Piriformis-Syndrom: Wie Du Deine Schmerzen in Rücken und Bein loswerden kannst

Piriformis Syndrom
Prof. Alfred Rucker Schmerzspezialist

Von Prof. Dr. rer. medic. Alfred Rucker nach hohen wissenschaftlichen Standards geprüft.

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Leidest Du unter einseitigen Gesäßschmerzen, die manchmal bis ins Bein ausstrahlen? Dann befürchtest Du womöglich, dass Du einen Bandscheibenvorfall hast.

Obwohl diese Diagnose häufig gestellt wird, ist der Bandscheibenvorfall nicht immer die wahre Ursache für diese Beschwerden. Schuld könnte nämlich auch ein kleiner, birnenförmiger Muskel in Deiner Hüfte sein: der Piriformis-Muskel.

Was ein Piriformis-Syndrom ist und welche Übungen und Tipps es gibt, zeigen wir Dir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Piriformis-Syndrom?

  2. Welche Symptome hast Du bei einem Piriformis-Syndrom?

  3. Wie kannst Du testen, ob Du ein Piriformis-Syndrom hast?

  4. Welche Ursachen kann ein Piriformis-Syndrom haben?

  5. 2 Übungen gegen ein Piriformis-Syndrom

  6. 5 Tipps und Hausmittel gegen ein Piriformis-Syndrom

Du suchst nach Übungen, um Deinem Piriformis-Syndrom gezielt entgegenzuwirken? Wir zeigen Dir in diesem Video 2 hilfreichen Übungen gegen Deine Schmerzen!

Was ist ein Piriformis-Syndrom?

Der sogenannte Musculus piriformis (latein für birnenförmiger Muskel) verläuft in der Hüfte zwischen Kreuzbein und Oberschenkelknochen. Funktionen des Piriformis-Muskels umfassen die Abspreizung, Streckung und Innenrotation des Oberschenkels. Deswegen kann er zum Beispiel beim Sitzen, Joggen oder Fahrradfahren beansprucht werden.

Wie genau das Piriformis-Syndrom entsteht, ist nicht abschließend geklärt. Es wurde lange Zeit vermutet, dass die Entstehung des Piriformis-Syndroms mit dem Fakt zusammenhängt, dass Ischiasnerv und Piriformis-Muskel in der Hüfte sehr nah nebeneinander verlaufen.

Die vormals vorherrschende Theorie zur Entstehung des Piriformis-Syndroms besagt, dass der Piriformis-Muskel den Ischiasnerv reizt und komprimiert sowie schmerzempfindliche Punkte (sogenannte Triggerpunkte) in der Hüfte aktiviert.[1] 

Neuste Studien haben jedoch gezeigt, dass nicht nur der Birnenmuskel, sondern auch andere, tiefe Gesäßmuskeln den Ischiasnerv komprimieren können. Deswegen raten viele Expertinnen und Experten mittlerweile von dem Begriff Piriformis-Syndrom ab und bevorzugen die Bezeichnung “Deep Gluteal Syndrom”, also tiefes Glutealsyndrom.[2] 

Obwohl diese Bezeichnung also sehr wahrscheinlich zutreffender ist, hat sich “tiefes Glutealsyndrom” noch nicht im deutschen Sprachgebrauch etabliert.

Soll heißen: Wenn Du nach Deinen Beschwerden suchst, triffst Du eher auf den Begriff Piriformis-Syndrom. Deswegen schreiben wir in diesem Text auch weiter über das Piriformis-Syndrom.

piriformis-muskel

Darstellung der tiefen Gesäßmuskeln

Welche Symptome hast Du bei einem Piriformis-Syndrom?

Häufige Symptome eines Piriformis-Syndroms sind:[1-4]

  • Schmerzen in der Pobacke und im Oberschenkelansatz

  • Gefühlte muskuläre Verspannungen im hinteren Becken

  • Zunahme der Beschwerden beim Sitzen, zum Beispiel auf der Toilette oder dem Bürostuhl

  • Zunahme der Beschwerden bei Bewegungen, welche die Gesäßmuskeln verspannen können, zum Beispiel beim Joggen oder Treppensteigen

  • Missempfindungen, zum Beispiel einseitiges Kribbeln und Taubheitsgefühle

Beschwerden zeigen sich häufig nur auf einer Seite. Typischerweise treten sie im unteren Rücken und Gesäß auf. Teilweise strahlen sie auch über den hinteren Oberschenkel bis in die Wade und den Fuß aus. Weil die Symptome somit sehr ähnlich wie die Ischiasbeschwerden eines Bandscheibenvorfalls sind, sprechen Fachleute häufig vom Pseudo-Ischias.[1] 

Wie lange die Beschwerden anhalten, kann stark variieren. Die Symptome können im schlimmsten Fall sogar mehrere Monate andauern. Wenn Du das Piriformis-Syndrom aber rechtzeitig und gezielt angehst, kannst Du oft schon nach wenigen Wochen beschwerdefrei leben.[5]

Wusstest Du: Schätzungen zufolge macht das Piriformis-Syndrom 0,3 bis 6 Prozent aller Schmerzen im unteren Rücken und Ischiasbeschwerden aus.[5]

Wie kannst Du testen, ob Du ein Piriformis-Syndrom hast?

Das Piriformis-Syndrom wird meistens erst diagnostiziert, wenn andere ursächliche Erkrankungen ausgeschlossen worden sind. Bei einer ärztlichen Untersuchung kann eine Verdachtsdiagnose anhand der typischen Krankheitsgeschichte und Symptome erfolgen. Auffälligkeiten in entsprechenden orthopädischen Tests können die Diagnose erleichtern, aber nur selten mit absoluter Sicherheit bestätigen.[6] 

Auch in radiologischen Untersuchungen wie dem MRT ist das Piriformis-Syndrom in der Regel nicht erkennbar. Deswegen werden radiologische und elektromyographische Untersuchungen nur selten und generell nur zum Ausschluss anderer ursächlicher Erkrankungen eingesetzt.[6]

Selbsttests für zu Hause

Du kannst schon zu Hause testen, ob Deine Schmerzen in der Pobacke möglicherweise durch ein Piriformis-Syndrom verursacht werden. Dafür brauchst Du nichts weiter als die Hilfe einer freiwilligen Person.

Der erste Test ist der sogenannte Lasègue-Test. Lege Dich zunächst flach auf den Rücken. Jetzt nimmt die zweite Person das Bein der schmerzhaften Seite und streckt es ungefähr 70° nach oben. Wenn diese Bewegung bei Dir Schmerzen auslöst, spricht das für eine Reizung des Ischiasnervs. Beachte jedoch, dass dieser Test auch bei einem Bandscheibenvorfall positiv ausfallen kann.

Test Schmerzen Pobacke

Der zweite Test ist der sogenannte Pace-Test. Setz Dich auf einen Stuhl oder Ähnliches und lass Deine Beine frei schwingen. Die zweite Person drückt jetzt von außen auf Deine Knie, während Du versuchst, Deine Beine auseinanderzudrücken. Sollte dies bei Dir Beschwerden verursachen, könnte das für ein Piriformis-Syndrom sprechen.[7]

Test Piriformis  Syndrom

Aber vergiss nicht: Ein positiver Test ist kein sicheres Zeichen für das Bestehen eines Piriformis-Syndroms, und ein negativer Test kann das Syndrom nicht sicher ausschließen. Deswegen solltest Du bei starken oder langwierigen Beschwerden unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Welche Ursachen kann ein Piriformis-Syndrom haben?

In vielen Fällen gibt es mehr als nur eine Ursache für ein Piriformis-Syndrom.[8] Die häufigsten Ursachen haben wir Dir hier zusammengestellt:[1,5,8,9]

  • Verletzung des Gesäßes: Zum Beispiel ein Sturz auf das Hinterteil. Es wird vermutet, dass so eine Verletzung die häufigste Ursache darstellt. Dabei muss es sich nicht um eine frische Verletzung handeln. Sie kann auch schon mehrere Monate zurückliegen.

  • Exzessives Sitzen: Wenn Du im Alltag viel sitzt, kann dies zu einem Piriformis-Syndrom führen. Deswegen stellen unter anderem Büroarbeiter, Taxi- und Fahrradfahrer Risikogruppen dar. 

  • Einseitiges Sitzen: Eine häufige Ursache kann sich in Deiner Gesäßtasche befinden: die Brieftasche. Diese kann Druck auf den Piriformis-Muskel ausüben und so ein Piriformis-Syndrom begünstigen.

  • Vergrößerter Muskel: Der Piriformis-Muskel muss nicht gereizt sein, um an Größe zuzunehmen. Dies ist zum Beispiel bei Menschen mit exzessivem Gesäßmuskel-Training der Fall. Solche Sportler haben ein höheres Risiko, am Piriformis-Syndrom zu erkranken.

  • Anatomische Varianten: Bestimmte anatomische Varianten der Muskeln und Nerven in der Hüfte können das Auftreten eines Piriformis-Syndroms begünstigen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Teile des Ischiasnervs durch den Piriformis-Muskel verlaufen.

Nur in sehr seltenen Fällen hat ein Piriformis-Syndrom ernsthafte Ursachen wie einen Abszess oder einen Tumor.[1]

2 Übungen gegen Piriformis-Syndrom

Wir haben Dir 2 Übungen zusammengestellt, um Deine Beschwerden bei einem Piriformis-Syndrom zu lindern.

1

Taube im Sitzen

Ziel dieser Dehnübung ist es, Deinen verhärteten Muskeln zu lockern und zu entspannen. Dafür brauchst Du nur einen Stuhl oder einen Hocker. Bei der folgenden Beschreibung gehen wir von einer schmerzhaften linken Seite aus.

  1. Setz Dich auf den vorderen Teil der Sitzfläche, so dass beide Füße Bodenkontakt haben.

  2. Lege Deinen linken Knöchel auf Deinem rechten Knie ab, so dass Dein linker Unterschenkel waagerecht vor Dir liegt.

  3. Lege Deine linke Hand auf den linken Oberschenkel, kurz oberhalb des Knies und die rechte Hand oberhalb des linken Fußes.

  4. Beuge Dich nach vorn und komm in ein leichtes Hohlkreuz. Um die Dehnung zu intensivieren, kannst Du Deinen Oberkörper langsam nach links oder rechts bewegen oder mit der linken Hand Druck auf den linken Oberschenkel ausüben.

  5. Halte diese Position für eine Minute.

2

Schmerzpunkt-Massage

Für diese Übung brauchst Du einen Tennisball oder, falls vorhanden, einen Massageball. Wenn Du diese Übung zum ersten Mal machst, solltest Du Deine Massage-Sitzung kurz halten und nicht allzu viel Druck ausüben. Mehr Druck heißt nämlich nicht automatisch mehr Nutzen. Sobald Du weißt, wie Dein Körper auf diese Massage reagiert, kannst Du Dauer und Druck anpassen.

  1. Platziere den Ball unter der unteren Hälfte Deiner schmerzhaften Pobacke.

  2. Verlagere Dein Gewicht auf dem Ball hin und her, bis Du einen schmerzhaften Punkt gefunden hast.

  3. Rolle mit dem Ball von kurz vor bis unmittelbar hinter diesen Punkt.

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5 Tipps und Hausmittel gegen ein Piriformis-Syndrom

Bei der Behandlung eines Piriformis-Syndroms werden in der Regel zunächst konservative Maßnahmen angewendet, bevor eine Operation in Betracht gezogen wird. Bei einer konservativen Therapie können physiotherapeutische sowie medikamentöse Mittel eingesetzt werden. 

Bei einer medikamentösen Therapie werden oft Schmerzmittel wie Ibuprofen verwendet, um die Beschwerden zu lindern.[10] Obwohl Medikamente in der akuten Phase eines Piriformis-Syndroms helfen können, sind sie auf Dauer machtlos gegen die Beschwerden.[11]

Außerdem kann eine Injektion in das Gesäß helfen, die Beschwerden zu lindern.[6,7,10] Insbesondere Botox-Injektionen sind in den vergangenen Jahren aufgrund ihres nachgewiesenen Effekts immer beliebter geworden.[12]

Bei der Behandlung eines Piriformis-Syndroms werden in der Regel zunächst konservative Maßnahmen angewendet, bevor eine Operation in Betracht gezogen wird. Bei einer konservativen Therapie können physiotherapeutische sowie medikamentöse Mittel eingesetzt werden. 

Bei einer medikamentösen Therapie werden oft Schmerzmittel wie Ibuprofen verwendet, um die Beschwerden zu lindern.[10] Obwohl Medikamente in der akuten Phase eines Piriformis-Syndroms helfen können, sind sie auf Dauer machtlos gegen die Beschwerden.[11]

Außerdem kann eine Injektion in das Gesäß helfen, die Beschwerden zu lindern.[6,7,10] Insbesondere Botox-Injektionen sind in den vergangenen Jahren aufgrund ihres nachgewiesenen Effekts immer beliebter geworden.[12]

Häufig kannst Du auch ganz ohne Pillen und Spritzen gegen Deine Schmerzen im Gesäß vorgehen. Dafür haben wir Dir 4 Tipps zusammengestellt, damit Du weißt, wie Du mit einem Piriformis-Syndrom umgehen kannst.

1

Vorbeugung

Eine vielversprechende Methode besteht laut Expertenmeinung darin, wiederkehrende Gewebeverletzungen zu vermeiden.[14] Hierfür werden die gleichen Methoden empfohlen, die auch verwendet werden, um Sportverletzungen vorzubeugen.

  • Bei Kontaktsportarten (zum Beispiel beim Football) solltest Du Verletzungen vorbeugen, indem Du einen geeigneten Gesäßschutz trägst. 

  • Mach regelmäßig Kraftsport, um Deine Muskeln resistenter gegen Verletzungen zu machen. 

  • Vor dem Sport solltest Du Dich immer mit entsprechenden Übungen auf die anstehende Belastung vorbereiten. Beim Kraftsport eignen sich Aufwärmsätze, also Sätze mit wenig Gewicht, und Kardio-Übungen, zum Beispiel leichtes Joggen oder Fahrradfahren.[15]

Im Alltag ist es wichtig, dass Du regelmäßig kurze Sitzpausen einlegst. Hierfür eignet sich ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kannst Du der Sitzfalle entgehen und durch das abwechselnde Stehen und Sitzen Deiner Gesäßmuskulatur etwas Gutes tun.

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2

Vermeide schmerzhafte Aktivitäten

Treten Deine Schmerzen im Po immer bei den gleichen Aktivitäten auf? Dann solltest Du diese Aktivitäten entweder anpassen oder ganz unterlassen, bis sich die Beschwerden gelegt haben.

Wenn Du also trotz Piriformis-Syndrom Joggen und Radfahren willst, solltest Du beobachten, welche Situationen Beschwerden verursachen. Beim Joggen können dies zum Beispiel starke Steigungen oder Gefälle sein.

Es ist außerdem wichtig, Deinem Muskel im Heilungsprozess nicht zu viel abzuverlangen. Also gib nicht direkt Vollgas, wenn Du Schmerzen hast. Die Belastung sollte nur Stück für Stück gesteigert werden, um Deinem Piriformis-Muskel den nötigen Raum zur Erholung zu lassen.

3

Individuelle Triggerpunkt-Behandlung

Als individuelle Triggerpunkte werden verkrampfte, schmerzempfindliche Bereiche im Muskel bezeichnet. Bei einer Triggerpunkt-Behandlung werden meist Akupunktur oder Stoßwellentherapie verwendet, um die Durchblutung dieser Schmerzpunkte anzuregen und Verspannungen im Muskel zu lösen.

Obwohl die Effektivität dieser Methode nicht abschließend geklärt ist, schwören viele Experten und Betroffene auf eine Triggerpunkt-Behandlung. Probier sie also gern aus, nennenswerte Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

4

Verwende Wärme und Kälte

Eine Kälte- und Wärmetherapie innerhalb eines Therapieschemas hat in einzelnen Studien  gegen Symptome des Piriformis-Syndroms geholfen.[16] Besonders die alternierende Anwendung von Hitze und Kälte kann laut Erfahrungsberichten von Betroffenen helfen, die Beschwerden zu lindern. 

Dafür kannst Du einen Eisbeutel in ein Küchentuch wickeln und für circa 15 Minuten auf der schmerzhaften Stelle platzieren. Danach nimmst Du ein Wärmepad und legst es für die gleiche Dauer ebenfalls auf die betroffene Stelle. Diese Methode kannst Du alle paar Stunden wiederholen.

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5

Dehnung und Massage

Im Übungsteil haben wir Dir schon zwei mögliche Übungen gezeigt, um Deine Gesäßmuskeln zu dehnen und zu massieren. Erfahrungsberichte zeigen, dass regelmäßige Dehn- und Massage-Einheiten Betroffenen helfen können, ihre Beschwerden zu lindern. 

Bislang gibt es nur wenige wissenschaftliche Beweise für die Effektivität dieser Methoden. Dennoch konnten einzelne Studienergebnisse zeigen, dass physiotherapeutische Maßnahmen, die unter anderem auch ein Dehnprogramm beinhalteten, Beschwerden der Probanden lindern konnten.[16,17]

Fazit

Um einem Piriformis-Syndrom entgegenzuwirken, ist es wichtig zu wissen, wo es herkommen kann. Danach kannst Du schon viel über das eigene Verhalten steuern. Wenn Du trotz dieser Tipps und Übungen weiterhin Beschwerden hast, die eventuell sogar schlimmer werden, solltest Du eine Ärztin oder einen Therapeuten aufsuchen.

Wie konntest Du Deine Beschwerden lindern? Schreib uns doch mal in die Kommentare!

© Depositphotos.com/Madigraphics

[1] Jankovic D, Peng P, van Zundert A. Brief review: piriformis syndrome: etiology, diagnosis, and management. Can J Anaesth. 2013 Oct;60(10):1003-12. doi: 10.1007/s12630-013-0009-5. Epub 2013 Jul 27. PMID: 23893704.

[2] Kizaki K, Uchida S, Shanmugaraj A, Aquino CC, Duong A, Simunovic N, Martin HD, Ayeni OR. Deep gluteal syndrome is defined as a non-discogenic sciatic nerve disorder with entrapment in the deep gluteal space: a systematic review. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2020 Oct;28(10):3354-3364. doi: 10.1007/s00167-020-05966-x. Epub 2020 Apr 3. PMID: 32246173.

[3] Hopayian K, Song F, Riera R, Sambandan S. The clinical features of the piriformis syndrome: a systematic review. Eur Spine J. 2010 Dec;19(12):2095-109. doi: 10.1007/s00586-010-1504-9. Epub 2010 Jul 3. PMID: 20596735; PMCID: PMC2997212.

[4] Hopayian K, Danielyan A. Four symptoms define the piriformis syndrome: an updated systematic review of its clinical features. Eur J Orthop Surg Traumatol. 2018 Feb;28(2):155-164. doi: 10.1007/s00590-017-2031-8. Epub 2017 Aug 23. PMID: 28836092.

[5] Hicks BL, Lam JC, Varacallo M. Piriformis Syndrome. 2021 Jul 18. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2021 Jan–.

[6] Miller TA, White KP, Ross DC. The diagnosis and management of Piriformis Syndrome: myths and facts. Can J Neurol Sci. 2012 Sep;39(5):577-83. doi: 10.1017/s0317167100015298. PMID: 22931697.

[7] Kirschner JS, Foye PM, Cole JL. Piriformis syndrome, diagnosis and treatment. Muscle Nerve. 2009 Jul;40(1):10-8. doi: 10.1002/mus.21318. PMID: 19466717.

[8] Benson ER, Schutzer SF. Posttraumatic piriformis syndrome: diagnosis and results of operative treatment. J Bone Joint Surg Am. 1999 Jul;81(7):941-9.

[9] Siddiq MA, Hossain MS, Uddin MM, Jahan I, Khasru MR, Haider NM, Rasker JJ. Piriformis syndrome: a case series of 31 Bangladeshi people with literature review. Eur J Orthop Surg Traumatol. 2017 Feb;27(2):193-203.

[10] Cass SP. Piriformis syndrome: a cause of nondiscogenic sciatica. Curr Sports Med Rep. 2015 Jan;14(1):41-4.

[11] Rasmussen-Barr E, Held U, Grooten WJ, Roelofs PD, Koes BW, van Tulder MW, Wertli MM. Non-steroidal anti-inflammatory drugs for sciatica. Cochrane Database Syst Rev. 2016 Oct 15;10(10):CD012382. 

[12] Waseem Z, Boulias C, Gordon A, Ismail F, Sheean G, Furlan AD. Botulinum toxin injections for low-back pain and sciatica. Cochrane Database Syst Rev. 2011 Jan 19;(1):CD008257.

[13] https://www.researchgate.net/publication/257475433_Piriformis_syndrome

[14] Boyajian-O'Neill LA, McClain RL, Coleman MK, Thomas PP. Diagnosis and management of piriformis syndrome: an osteopathic approach. J Am Osteopath Assoc. 2008 Nov;108(11):657-64. 

[15] Fradkin AJ, Gabbe BJ, Cameron PA. Does warming up prevent injury in sport? The evidence from randomised controlled trials? J Sci Med Sport. 2006 Jun;9(3):214-20.

[16] Fishman LM, Dombi GW, Michaelsen C, Ringel S, Rozbruch J, Rosner B, Weber C. Piriformis syndrome: diagnosis, treatment, and outcome--a 10-year study. Arch Phys Med Rehabil. 2002 Mar;83(3):295-301.

[17] Michel F, Decavel P, Toussirot E, Tatu L, Aleton E, Monnier G, Garbuio P, Parratte B. Piriformis muscle syndrome: diagnostic criteria and treatment of a monocentric series of 250 patients. Ann Phys Rehabil Med. 2013 Jul;56(5):371-83. 

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