Wie Du mit diesen 15 natürlichen Methoden Deine innere Unruhe bekämpfen kannst

Innere Unruhe lindern
Dr. med. Dominik Dotzauer

Von Dr. med. Dominik Dotzauer nach hohen wissenschaftlichen Standards geprüft.

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Innere Unruhe ist meistens völlig normal und hat sicherlich jede Person schon einmal erlebt. Solange sie nur vorübergehend auftritt und durch Phasen der Entspannung abgelöst wird, musst Du Dir keine Sorgen machen. Halten Nervosität und Anspannung jedoch länger an, kann dies als sehr belastend wahrgenommen werden.

Doch bleibe zuversichtlich: Du kannst aktiv etwas dagegen unternehmen. Wir zeigen Dir 15 hilfreiche Tipps, mit denen Du Deine innere Unruhe lindern oder ihr vorbeugen kannst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie entsteht innere Unruhe?

  2. Häufige Ursachen innerer Unruhe

  3. Symptome innerer Unruhe

  4. Wie Du mithilfe dieser 15 Tipps Deine innere Unruhe lindern kannst

  5. Wann solltest Du ärztlichen Rat aufsuchen?

  6. Fazit

Wie entsteht innere Unruhe?

Bei der einen Person liegen die Nerven blank, der anderen liegt ein Stein im Magen. All das sind Redewendungen, die Du sicherlich auch schon gehört hast. Meistens dann, wenn eine Person innerlich unruhig ist.

Bist Du gestresst, begibt sich Dein Körper in die "Fight-or-Flight-Reaktion”. Dieses Reaktionssystem ist seit Steinzeiten darauf ausgelegt, bei Gefahren Signale an den Körper und das Gehirn zu senden, um Dein Überleben zu sichern. Dieser Zustand machte es Deinem Körper durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol möglich, instinktiv entweder vor einem Raubtier zu flüchten oder Dich dem Kampf zu stellen.[1]

An dem "Fight-or-Flight-Prinzip” hat sich bis heute nichts geändert. Wird es bei innerer Unruhe und Stress aktiviert, macht sich das auf körperlicher und mentaler Ebene bemerkbar. Der große Unterschied: War die Gefahrensituation damals vorbei, haben sich Dein Körper und Geist normalerweise entspannt.

Heutzutage scheint vielen Menschen das bewusste Entspannen im modernen (Arbeits-)Alltag schwerzufallen. So sitzen viele ihren Stress z. B. im Büro wortwörtlich aus oder fressen diesen in sich hinein.

59 % der Deutschen verspüren hin und wieder innere Unruhe. Dieses Ergebnis wurde in der BKK-Studie “Betriebliches Gesundheitsmanagement 2018” veröffentlicht.

Wer sich dann noch wenig bewegt, blockiert den schnelleren Abbau von Stresshormonen zusätzlich. Das führt dazu, dass innere Unruhe bei einigen Menschen zu einem ständigen Begleiter wird und die nötige Phase der Entspannung zum Ausgleich völlig fehlt.

Welche Ursachen kann Deine innere Unruhe haben?

Die Gründe für innere Unruhe sind vielfältig. Die unten aufgeführten sind nur ein paar der möglichen Ursachen von Nervosität.[2][3]

Psychisch bedingte innere Unruhe verursacht durch…

  • ein Ungleichgewicht zwischen An- und Entspannung, was meist zu Stress führt

  • negative Glaubenssätze, wie z. B. “Ich bin nicht gut genug”, “Ich muss perfekt sein” oder “Alle anderen machen es besser”. Viele Menschen mit solch einem Selbstbild neigen dazu, sich Worst-Case-Szenarien auszumalen und sich permanent unter Druck zu setzen.

  • Gefühle der Unzufriedenheit

  • psychische Erkrankungen wie Depressionen, ADHS, Angststörungen, Schizophrenie

Wusstest Du? In der TK-Stress-Studie 2016 “Entspann dich, Deutschland!” nannten 43 % der Teilnehmenden hohe Ansprüche an sich selbst als Stressauslöser. [1]

Körperlich bedingte Unruhe verursacht durch…

  • eine Schilddrüsenunter- oder überfunktion

  • Herz-Kreislauf-Beschwerden, wie z. B. Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck

  • hormonelle Schwankungen, z. B. durch das prämenstruelle Syndrom (PMS)

  • Schlafmangel

  • Wechseljahre

  • Unterzuckerung im Rahmen von Diabetes

Äußere Faktoren können innere Unruhe begünstigen, zum Beispiel…

  • Koffein, Medikamente, Alkohol, Drogenkonsum oder Nikotin

  • Prüfungssituationen, unerledigte Aufgaben etc.

  • das soziale Umfeld

In der Realität sind die genannten Kategorien an Ursachen nicht voneinander trennbar. Psychische, körperliche und soziale Faktoren vermischen sich und beeinflussen sich gegenseitig.

Die Symptome variieren von Person zu Person und von Ursache zu Ursache. Sie können den Alltag stark beeinträchtigen und eine zusätzliche Belastung für Betroffene sein.

Symptome innerer Unruhe äußern sich beispielsweise durch…

  • Ständiges Gedankenkreisen und Sorgen

  • Angstzustände, die zu einem Vermeidungsverhalten bei Angstsituationen führen kann

  • Hitzewallungen, Herzrasen, Schwindel, flache Atmung oder Zittrigkeit

  • Konzentrationsschwäche und ein Gefühl der Benommenheit, Energielosigkeit

  • Schlafstörungen

  • Schnelles und unkontrolliertes Sprechen

  • Kopfschmerzen

  • Verkrampfte Körperhaltung oder Mimik

  • Reizbarkeit

  • Muskelzucken

Solltest Du diese unangenehmen Symptome mal verspüren, musst Du Dir allerdings keine Sorgen machen. Denn in den meisten Fällen sind sie harmlos und nur eine Folge Deines innerlich angespannten Zustands. Sobald Deine innere Unruhe nachlässt, sollten auch die Symptome allmählich verschwinden.

15 hilfreiche Tipps, mit denen Du Deine innere Unruhe lindern kannst

Diese 15 Tipps können Dir helfen, Deine innere Unruhe bewusst wahrzunehmen und zu lindern. Fühlst Du Dich seit einiger Zeit innerlich sehr belastet, solltest Du eine ärztliche Fachperson aufsuchen.

1

Nimm Deine innere Unruhe im ersten Schritt an und benenne diese als solche. Sage beispielsweise zu Dir selbst: “Ich bin gerade innerlich unruhig und das ist in Ordnung.” Akzeptiere die Situation, wie sie gerade ist und mach Dir bewusst, dass sie nicht ewig anhalten wird.

Sei dankbar: Dein Körper und Deine Gedanken zeigen Dir, dass Du gerade in einer herausfordernden Situation bist. Hast Du das einmal erkannt und akzeptiert, kannst Du aktiv etwas an Deiner Situation verändern.

Wie sagte der amerikanische Autor und Psychotherapeut Nathaniel Branden so schön?

„Der erste Schritt in Richtung Veränderung ist Erkenntnis. Der zweite Schritt ist Akzeptanz.“

Nathaniel Branden (amerikanischer Autor und Psychotherapeut)

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür, Deine innere Unruhe anzunehmen. Du kannst Dich darüber freuen, dass Du auf Deinen Körper und Deine Gefühle vertrauen kannst. Die aktuelle Situation lässt Dich erkennen, dass Du akut eine Pause brauchst und es eventuell auch sinnvoll ist, mittel- und langfristig den Stress zu verringern.

2

Finde die Ursache: Schreibe Situationen auf, in denen Deine innere Unruhe auftritt

Nun kommt es zur Auseinandersetzung mit Deiner Nervosität. Nur wenn Du die Ursache erkennst, kannst Du das Problem nachhaltig bekämpfen. Nimm Dir einen Block und einen Stift zur Hand und schreibe Dir auf, in welchen Situationen Deine innere Unruhe regulär auftritt.

Frageanalyse Ursachen der inneren Unruhe und meine Reaktion Gezielte Lösungsansätze
Welche Situation hat meine innere Unruhe ausgelöst? Ich musste vor einer größeren Gruppe einen Vortrag halten. Ich mache mir bewusst: Viele Menschen sind nervös, wenn sie vor einer Gruppe sprechen. Meine innere Unruhe ist in dieser Situation vollkommen normal. Die meisten Menschen teilen ähnliche Ängste und ich bin nicht alleine damit.
Warum hat speziell diese Situation innere Unruhe ausgelöst? Ich habe extreme Angst vor Menschen zu sprechen. Ich habe Angst, in einem negativen Licht wahrgenommen und bewertet zu werden. Ich werde an meinem Selbstwertgefühl arbeiten und mache mir bewusst, dass ich grandiose Fähigkeiten habe. Ab jetzt arbeite ich an meinen Präsentations-Fähigkeiten, indem ich öfter Videoaufnahmen von mir mache und mir diese anschaue. So kann ich mich verbessern und nehme mir meine Angst.
Wie habe ich auf diese Situation genau reagiert? Ich habe versucht, meine Angst zu überspielen. Dadurch habe ich mich gedanklich noch verrückter gemacht. Ich nehme das nächste Mal meine Angst bewusst wahr und verurteile mich nicht dafür. Denn ich weiß: Nervosität ist in dieser Situation total menschlich.
Welche körperlichen und psychischen Symptome haben sich geäußert? Ich wurde super nervös und habe mich oft versprochen. Meine Hände haben gezittert und ich habe rote Flecken am ganzen Körper bekommen. Ich verurteile mich nicht für diese Symptome, denn sie sind total menschlich. Ich erlerne Entspannungstechniken, die ich das nächste Mal vor einer Angstsituation verwenden kann. Ich entspanne mich bewusst und reduziere mit positiven Affirmationen meine Angst (z. B. „Ich bin eine Inspiration für andere und teile voller Vorfreude mein Experten-Wissen mit meinen Mitmenschen”).

Das Aufschreiben hilft Dir dabei, Dich Deinen Ängsten zu stellen und diese bewusst wahrzunehmen. Außerdem kann es Dir auch helfen, Dich von bisherigen Denkmustern zu befreien und in Angstsituationen eine negative Spirale zu vermeiden.

3

Erlerne Entspannungstechniken

Entspannungstechniken können dabei helfen, Deine innere Unruhe besser zu bewältigen. Zwei hilfreiche Übungen für akute Stress-Situationen findest Du zum Beispiel in unserem Video:

Wenn Du nach einer längeren Entspannungsübung suchst, können wir Dir auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobson empfehlen:

Mein App-Tipp für Dich:

Auch Meditationen helfen wissenschaftlich erwiesen gegen Stress.[3] Für den Einstieg kann ich Dir die App „7Mind“nur ans Herz legen. Dort findest Du 7-minütige Meditations-Einheiten für jede Alltagssituation. Auch perfekt, wenn Du wenig Zeit hast!

4

Bewege Dich, um Stress abzubauen

Beim Sport werden Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone gleichzeitig reduziert. Mit Sport entspannst Du nicht nur Deinen Körper, sondern auch Deinen Geist. Die Wissenschaft belegt: Bereits mit kleinen Einheiten aeroben Training kannst Du z. B. Angstgefühle reduzieren und Deine Stimmung heben.[5]

Mache Dir bewusst, dass wenig Sport immerhin besser als gar kein Sport ist!

So ist der Gewohnheitswissenschaftler und Bestseller-Autor James Clear sogar davon überzeugt, dass jede Gewohnheit am Anfang nie länger als zwei Minuten dauern sollte. Die “2-Minuten-Regel” hilft Dir dabei, erst mal in die Routine zu kommen, um dann Deine Gewohnheit schrittweise feinschleifen zu können. [6]

Sorge auch schon im Arbeitstag für ausreichend Bewegung. Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kannst Du beispielsweise auch mal gelegentlich im Stehen arbeiten. Allein das macht einen erstaunlich großen Unterschied.

BONUS: Klicke hier, um das kostenlose 5-Minuten Schreibtisch-Workout herunterzuladen!

5

„Where focus goes, energy flows.“

Tony Robbins

Mein App-Tipp für Dich:
Auch Meditationen helfen wissenschaftlich erwiesen gegen Stress.[3] Für den Einstieg kann ich Dir die App „7Mind“ nur ans Herz legen. Dort findest Du 7-minütige Meditations-Einheiten für jede Alltagssituation. Auch perfekt, wenn Du wenig Zeit hast!

  1. Schreibe jeden Tag eine Sache auf, wofür Du dankbar bist

  2. Notiere täglich Dein persönliches Erfolgserlebnis (egal, ob groß oder klein!)

  3. Mache Dir täglich ein schönes Erlebnis bewusst, welches Dir am heutigen Tage passiert ist

Probiere diese kleinen, aber machtvollen Gewohnheiten einmal aus. Lies Dir auch gerne meinen Blogartikel mit 25 klugen Gewohnheiten für positives Denken durch, um mehr Tipps zu erhalten.

6

Desensibilisiere Dich, indem Du Dich bewusst Angstsituationen stellst

Tritt Deine innere Unruhe in bestimmten Situationen immer wieder auf? Beispielsweise, wenn Du vor einer größeren Gruppe sprichst?

Auch wenn Dich bereits beim Gedanken an die Angstsituation der Fluchtinstinkt packt, solltest Du Dich viel mehr Deiner Angstsituation stellen. Nur so kannst Du Dich dafür desensibilisieren und Deine Nervosität in den Griff kriegen. Suche Dir dafür einen Einstiegspunkt, der zwar unangenehm, aber eben noch aushaltbar ist.

Hast Du Angst vor Vorträgen, melde Dich bewusst für Veranstaltungen an, bei denen Du vor einer Gruppe sprechen musst. Fang mit kleineren Gruppen an, falls Dir das mehr Sicherheit gibt, und arbeite Dich dann langsam zu mehr Leuten vor. Irgendwann gewöhnst Du Dich an die Situation, wodurch Du Deine Angst automatisch reduzierst.

7

Sorge für einen erholsamen Schlaf

Sicherlich kennst Du das Gefühl von innerer Unruhe, wenn Du ein paar Nächte lang nicht erholsam geschlafen hast. Deine Gedanken kommen nicht zur Ruhe, Dein Körper fühlt sich schlapp und müde an. Du bist gereizt und rastlos.

Auch in Deutschland nimmt die Schlaflosigkeit zu. 80 % der deutschen Erwerbstätigen klagen laut dem DAK-Gesundheitsreport 2017 über Schlafprobleme. Jede zehnte erwerbstätige Person leidet sogar unter Insomnie, einer schwerwiegenden Schlafstörung. In 70 % der Fälle steht die Abklärung psychischer Probleme an erster Stelle.[8]

Leidest Du schon länger unter Schlafproblemen, dann setze Dich bewusst mit den möglichen Ursachen auseinander. Sprich über Deine Probleme und suche eine ärztliche Fachperson auf. In unserer Infografik findest Du außerdem 20 Expertentipps für einen erholsamen Schlaf.

8

Sprich mit jemandem über Deine Sorgen

Es kann unheimlich gut tun, sich die Probleme von der Seele zu reden. Es fühlt sich nicht nur oftmals erleichternd an, sondern kann Dir auch eine andere Wahrnehmung auf Deine Situation geben. Wenn Dir keine Person einfällt, mit der Du gerne über Deine Sorgen sprechen möchtest, kannst Du auch bei einer kostenlosen Sorgen-Hotline anrufen. Auch eine Therapie kann Dir helfen, Deine innere Unruhe zu bewältigen.

9

Nimm Dir bewusst mehr Zeit für Selbstfürsorge und Entspannung

Hast Du das Gefühl, ständig etwas für andere Menschen zu machen und selten Zeit für Dich selbst zu haben? Rücken Deine Bedürfnisse immer weiter in den Hintergrund?

Ständig die Anforderungen anderer erfüllen zu wollen, macht langfristig unzufrieden und sorgt für Stress. Nimm Dir daher täglich Zeit, in der es wirklich nur um Dich und Deine Bedürfnisse geht. Sei es ein entspanntes Bad, ein Buch zu lesen oder Dich mit Freunden zu treffen.

Hier sind ein paar Tipps:

Selbstfürsorge gegen innere Unruhe
10

Lasse Dich nicht von Deinen Sorgen überwältigen und pflege weiterhin (so gut es geht) Deine Gewohnheiten

Vielleicht kennst Du es auch: Bei innerer Unruhe neigen viele Menschen dazu, gedanklich ständig ihren Sorgen nachzugehen, welche wie ein grauer Schleier über dem Alltag liegen.

Dieser negative Gedankenkreislauf hindert uns daran, den Alltag wie gewohnt zu “meistern” – seien es einfache Haushaltstätigkeiten wie das Kochen, Aufräumen oder das Pflegen Deiner Gewohnheiten. Wir haben das Gefühl, förmlich von der inneren Unruhe übermannt zu werden und fühlen uns noch schlechter.

Versuche daher so gut es geht, Deine Gewohnheiten weiterhin zu pflegen. Das bedeutet nicht, dass Du gleich wieder alle positiven Gewohnheiten aufnehmen musst. Denn das ist oftmals energetisch auch gar nicht möglich. Gehe es ganz entspannt in Deinem eigenen Tempo an!

Es reicht, wenn Du erst mal wieder mit einer Dir wohltuenden Gewohnheit startest. Es kann etwas ganz Einfaches sein, wie z. B. morgens direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken oder eine Sache aufzuschreiben, für die Du dankbar bist.

Dadurch wirst Du Dich gleich stärker fühlen und das Gefühl der Ohnmacht lindern.

11

Nimm Dir jeden Monat Zeit für eine Selbstreflexion

Innere Unruhe geht normalerweise mit Unzufriedenheit einher. Daher ist es enorm wichtig, dass Du Dir gelegentlich Zeit für eine Selbstreflexion nimmst. Ich mache das normalerweise gegen Ende jeden Monats.

Diese Fragen und Aufgaben könntest Du Dir stellen, um Dein Leben (wieder) in die richtige Richtung zu lenken. Schreibe Dir die Antworten auf!

  • Was lief diesen Monat gut? Wo warst Du mit Dir besonders zufrieden?

  • Welche Ziele hast Du für Dich erreicht?

  • Was lief nicht so gut und warum?

  • Was hat Dich diesen Monat glücklich gemacht?

  • Hast Du diesen Monat eine bestimmte Aufgabe immer und immer wieder vermieden? Wenn ja, warum?

  • Welche Situationen haben Dich gestresst? Wie könntest Du diesen Stress reduzieren? Schreibe drei Wege für Dich auf.

Bewerte außerdem auf einer Skala von 0% bis 100%, wie zufrieden Du in nachfolgenden Lebensbereichen bist. Schreibe Dir konkret auf, was Du ändern musst, um die 100% zu erreichen:

  • Familie und Freundschaft

  • Partnerschaft und Liebe

  • Finanzielle Situation

  • Räumliche Umgebung

  • Freizeit und Entspannung

  • Berufliche Erfüllung

  • Gesundheit und Fitness

Hast Du erst mal Klarheit für Dich geschaffen, kreierst Du Raum für Veränderungen. Du nimmst die Verantwortung für Dein Leben wieder vollkommen in die Hand und kannst somit für mehr Lebensqualität sorgen. Das wird gleichzeitig Deine innere Unruhe bekämpfen!

12

Nutze die beruhigende Kraft dieser Hausmittel

Pflanzliche Hausmittel sind bei vielen Menschen mit Unruhezuständen beliebt, da sie im Vergleich zu verschreibungspflichtigen Medikamenten weniger unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Wichtig: Bevor Du ein verschreibungspflichtiges Medikament absetzt oder zeitgleich ein pflanzliches Präparat nehmen möchtest, solltest Du unbedingt mit einer ärztlichen Fachperson sprechen. Denn auch Hausmittel können mit anderen Medikamenten interagieren.

Folgende Hausmittel können gegen innere Unruhe helfen: 

  • Lavendelöl [9]  

  • Melissenblätter [10] 

  • Lavendelöl [9]  

  • Melissenblätter [10] 

  • Kamillenextrakt [11] 

  • Ashwagandha Wurzelextrakt [12]  

Probiere gerne aus, welche Hausmittel bei Dir am besten wirken. Denke allerdings daran, dass es bei pflanzlichen Hausmitteln etwas länger dauern kann (von Präparat zu Präparat unterschiedlich), bis sich die Wirkung vollkommen entfaltet. 

13

Mache Dir bewusst, dass Deine Gedanken ein Großteil der inneren Unruhe ausmachen

An sich gibt es keine Situationen, die Dich aus der Ruhe bringen können. Es sei denn, Du lässt es zu. Es liegt in Deiner Hand, ob Du Dich stressen lässt oder nicht. Kontrolliere daher bewusst Deine Gedanken, um Stress auf einem Minimum zu halten. Denn Deine Gedanken und daraus resultierenden Gefühle erschaffen Deine Realität.

Frage Dich beispielsweise in möglichen Stresssituationen: „Bringt es mich weiter, wenn ich mich jetzt aufrege und stressen lasse?“

Es ist total menschlich, manchmal gestresst zu sein. Doch je eher Du in der Lage bist, stressige Gedanken zu akzeptieren und gehen zu lassen, desto schneller wirst Du innere Unruhen loswerden können.

„Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.“

Marcus Aurelius
14

Halte Deinen Kaffeekonsum in Maßen

Vielleicht hast Du schon mal selbst gemerkt, dass Du Dich nach dem Kaffeetrinken manchmal zittrig und unruhig fühlst. Deine Hände schwitzen und der vermeintliche Wachmacher-Effekt des Kaffees schwingt genau ins Gegenteil um.

Wissenschaftler der Universität Würzburg und Bristol haben nun nachgewiesen: Unsere Gene sind dafür verantwortlich, wie wir uns nach dem Kaffeetrinken fühlen. Insbesondere eine Variante im Gen des Adenosin-A2A-Rezeptors spielt hierbei eine wichtige Rolle, ob wir nach dem Kaffee innere Unruhen verspüren. Normalerweise hat der Botenstoff Adenonsin eine beruhigende Wirkung. Doch wenn das Rezeptor-Gen verändert ist, kann Koffein diesen Botenstoff verdrängen und seine beruhigende Wirkung verhindern.[13]

Zwei Tassen Kaffee am Tag (ca. 150 Milligramm Koffeein) reichen dann bereits aus, um innere Unruhe auszulösen. Gehörst Du also zu den Personen, die sich nach dem Kaffeekonsum oftmals ängstlich fühlen, könntest Du zunächst probieren, Deinen Konsum zu reduzieren. Generell fanden die Forscher aber auch, dass sich die anlagebedingte Unverträglichkeit bei schrittweiser Steigerung der Dosis und regelmäßigem Konsum zurückbilden kann.

15

Nutze die Kraft der Musik

Psychologen der Universität Marburg zeigen, dass Musik stresslindernd wirkt. Hörst Du gezielt Musik zur Entspannung, können Deine Cortisolwerte sinken, die Mitauslöser für Stress sind. Die Art der Musik spielt laut den Studien hierbei keine Rolle. [14]

Erstell Dir daher gerne eine Entspannungs-Playlist mit Deinen Lieblingssongs, die bei Dir direkt für gute Laune sorgen. Sollte sich bei Dir mal wieder innere Unruhe breitmachen, drücke einfach auf „Play“! ;-)

Wenn Du Deine Laune jetzt sofort anheben möchtest, tanze mit uns!

Wann ist es sinnvoll, ärztlichen Rat zu suchen?

Die Frage ist: Ab wann lohnt es sich, ärztlichen Rat zu suchen? Suche eine ärztliche Fachperson auf, wenn…

  • Deine innere Unruhe bereits über einen längeren Zeitraum besteht und bisher nichts nachhaltig geholfen hat

  • körperliche Beschwerden dazukommen, die Deinen Alltag erschweren

  • Dich die innere Unruhe sehr stark belastet oder zusätzlich Symptome einer depressiven Verstimmung dazukommen

Fazit: Innere Unruhe hängt stark mit Deiner inneren Einstellung, Gedankenwelt und Gewohnheiten zusammen. Werde Dir über diese bewusst, um Deine innere Unruhe nachhaltig und natürlich zu reduzieren.

Welche Tipps helfen Dir am besten bei innerer Unruhe? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

© Bildcredits (www.depositphotos.com): ra2studio, SergeyNivens, peus

[1] https://www.health.harvard.edu/staying-healthy/understanding-the-stress-response

[2] https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/anxiety/symptoms-causes/syc-20350961

[3] https://www.medicalnewstoday.com/articles/323454#causes

[4] Innes, K E et al. “The effects of meditation on perceived stress and related indices of psychological status and sympathetic activation in persons with Alzheimer’s disease and their caregivers: a pilot study.” Evidence-based complementary and alternative medicine : eCAM vol. 2012 (2012): 927509. doi:10.1155/2012/927509

[5] https://adaa.org/understanding-anxiety/related-illnesses/other-related-conditions/stress/physical-activity-reduces-st

[6] Clear, James. Atomic habits: tiny changes, remarkable results: an easy & proven way to build good habits & break bad ones. Avery, 2018.

[7] https://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-10/sitzen-gesundheit-arbeit/seite-2 

[8] https://www.dak.de/dak/download/gesundheitsreport-2017-2108948.pdf
[9] Hubert, M. Mit Lavendelöl gegen die innere Unruhe. DNP 20, 117 (2019). https://doi.org/10.1007/s15202-019-2327-0
[10] N., Okpanyi & Kelber, Olaf & Abdel-Aziz, Heba & J., Müller & Kolb, Christiane. (2015). Valerian, Melissa, Passion flower and their combination STW 32 in experimental models of anxiety.
[11] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27912875/ 

[12] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6979308/
[13] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20520601/

[14] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26142566/ 

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