Wie Du Deine Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit überwinden kannst (ohne Medikamente!)

Antriebslosigkeit ueberwinden

Kämpfst Du ständig mit Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit? Scheint schon die kleinste Aufgabe zu anstrengend? Du bist häufig lustlos, abgeschlagen und kannst Dich nur schlecht motivieren?

Sicherlich kennt jeder von uns diese Tage, an denen wir uns nur schwer aufraffen können. Wird dieses Gefühl jedoch zum Dauerzustand, ist es wichtig, dass Du die Ursachen Deiner Antriebslosigkeit ergründest und etwas dagegen unternimmst.

Damit Du bald wieder vor Lebensenergie und Tatendrang strotzt, erhältst Du in diesem Artikel 5 wirksame Maßnahmen, um Deine Antriebslosigkeit zu überwinden.

Ursachen von Antriebslosigkeit

Antriebslosigkeit an sich ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom. Die Ursachen können verschieden sein:

  1. Fehlende Ziele
    Wenn Du ein klares Ziel vor Augen hast, arbeitest Du darauf hin. Im Gegensatz dazu dümpeln Menschen ohne definierte Zielsetzung im Alltag vor sich hin und werden antriebslos. Die Motivation im Alltag fehlt, welche sonst unser innerer Antrieb ist.
  2. Stress und zu wenig Erholung
    Hast Du regelmäßig Stress, ist das auf Dauer sehr auslaugend. Außerdem führt häufiger Stress zu Störungen im Hormonstoffwechsel, was zu einem Mangel an “Motivationshormonen” wie Dopamin führen kann.[1] Deshalb: Wenn Du innerlich angespannt bist und das Gefühl hast, Deinen Anforderungen nicht gerecht werdenzu können, denke daran: Stress ist Deine subjektive Reaktion auf äußere Reize. Du kannst Deine Reaktion auf Stress daher durch ein gutes Stressmanagement gezielt kontrollieren. Schaffst Du es nicht zur Ruhe zu kommen, stellt sich auf Dauer Antriebslosigkeit ein. Dein Körper versucht Dir auf diese Weise mitzuteilen, einen Gang zurückzuschalten und zu entspannen. Denn nur so kannst Du Deine Energiereserven wieder auffüllen.
    Antriebslosigkeit durch Stress

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  3. Schlechte Ernährung
    Auch Nährstoffmangel in Folge einer schlechten Ernährung oder durch erhöhten Bedarf (z.B. während Schwangerschaft oder bestimmten Erkrankungen) kann ein Auslöser für Antriebslosigkeit sein. Fehlt es Deinem Körper an wichtigen Eiweißen, Mineralien und Vitaminen wie zum Beispiel Tyrosin, Eisen, Jod oder B-Vitaminen, so fehlen die Bausteine zur Bildung des Hormons Dopamin.[2][3] Ein Dopaminmangel kann Dich schlapp und antriebslos machen. Zudem kann durch eine mangelhafte Ernährung auch Blutarmut entstehen. Ist das der Fall, wird Dein Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es kommt zum Leistungsabfall.
  4. Psychische Erkrankungen (z.B. Depression)
    Depressionen äußern sich sehr häufig in Antriebslosigkeit. Für depressive Menschen sind selbst alltäglich Handlungen wie die Nahrungsaufnahme und persönliche Hygiene eine Herausforderung. Wenn Du also merkst, dass Deine Antriebslosigkeit stark ausgeprägt ist und über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Zusätzlich empfehle ich Dir das hervorragende Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden” von der Bestseller-Autorin und Pychologin Stefanie Stahl.
  5. Konstante Sorgen
    Machst Du Dir regelmäßig Sorgen? Auch das kann eine Ursache für Deine Antriebslosigkeit sein. Pessimisten mangelt es durch ihre Negativität oftmals an Lebenslust. Daher sind sie tendenziell energieloser als andere Menschen. Hierbei fällt mir immer ein Spruch ein: “Es gibt Optimisten und Pessimisten. Letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher.”
  6. Vitamin-D-Mangel
    Fällt es Dir besonders in den Wintermonaten schwer, Dich aufzuraffen? Dann könnte das mit einem Vitamin-D-Mangel zusammenhängen. Dein Körper produziert Vitamin D zu mehr als 80 Prozent selbst. Es wird hierbei durch Sonnenstrahlung von Deiner Haut gebildet. Mangelt es jedoch an Sonne, kommt es infolgedessen häufig zum Vitamin-D-Mangel. Weil sich die meisten Menschen überwiegend nur noch in geschlossenen Räumen aufhalten, leidet die Mehrheit der Deutschen an einem Vitamin-D-Mangel.[4] Sprich mit Deinem Arzt ab, ob ein Mangel bei Dir vorliegt und welche Supplementierungsdosis bei Dir sinnvoll wäre.
  7. Schweinehund
    Nahrung im Überfluss und damit theoretisch unendlich Energie war unseren steinzeitlichen Vorfahren unbekannt. Deshalb ist unser kompletter Körper und insbesondere unser Gehirn auf Energie sparen getrimmt. Und deshalb liebt unser Denkorgan Gewohnheiten und Handlungen mit direkter Belohnung. Denn das kostet am wenigsten Energie. Hat man sich es aber erst einmal auf der Couch bequem gemacht, oder sich erfolgreich auf Facebook angemeldet, wird es zunehmend schwerer, die Aufschieberitis zu überwinden und Deine Antriebslosigkeit sinkt. Aus diesem Grund: Überfordere Dich niemals mit Deinen Vorsätzen, fange mit kleinen Schritten an und komme ins Tun, anstatt immer an das große entfernte Ziel zu denken.

Antriebslosigkeit überwinden: 5 wirksame Maßnahmen

Die meisten Ursachen von Antriebslosigkeit lassen sich ganz einfach durch kleine Umstellungen vermeiden. Versuche aus diesem Grund, die folgenden Maßnahmen in Deinen Alltag einzubauen, bevor Du zu Tabletten greifst.

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Mit Bewegung gegen Antriebslosigkeit

In unserer heutigen Gesellschaft ist Bewegungsmangel unglücklicherweise allgegenwärtig. Der typische deutsche Büroarbeiter sitzt täglich im Durchschnitt 9,6 Stunden.[4] In diesen Stunden schläft der Stoffwechsel förmlich ein und Du fühlst Dich zunehmend schlapp, müde und antriebslos.

bewegungsmangel-antriebslosigkeit

Bei Antriebslosigkeit kommt dann meist noch hinzu, dass Du Dich auch in Deiner Freizeit nicht zum Sport aufraffen kannst. Dabei ist gerade Sport und Bewegung ein wahres Wundermittel gegen Antriebslosigkeit!

Durch die Bewegung wird Dein Stoffwechsel angekurbelt und Dein Körper besser mit Sauerstoff versorgt – vor allem wenn Du an der frischen Luft bist.

Aus diesem Grund solltest Du es Dir zur Gewohnheit machen, Dich in Deinem Alltag mehr zu bewegen. Denn: Schon mit wenigen kleinen Umstellungen in Deiner Routine, kannst Du Deine tägliche Schrittzahl und somit auch Dein Energielevel deutlich anheben.

  • Mache in Deiner Mittagspause einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Hierdurch bekommst Du nicht nur den Kopf frei, sondern kurbelst durch die Sonne gleichzeitig Deine Vitamin-D-Produktion an.
  • Verzichte auf den Fahrstuhl und nimm stattdessen die Treppe! Bringe Deinen Kreislauf in Schwung und renne gelegentlich die Treppe hoch und runter, um für einen gesunden Ausgleich zum langen Sitzen zu sorgen.
  • Auch während der Arbeit kannst Du immer wieder kurze Bewegungseinheiten einbauen. Ein ergonomischer Arbeitsplatz fördert ideal Bewegungsabläufe. Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kannst Du beispielsweise abwechselnd im Sitzen und Stehen arbeiten. Ein ergonomischer Bürostuhl unterstützt Dich beim gesunden und dynamischen Sitzen.
  • Anstatt Deinem Kollegen im Nachbar-Büro eine Email zu schreiben, gehe das nächste Mal einfach hin und suche ein persönliches Gespräch auf. Hierdurch vertrittst Du Dir nicht nur ein wenig die Beine, sondern verbesserst auch Deine Arbeitsbeziehungen.

Für noch mehr sportliche Alltagsgewohnheiten, schaue Dir gerne unsere Infografik an: „10.000 Schritte täglich: 33 gesunde Bewegungsgewohnheiten

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Mit ausgewogener Ernährung gege Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit

Eine ausgewogene Ernährung ist essentiell für Deinen Körper! Nur, wenn Du alle Nährstoffe in ausreichender Menge zu Dir nimmst, kann Dein Organismus einwandfrei funktionieren.

Deshalb solltest Du Dich hauptsächlich von frischen, überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln ernähren. Das ist auf Dauer nicht nur viel gesünder, sondern spart auf lange Sicht sogar Geld!

Stark verarbeitete Mahlzeiten mögen zwar praktisch sein, allerdings sind durch die Verarbeitungsprozesse nur noch wenige Nährstoffe enthalten. Fertigprodukte sind regulär voll mit Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern, und beinhalten übermäßig viel Salz oder Zucker. Zucker und stark verarbeitete Kohlenhydrate lassen jedoch Deinen Blutzucker schnell ansteigen und sorgen für das anschließend bekannte Mittagstief.

Zudem ist es wichtig, dass Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nimmst. 1,5 bis 2 Liter am Tag sollten es je nach Körpergröße mindestens sein. Am besten trinkst Du überwiegend Wasser und ungesüßte Tees, da in Softdrinks sehr viel Zucker enthalten ist.

3

Sprich über das, was Dich belastet

Oftmals hängt Antriebslosigkeit mit Deinem psychischen Wohlbefinden zusammen. Machst Du Dir ständig Sorgen, raubt das auf Dauer sehr viel Energie und Du wirst antriebslos. Geht es Dir hingegen innerlich gut, kannst Du Deine Energie gezielt einsetzen und öfter 100 Prozent geben.

Aus diesem Grund solltest Du häufiger darüber sprechen, wenn Dich etwas belastet. Du kannst Dich mit einem engen Vertrauten, wie zum Beispiel Deinem Partner oder einer guten Freundin darüber austauschen.

Du wirst schnell merken, dass es Dir besser geht, wenn Du Deine Sorgen erst mal erzählt hast. Denn hast Du Deine Gedanken ausgesprochen, und kannst gemeinsam mit Deiner Vertrauensperson nach einer Lösung suchen und Deine Energie für andere Dinge aufsparen.

Nicht umsonst heißt es:

“Wenn du brillant über ein Problem reden kannst, scheint das Problem bereits gelöst zu sein.”
– Stanley Kubrick

Kleiner Zusatz-Tipp: Solltest Du gerade niemanden zum Reden finden, kannst Du auch Deine Sorgen aufschreiben. Das Schreiben wird Dir dabei helfen, Deine Gedanken zu sortieren und besser eine Lösung zu finden.

Möchtest Du generell die Kunst des positiven Denkens erlernen? In unserem Artikel findest Du 25 kluge Gewohnheiten für positives Denken, die nachhaltig Deine Lebenslust steigern!

4

Nutze Entspannungsmethoden zum Stressabbau und gegen Antriebslosigkeit

Um Stress abzubauen und Deine Energiereserven wieder aufzuladen, ist Entspannung enorm wichtig. Nimm Dir deshalb täglich Zeit, in der Du bewusst abschalten kannst.

Für einen effizienten Stressabbau helfen folgende Entspannungsmethoden:

Um Deine innere Anspannung zu lösen und Stress zu reduzieren, eignet sich außerdem diese Yoga-Einheit wunderbar!

5

Antriebslosigkeit im Keim ersticken mit gesundem Schlaf

Leider nimmt der Schlafmangel in unserer modernen Gesellschaft immer mehr zu. Laut dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport haben etwa 80 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland mit Ein- und Durchschlafstörungen zu kämpfen.

Das hat fatale Auswirkungen, denn bei zu geringer Schlafdauer hat Dein Körper nicht genügend Zeit, sich vollständig zu regenerieren. Als Folge dessen fühlst Du Dich müde und ausgelaugt.

Zudem hat dauerhafter Schlafmangel auch schwere Konsequenzen für Deine Gesundheit, wie beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem und ein erhöhtes Risiko für Diabetes.[7]

Damit Dir das Ein- und Durchschlafen in Zukunft leichter fällt, erfährst Du in unserer Infografik “Die Wurzeln eines gesunden Schlafes: 20 wichtige Tipps von Schlafexperten” die erholsamsten Tipps für eine ruhige Nacht. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

  • Verwende Dein Bett ausschließlich als Schlafplatz
  • Versuche immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen, damit sich Dein Körper an einen Rhythmus gewöhnen kann
  • Sorge für eine Temperatur zwischen 18 bis 22 Grad im Schlafzimmer
  • Dunkel Dein Schlafzimmer ab oder nutze eine Schlafmaske
  • Verbanne Elektronik aus Deinem Schlafzimmer
  • Trinke nach 15 Uhr keinen Kaffee mehr

Fazit: Mit kleinen Umstellungen kannst Du Deine Antriebslosigkeit überwinden und ihr in Zukunft vorbeugen!

Antriebslosigkeit kann im Alltag viel Energie fressen. Du bist müde, unproduktiv und fühlst Dich manchmal wie gelähmt. Doch mit kleinen Umstellungen Deiner Gewohnheiten kannst Du nach und nach Deine Lebenslust wieder steigern.

Lege Dir am besten eine Liste an und schreibe Dir Gewohnheiten auf, die Du ab jetzt in Dein Leben integrieren möchtest. Fange mit kleinen Schritten an und steigere Dich nach und nach!

Du wirst sehen: Mit diesen Tipps wirst Du bald viel fitter sein!

Welcher dieser Tipps hat Dir am besten geholfen? Hast Du noch mehr Tipps für uns, mit denen unsere Leser ihre Antriebslosigkeit überwinden können? Lass es mich und andere gerne in den Kommentaren wissen.

© Bildcredits – Depositphotos.com: xload



[1] https://www.nature.com/articles/4001949
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6084775/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4772032/
[4] Clemens Kunz, Jürgen Hower, Anette Knoll, Kristin L. Ritzenthaler, Thomas Lamberti: “No improvement in vitamin D status in German infants and adolescents between 2009 and 2014 despite public recommendations to increase vitamin D intake in 2012“, 2019, In: European Journal of Nutrition
[5] Krankenkasse, Techniker. “Beweg Dich, Deutschland.” TK-Studie zum Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland (2013)
[6] https://www.dak.de/dak/bundes-themen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-1885310.html
[7] https://www.health.harvard.edu/womens-health/repaying-your-sleep-debt

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