinung von Günter Reichelt an. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Also früh aufstehen und rechtzeitig ins Bett gehen, auch an den Wochenenden. Ich selber schlafe unter der Woche am liebsten 6 Stunden, Damit kann ich ganz gut aufstehen und bin tagsüber sehr leistungsfähig. Am Wochenende sind es selten mehr als 7,5 Stunden. Nicht samstags erst um 5.00 Uhr ins Bett, das bringt mich durcheinander.

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